Islam: Eine Droge der Vergangenheit

Foto: Durch Corrado Baratta/Shutterstock
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„Nicht Gott schuf den Menschen, sondern der Mensch schuf Gott“ sagte der Philosoph Ludwig Feuerbach im Jahre 1851 – in damals unerhörter Direktheit. Und tatsächlich gehört „Gott“ zu den ältesten und variantenreichsten Erfindungen des Homo sapiens. Das spirituelle „Produkt“ Gott gleicht einer Projektionsfläche von der eine positive Reflexion erhofft wird. Allein der eingebildete Kontakt zu diesem Transponder verheißt den Demütigen die Erfüllung ihrer Erwartungen und kann wie eine Droge wirken.

Ein Essay von Thomas K. Luther

Autorität erlangt das angebetete Phantom durch seine vermeintliche Macht, die  aus der ihm zugeschriebenen Fähigkeit des allgewaltigen Wirkens gespeist wird. Das körperlose Objekt, das traditionell im „Himmel“ verortet wird, wohnt hingegen – schlicht formuliert – nur in den „Löchern des Verstandes“ und verdankt seine Existenz einer sonderbaren Mischung aus Debilität und Kreativität, aus Unwissenheit und Phantasie. Es lebt ausschließlich und allein als wahnhafte Illusion im Glauben seiner Klientel, die es mit der Regulierung von Zuständen und der Realisierung von Wünschen befrachtet. Im Grunde bedient die transzendente Figur lediglich den unheiligen Egoismus ihrer Verehrer, die im Verdacht stehen, sich durch devote Huldigung einen behaglichen Platz im Jenseits erschleichen zu wollen.

Religionen, diese beliebigen Gott & Co. GmbHs, kultivieren den Umgang mit dem angeblich allgewaltigen Geist und spiegeln zugleich die infantile Irrationalität der Gläubigen sowie die Rationalität der Gottesmänner, die das Defizit ihrer Zeitgenossen in persönliches Prestige ummünzen. Hinter einer scheinheiligen Fassade versteckt agieren die Gottesagenten durchaus subtil – und erinnern an die Metapher Wolf im Schafspelz. Doch die Protagonisten des wohl zweitältesten Gewerbes der Menschheit sind eine aussterbende Spezies. Ihr vielfältiges Geschäftsmodell ist auf dem Weg ein Opfer des Internets zu werden, das jedem User die unmittelbare Einsicht in alle Glaubenswelten erlaubt – was offenbaren dürfte: Religionen sind obskure Lügengebäude, die sich gegenseitig ad absurdum führen. Es wird deutlich: Die verschiedenen theistischen Lehren basieren auf vernunftwidrigen Phantasien, die nur kranken Hirnen entstammen können.

Wie alle Gottesmänner, pflegen auch die Kleriker des Christentums den Nimbus, ihrem Gott nahe zu stehen. Mit ihrem Gepränge wollen sie ihre geistliche Potenz unterstreichen – um Autorität zu gewinnen. Die pompöse Gottesverehrung gehört zur trivialen Corporate Identity ihres Unternehmens, wie auch die sakralen Bauten – als steingewordener Gotteswahn. Die rituellen Auftritte der Priesterschaft sind „Großes Kino“, beeindrucken schlichte Gemüter – verpuffen aber wirkungslos, weil der verherrlichte Adressat lediglich eine Imagination ist. Dennoch kann man ihr Management bewundern: Sie begleiten ihre Klientel von der Wiege bis zur Bahre und geben vor, vom Wirken ihres Gottes zu wissen; sie überschauen angeblich die Pläne des „Allmächtigen“ und warnen scheinbar fürsorglich vor dem Jüngsten Gericht.

Sie empfehlen, gottesfürchtig zu leben – und wollen doch nur ihre Machtposition erhalten. Als Lohn versprechen sie: Auferstehung vom Tode, ewiges Leben und himmlische Freuden. Auf dieser Schiene stieg die Katholische Kirche trotz ihrer hanebüchenen Theologie zum profitabelsten, einflussreichsten Unternehmen Europas auf und konnte ihre Vorherrschaft über viele Jahrhunderte ausbauen. Inzwischen ist ihr Markenkern „Gott“ allerdings entlarvt und in der modernen Welt kaum noch vermittelbar. Wissenschaft und Bildung machten ihren Fetisch zum Ladenhüter. Eigentlich Grund genug für die Theologen, ihre Kostüme an den Nagel zu hängen, die Gotteslüge zu den Akten – Pardon, zu den „Heiligen Schriften“ zu legen – und ehrlicher Arbeit nachzugehen.

Vom Religionskritiker Richard Dawkins stammt der Satz: „Religionen lehrten uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen.“ Man kann diese Erkenntnis ergänzen: „Und dann nutzten die religiösen Scharlatane unseren Unverstand, um uns ihre eigens kreierten Götter als allmächtige Autoritäten zu verkaufen. Wir waren beeindruckt und huldigten ihnen.“ Erst in der Epoche der Aufklärung wurden Religionen in Frage gestellt und die Existenz Gottes nicht nur angezweifelt, sondern rational begründet verworfen. Die Ära der Aufklärung (1650-1800) brachte den Europäern ein ideelles geistiges Erbe, das auf der Welt einzigartig ist. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu absurd, dass heute immer noch mehrere Milliarden Menschen an ihrem Gottglauben hängen. In Europa wurde durch die rationale Aufklärung die Übermacht der Kirche nach einer langen Zeit der Exzesse gebrochen. Um 1780 verrauchten die letzten Scheiterhaufen der Inquisition.

