Er wollte „möglichst viele Menschen töten“: Islamischer Terrorist in Berlin verhaftet

Symbolfoto: Durch boyphare/Shutterstock
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Ein Islamist ist heute in Berlin wegen Anschlagsplänen festgenommen worden. Die Generalbundesanwaltschaft hatte gegen den 31-Jährigen einen Haftbefehl. Magomed-Ali C. soll in Deutschland einen Sprengstoff-Attentat geplant haben, „um“, so Karlsruhe, „eine möglichst große Anzahl an Menschen zu töten und zu verletzen“. Der Verdächtige hat laut der Behörde die russische Staatsangehörigkeit. Gleichzeitig ist der Mann mit dem arabischen Namen jedoch auch ein radikaler Moslem.

Magomed-Ali C. habe in seiner Wohnung in Berlin eine erhebliche Menge TATP gehortet, teilten die Bundesanwälte mit: „Mit diesem Sprengstoff wollte der radikal-islamistisch gesinnte Beschuldigte gemeinsam mit dem zwischenzeitlich in Frankreich inhaftierten Mitbeschuldigten Clément B. einen Sprengsatz herstellen. Dieser sollte zu einem nicht bekannten Zeitpunkt an einem unbekannten Ort in Deutschland gezündet werden, um eine möglichst große Anzahl an Menschen zu töten und zu verletzen.“

Die Festnahme erfolgte am Mittwoch mit Hilfe der GSG9 durch Beamte des Bundeskriminalamts und des Berliner Landeskriminalamts. Darüber hinaus durchsuchten die Beamten die Wohnung des Islamisten. Zugrunde lag ein Haftbefehl vom 9. August, der erst jetzt vollstreckt werden konnte.

Die Festnahme stehe laut Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den 22-jährigen Clément B., der im vergangenen Jahr kurz vor der französischen Präsidentschaftswahl in Marseille wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen wurde. Die Generalbundesanwaltschaft teilte heute mit: „Bei seiner Festnahme befand sich Clément B. im Besitz von mehreren Schusswaffen und drei Kilogramm TATP (Triacetontriperoxid). Das TATP hatten er und sein Komplize im Frühjahr 2017 in Frankreich gemeinsam hergestellt. Im Zuge der französischen Ermittlungen haben sich sodann Verdachtsmomente gegen Magomed-Ali C. ergeben, die im weiteren Verlauf verdichtet werden konnten und schließlich zu der heutigen Festnahme geführt haben.“

Clément B. soll – so ein Bericht der Berliner Morgenpost aus dem März – auch mit dem Weihnachtsmarkt-Attentäter vom Breitscheidplatz in Berlin, Anis Amri, in Kontakt gestanden haben. (WS)

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