Jetzt ist es plötzlich ein Skandal: ZDF-Kamerateam von Polizei behindert

Pressefreiheit mit zweierlei Maß (Bild: Screenshots)
Pressefreiheit mit zweierlei Maß (Bild: Screenshots)

Dresden – Die Polizei soll während einer Anti-Merkel-Demonstration der Bürgerbewegung Pegida ein Kamerateam des ZDFs behindert haben. Ein Vorgang, den die Freien Medien immer wieder erfahren. Dies veranlasste weder die grüne Oberdemokratin Katrin Göring-Eckhardt noch Vertreter des Mainstreams bislang nie, an der Demokratie zu zweifeln.

Ein ZDF-Kamerateam soll während einer Pegida-Demonstration beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der letzten Woche in Dresden in ihrer Arbeit behindert worden sein.

„Hören Sie auf, mich zu filmen“

Hintergrund war die Beschwerde eines Pegida-Teilnehmers, der sich vom ZDF-Team durch die erfolgten Aufnahmen in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sah und eine Klärung des Sachverhalts durch die Polizei einforderte. Mehrfach ist auf einem Video zu hören: „Hören Sie auf, mich zu filmen, Sie begehen eine Straftat. Sie haben mir ins Gesicht gefilmt.“

Der betroffene Journalist Arndt Ginzel, der im Auftrag des ZDF-Magazins „Frontal21“ unterwegs war, veröffentlichte als Beweisführung für das angeblich unrechtmäßige Handeln der Beamten das nachfolgende Video:

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmann (CDU) hatte die Polizeibeamten nach der von Ginzel veröffentlichten Kritik ebenfalls öffentlich in Schutz genommen und getwittert: „Die Einzigen, die in diesem Video seriös auftreten, sind Polizisten. Der Vorfall wird ohne Frage aufgeklärt“, schrieb er als Antwort auf ein Video von Arndt Ginzel, der die Anti-Merkel-Demonstration im Auftrag des ZDF-Magazins „Frontal21“ gefilmt hatte.

Wenn Göring-Eckhard die Pressefreiheit entdeckt

ZDF-Chefredakteur Peter Frey warf der Polizei vor, die freie Berichterstattung behindert zu haben. „Das Team hat sich korrekt verhalten. Das ZDF verlangt eine Aufklärung des Vorgangs.“ Neben den Mainstreammedien hat auch Katrin Göring-Eckardt die Pressefreiheit entdeckt. Auf Kretschmanns Gezwitschere entgegnet Göring-Eckhardt:

Das grüne Hyperventilieren war allerdings nie zu vernehmen, wenn Vertreter der Freien Medien an ihrer Arbeit gehindert wurden. Nicht die leiseste Verteidigungsrede ob der journalistischen Freiheit war aus dem Mainstream zu hören, als im Frühjahr bei einer „Kandel ist überall“-Demo Michael Stürzenberger, wie auch Christian Jung, Betreiber des Medienportals Metropolico Medien, Buchautor von „Der Links-Staat“ und Dokumentationsjournalist, von der Polizei in ihrem Recht auf Pressefreiheit massiv eingeschränkt wurden (Jouwatch berichtete). Als Jung eine Gegendemo der Linken fotografieren wollte, wurde ihm von einem Linken die Kamera nach unten gedrückt, was eine klare Nötigung darstellte.

Die Polizei weigerte sich, eine Strafanzeige gegen diese Person aufzunehmen und unterband das weitere Fotografieren, was ebenfalls einen Eingriff in die Pressefreiheit bedeutete. Jung wurde zudem angedroht, dass er von der Demonstration entfernt werden würde, wenn er weiterhin die Gegendemonstranten fotografiere.

Auch von diesem Vorgang existieren Aufnahmen, die den aktuellen Verteidigern der Pressefreiheit gerne zur Verfügung gestellt werden.

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