Der Islam dagegen verharrt nach wie vor im archaischen Mittelalter. Seit 1400 Jahren gehört das Töten zum barbarischen Programm Mohammeds, was – wie auch der Terror des „Islamischen Staates“, die Rückständigkeit und den kranken Wertmaßstab der Mohammedaner zeigt. Der Abfall vom Glauben, Ehebruch und Homosexualität können den Tod bedeuten. Darüber hinaus legitimiert der Koran das Töten der „Kuffar“, der lebensunwürdigen Ungläubigen – und offenbart damit seinen kulturellen Tiefststand. Zudem ist der Islam nichts Anderes, als ein repressives Volksbeherrschungssystem mit einem fiktiven Gott als oberste Autorität. Dieses Konstrukt erfüllt alle Kriterien einer Psycho-Sekte – und wird bedingungslos akzeptiert: Die Gläubigen bekennen sich ausdrücklich zu ihrem Devotismus und nennen sich selbst „Muslime“ = Die Unterwürfigen.

Die Gesetze der Scharia dokumentieren die inhumane Schlichtheit muslimischen Denkens, das auf den Koran – und damit auf den „Allmächtigen“ ausgerichtet ist. Dabei ist ihr Idol, das sie Allah nennen, in Wahrheit der jüdische Gott Jahwe – der von der aaronitischen Priesterschaft der israelitischen Leviten zur solitären Gottfigur entwickelt wurde. Es ist paradox: Die Muslime unterwerfen sich dem Gott ihres Erzfeindes. Jahwe war ursprünglich ein eher unbedeutender Berggott neben weiteren Gottheiten wie Baal, El und Astarte. Vor seinem Aufstieg galt er als Partner der Fruchtbarkeitsgöttin Aschera. Im Laufe der Zeit wuchs er, von phantasietriefenden Legenden getragen, zum Schöpfergott der drei abrahamitischen Religionen heran. Seine Macht ist abstrus: Viele orthodoxe Juden fürchten ihren selbst kreierten Gott immer noch so sehr, dass sie vermeiden, seinen Namen auszusprechen oder zu schreiben. Christliche Bischöfe haben ihn im 4. Jahrhundert auf den Konzilen von Nicäa und Konstantinopel als Gottvater in ihre Trinität eingebaut – und bei den Muslimen stellt er Allah dar. Vom „Propheten“ Mohammed wurde er lediglich – quasi als Marketingmaßnahme – durch ein fabelhaftes, sinnliches Paradies, über das er von Haus aus nicht verfügte, aufgewertet.

Das Copyright „Allah“ liegt also nicht bei dem fragwürdigen Psychopathen Mohammed, sondern bei den Gottesmännern der israelitischen Hirtenstämme, die etwa in der Zeit des ägyptischen Pharaos Ramses II. lebten, bzw. bei ihren Nachfolgern, den Verfassern der jüdischen Thora. Ihnen genügte ihr Gottphantom als Drohkulisse zur Volksdisziplinierung. Die Betonung der Aspekte „soziale Humanität“ – „göttliche Gnade“ – „höllische Strafen“ und „jenseitige Belohnung“ kam erst durch Jesus bzw. Mohammed dazu. So wurden die Ableger der ursprünglichen Gesetzesreligion unter dem Motto „Zuckerbrot und Peitsche“ smarter und eigenständig. Man kann den Vorgang auch Produktentwicklung oder Modellpflege nennen. Das Ganze bleibt aber eine Mogelpackung, weil sowohl Christentum wie Islam die Phantasiefigur Jahwe als Basis haben.

Betrachteten Gottgläubige ihre Religion unter Einsatz einer größeren Portion Ratio, dürften sie erkennen: Die gesamte Lehre ist ein hypothetisches Gebilde aus unverfrorener Anmaßung. Diese Wertung wäre der erste Schritt zur Befreiung von religiösen Theorien und Zwängen. Ein Schritt, der zu einer modernen religionsunabhängigen Ethik und Moral führen könnte – zu einem selbstbestimmten Leben, das ohne Gottphantom und Jenseitsillusionen auskommt. In diesem Zusammenhang gilt: Das Destruktive ist Grundlage und Voraussetzung des Konstruktiven – also: Demontage des irrationalen Glaubens zugunsten einer freien, rationalen irdischen Entfaltung.

Zu den Errungenschaften des aufgeklärten Europas zählt, dass Religionen und ihre Protagonisten keinen Artenschutz beanspruchen können und eine analytische Bewertung im Rahmen der Meinungsfreiheit ertragen müssen. In Europa ist Jedem freigestellt, unter Beachtung der staatlichen Regeln, nach „seiner Fasson“ zu leben – und zu glauben. Dieses hohe Gut soll hier nicht in Frage gestellt werden – die kritische Sicht will nicht diskreditieren und den hohen Wert der Religionsfreiheit herabwürdigen. Das Recht auf das Ausleben „religiöser Gefühle“ öffnet allerdings auch Tür und Tor für fremde theistische Machtgebilde wie den Islam, dessen totalitäre faschistische Ideologie den freiheitlichen europäischen Werten konträr entgegensteht. Im Westen rangieren seit der Aufklärung eben diese Werte über der Zielsetzung religiöser Gruppen, Einfluss auszuüben und mit Hilfe ihres Gottphantoms Dominanz anzustreben. Weil der Islam als Volksbeherrschungssystem agiert und die Phase der Aufklärung noch vor sich hat, ist er mit der europäischen Kultur nicht kompatibel. Der Islam gehört weder zu Deutschland, noch zu Europa. Er gehört dorthin, wo er herkommt: In die Wüste.

 

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