68-Jährige attackiert junge Frau: Weil das Opfer Muslima ist, wird die Strafe verschärft

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Zum ersten Mal in ihrem Leben ist eine 68-jährige Frau polizeilich auffällig geworden: Sie versuchte in Berlin, einer Muslima das Kopftuch herunterzureißen und attackierte sie. Weil ein „islamfeindlicher Angriff“ strafverschärfend wirkt, wurde die Rentnerin höher bestraft als sonst bei Ersttätern üblich.

Die Frau, die mit der Beschimpfung „Scheiß Moslempack“ auf die 25-Jährige losging, muss 60 Tagessätze zu je 40 Euro, also insgesamt 2400 Euro bezahlen. Das Gericht sah einen islamfeindlichen Hintergrund, wertete dies als strafverschärfend und verhängte daher eine relativ harte Strafe, berichtet die Welt. Die Richter erfüllten damit den Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte Freispruch gefordert.

Die Rentnerin soll der Kopftuchträgerin, die in Begleitung ihrer Tochter war, auch ins Gesicht geschlagen haben. Das Gericht erkannte sie daher der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig. Strafverschärfend kam hinzu, dass sie eine Muslima angegriffen hat. (WS)

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