Dunja Hayali im „Sportstudio“ zu Bayern-Trainer Kovac: „Sie sind ein Rassist“

Dunja Hayali und Niko Kovac in einem Interview, das es noch nicht gegeben hat. Fotos: Screenshots Youtube

Ab heute Abend ist nun auch der „Sportstudio“-Zuschauer nicht mehr sicher vor Dunja Hayali. Die Haltungsjournalistin moderiert gleich die Sendung zum ersten Bundesliga-Spieltag. Sie sehe ihre Aufgabe darin, „die politische Einordnung sportlicher Themen“ in der Sendung voranzutreiben, hat sie verkündet. Wie könnte das aussehen? 

Mal angenommen, es käme der neue Bayern-Trainer in die ZDF-Sendung. Wie gesagt: Nur eine Annahme, denn Niko Kovac hat der 44-Jährigen einen Korb gegeben. Also, Kovac käme nach dem Spiel gegen Hoffenheim (3:1) von gestern Abend ins „Sportstudio“. Was könnte Hayali da fragen, damit sie das Ergebnis politisch einordnet? So etwa könnte ein Interview laufen:

Hayali: Herr Kovac, Sie sind Kroate, warum steht in ihrer Startelf kein Serbe? Führen Sie den Balkan-Krieg auf dem Sportplatz mit anderen Mitteln fort?

Kovac: Wir haben gar keinen Serben in unserem Kader.

Hayali: Weil Sie das nicht wollen. Sind Sie ein Rassist?

Kovac: Nein, es gibt keinen serbischen Spieler, der uns sportlich sinnvoll verstärken könnte.

Hayali: Interessant. Sie haben nicht verneint, dass Sie ein Rassist sind. Sind Sie also einer?

Kovac: Wenn Sie Wert darauf legen, verneine ich das natürlich gern. Wir setzen uns beim FC Bayern für Vielfalt und Integration ein und unterstützen die Fifa-Kampagnen „Respect“ und „Say No to Racism“.

Hayali: Das reicht mir nicht. Sie sind Kroate, und die kroatische Nationalmannschaft war bei der WM sehr weiß. Es gab keinen einzigen schwarzen Spieler. Empört Sie das?

Kovac: Ehrlich gesagt, fällt mir das jetzt erst auf, wo Sie das sagen. Ich habe mich mehr für die sportliche Leistung interessiert und mich mit einigen Tagen Abstand sehr darüber gefreut, dass Kroatien Vizeweltmeister wurde.

Hayali: Sie haben sich gefreut, dass Ihr Land gut abgeschnitten hat? Also, wenn Sie schon bestreiten, ein Rassist zu sein, dann geben Sie hiermit aber zu, ein Nationalist zu sein!

Kovac: Um Gottes Willen! Ich habe gesagt, dass ich mich gefreut habe! Ist das jetzt verboten?

Hayali: Sie haben sich für ein Land gefreut, dessen Soldaten im Zweiten Weltkrieg an der Seite Hitlers standen. Da darf man sich nicht drüber freuen.

Kovac: Aha, aber worüber darf ich mich denn dann freuen?

Hayali: Ich stelle hier die Fragen!

Kovac: Gut, bitteschön…

Hayali: Haben Sie sich denn nicht gefreut, dass ein Land wie Frankreich, das fast nur muslimische und schwarze Spieler aufgestellt hat, Fußball-Weltmeister wurde?

Kovac: Ehrlich gesagt nicht. Ich war in dem Moment traurig, dass wir nicht gewonnen haben…

Hayali: Jetzt habe ich Ihnen eine Chance gegeben, sich ordentlich zu äußern – und Sie haben sie verstreichen lassen.

Kovac: Der Lewandowski hat gestern auch ein paar Chancen verstreichen lassen – unter anderem den ersten Elfmeter. Ich dachte, wir reden mal über das Spiel gegen Hoffenheim. Dafür bin ich eigentlich gekommen…

Hayali: Das ist ja sowas von Achtziger Jahre! Ich moderiere hier, um die politische Einordnung sportlicher Themen in der Sendung voranzutreiben.

Kovac: Achso, das wusste ich nicht.

Hayali: Das habe ich aber im Vorfeld klar kommuniziert.

Kovac: Wissen Sie, da habe ich mich mit meiner Mannschaft vielleicht gerade auf das Spiel gegen Hoffenheim vorbereitet und das nicht mitbekommen…

Hayali: Gut, aber jetzt haben Sie es verstanden?

Kovac: Ja.

Hayali: Möchten Sie sich vielleicht noch von irgendjemandem distanzieren? Von Uli Hoeneß vielleicht? Der hat sich sehr abfällig über Mesut Özil geäußert.

Kovac: Das ist mein Chef…

Hayali: Haben Sie überhaupt keine Zivilcourage?

Kovac: Wie? Also, meine Mannschaft hat gestern – vor allem nach dem Ausgleich – sehr couragiert gespielt…

Hayali: Lenken Sie nicht vom Thema ab. Es geht hier nicht um das Spiel. Das habe ich Ihnen doch schon erklärt.

Kovac: Ja richtig, um die politische Einordnung…

Hayali: Eben. Ich glaube, wir können das hier beenden. Jeder Zuschauer hat mitbekommen, was Sie für ein Mensch sind. Meine Damen und Herren, verabschieden Sie mit mir Niko Kovac, den Alexander Gauland der Fußball-Bundesliga.

Am Sonntag dann wird Niko Kovac eine E-Mail von Dunja Hayali erhalten. Darin bietet sie ihm ein Medientraining, um sportliche Themen demnächst besser politisch einordnen zu können: „Wie Sie wissen übe ich diverse Nebentätigkeiten aus.“ Das Angebot beinhaltet auch den Besuch einer Antifa-Demonstration: „Auf dieser Grundlage werden wir dann an ihrer politischen Rhetorik feilen. Kostenpunkt: 300.000 Euro.“ Auch das haben wir uns natürlich nur ausgedacht… (WS)

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