Prominenter Saudi kritisiert Europa für Migranten-Aufnahme

Dr. Andreas Unterberger

Muslime beim Beten (Symbolfoto: Durch hikrcn/Shutterstock)
Muslime beim Beten (Symbolfoto: Durch hikrcn/Shutterstock)

Ein saudi-arabischer Journalist hat sensationelle und überraschende Worte für die Dummheit der Europäer gefunden, islamische Migranten aufzunehmen. Ein in Europa lebender Araber aus dem Irak hat für das Tagebuch die wichtigsten Passagen dieses Textes übersetzt (während unsere Mainstream-Medien solche Texte leider ignorieren). Dieser Text macht aber auch deutlich, dass in dem lange sehr rückständigen Saudi-Arabien heute schon eine größere intellektuelle Offenheit und Freiheit herrscht als in dem von linken Medien und Richtern geistig immer mehr geknebelten Europa.

Von Dr. Andreas Unterberger

Der Schlüsselsatz des mutigen Kommentars des saudischen Publizisten Mohammed Al Shaikh: „Wäre ich ein Europäer, würde ich keine Sekunde zögern, gegen die Aufnahme solcher Menschen aufzutreten, deren grundlegende Kultur darauf beruht, Nicht-Moslems zu hassen.“

Die Araber selbst würden laut Al Shaikh die Aufnahme von Migranten wohl ablehnen: „In unserer eigenen kulturellen Erbschaft gibt es viele verschiedene Beispiele für ein solches Verhalten.“

Wirklich erstaunliche Worte. In Österreich hingegen würden manche Staatsanwälte wohl versuchen, den Autor solcher Worte einzusperren, der da schreibt: „Ich sage es ausdrücklich: Die Wellen des Populismus, die derzeit Europa überfluten, sind nicht grundlos entstanden; sie beruhen auf dem Prinzip der Reziprozität, sie sind begründet und berechtigt”.

Al Shaikh, der Autor dieser Gedanken, veröffentlicht Kommentare sowohl auf Al Jazeera als auch auf Al Arabiya, den beiden wichtigsten panarabischen Medienplattformen. Er schreibt in diesem Text weiter: Wenn man die „in den europäischen Luxus gekommenen Migranten über den atheistischen Westen befragt, dann beleidigen sie ihn, machen ihn herunter und verurteilen ihn. Das ist seltsam und verwirrend.“

„Warum wollen sie dennoch dort hin und riskieren dabei ihr Leben? Ich kann diese irrationale und widersprüchliche Logik nicht verstehen.“

Und dann weiter: „Man wird noch verwirrter, wenn man hört, wie manche europäisch-muslimischen Prediger die Demokratie und die freie Meinungsäußerung, die in Europa für alle inklusive der Migranten gilt, ausnützen und Europa in ihren Moscheen verachten und heruntermachen. Gleichzeitig werden die konservativen und rechten Parteien Europas, die einen Migrationsstopp verlangen, aber kritisiert und als radikal und rassistisch bezeichnet – allen voran von den muslimischen Arabern, die in Europa wohnen.“

„Wenn die populistische Rechte einen Stopp der Immigration verlangt, auch wenn das den Einsatz von Soldaten verlangt, beginnen die Araber und Moslems in Europa darüber zu klagen und bezeichnen diese Rufe als rassistisch und intolerant. Was besonders lustig ist: Sie beschuldigen den Westen auch, undemokratisch zu sein.“

Dann formuliert der Autor eine besonders scharfe, nämlich religiös begründete Verurteilung der nach Europa emigrierten Moslems: „Anders als die göttlichen Befehle des heiligen Koran vorschreiben, beantworten sie eine noble und humanitäre Haltung mit Arroganz und Zurückweisung. Sie versuchen sogar intensiv, diese Gesellschaften zu destabilisieren und deren Sicherheit zu erschüttern – auf eine Art, die der Westen nicht akzeptieren kann. Mir scheint, dass Araber und besonders die extremistischen Moslems ganz tief in eine Kultur des Hasses und der Aversion verstrickt sind.“

Warum aber, so frägt er, „verlangt man von anderen, auf eine Weise behandelt zu werden, wie man selbst die anderen nicht behandelt? Haben nicht die alten Araber gesagt: Liebenswürdigkeit sollte mit Liebenswürdigkeit beantwortet werden?“

„Die widersprüchlichen Gefühle dieser muslimischen Migranten bewegen sich zwischen Hass einerseits und andererseits lebensgefährlichen Aktionen, um in Ländern, die von ihnen gehasst werden, leben und deren Luxus, Sicherheit und Stabilität genießen zu können. Diese Widersprüche bedürfen einer ernsthaften psychologischen Studie. Warum möchte man denn um jeden Preis unter Menschen leben, die man hasst und als Feinde der eigenen Religion und Identität ansieht?“

Die hier zitierten Sätze wurden der sprachlichen Präzision wegen direkt aus dem Arabischen übersetzt. Diesen Artikel gibt es aber auch auf der englischen Seite von Al Arabiya zu lesen.

Zwischen diesen beiden Versionen findet sich allerdings ein interessanter Unterschied. Da wie dort steht zwar die Aufforderung: „Um fair und logisch zu sein, sollte man sich in die Lage der Europäer versetzen.“ Im Englischen fehlt aber dann der folgende Satz, der diese Aufforderung fortführt: „Wären Sie dafür, dass ein arabisches Land seine Tore für christliche Migranten aufmachen soll? Die Antwort wäre bestimmt: NEIN.“

Dieser Satz war dann den Internet-Verantwortlichen des arabischen Netzwerkes offenbar doch ein wenig zu heikel. Zumindest für die englischsprechende Welt.

Aber jedenfalls stellt die Veröffentlichung dieses Textes mit und ohne diesen Satz eine absolute Sensation dar. Die:

  • erstens unserer linken Migrationslobby zu denken geben sollte;
  • zweitens die durch unsere Gesetzgeber und Richter verschuldete Einschränkung der Meinungsfreiheit als Kontrast zum einst so rückständigen Saudi-Arabien als besonders beschämend zeigt;
  • und drittens deutlich macht, dass Saudi-Arabien offenbar – weit über die in Europa groß berichtete Autofahrerlaubnis für Frauen hinaus – zunehmend zu jenem arabischen Land wird, das derzeit am meisten Hoffnung gibt.

Hier finden Sie die arabische Fassung des unter der ziemlich irreführenden Überschrift „Warum hasst der Westen arabische und muslimische Einwanderer?“ erschienenen Textes.
Hier finden Sie die englische Fassung des Textes.
Vielen Dank dem (aus Sicherheitsgründen ungenannt bleibenden) arabischen Freund für die großzügige Hilfe!

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...