„Miss Germany“-Wahl wird politisch korrekt

Die neuen Kandidatinnen bei der Miss Germany Wahl (Foto: Von meunierd/Shutterstock)

Hurra! Endlich ein weiterer Erfolg auf dem Weg eine gerechtere femininere Welt. Wie die Junge Freiheit meldet, werden die Kandidatinnen bei der Schönheitswahl nicht mehr im Bikini auftreten.

 Von Nils Kröger

(…) Statt dessen sollen sich die Frauen ab dem kommenden Jahr in einem „Sommer-Outfit“ präsentieren. „Wir brauchen keine Bademode, um die Teilnehmerinnen wirklich kennenzulernen“, sagte Miss-Germany-Geschäftsführer Max Klemmer der Nachrichtenagentur dpa. Statt dessen wolle man die Bewerberinnen „als Persönlichkeit herausstellen“. Dafür sei der Bikini-Durchgang „nicht sehr relevant“ gewesen. (…)

 Ja, bei einem Schönheitswettbewerb zählen wahrlich die inneren Werte. Mir stellt sich aber die Frage, warum diese Entscheidung nicht schon seit Anbeginn solcher Veranstaltungen getroffen wurde? Ein Blick  in den angloamerikanischen Raum (wie konnte es anders sein) sollte Aufschluss geben. Denn Gretchen Carlson (Chefin von Miss America) kündigte ebenfalls an, auf eine solche Runde zu verzichten.

„Wir werden unsere Kandidatinnen nicht mehr nach ihrer äußeren physischen Erscheinung beurteilen“, sagte die Miss-America-Gewinnerin von 1989. Zudem sei der geänderte Modus ein Tribut an die „kulturelle Revolution in unserem Land“, betonte Carlson, die ihren früheren Fox-News-Kollegen Bill O’Reilly sexueller Übergriffe beschuldigte, mit Blick auf die MeToo-Bewegung. (…)

Die Hinweise „kulturelle Revolution“ und „MeToo-Bewegung“ beantworten eigentlich alle Fragen oder besser gesagt, dienen schlicht als Totschlagargument. Diesen Unsinn gibt’s ja schließlich auch in der Variante „Alltagsrassismus“ (#MeTwo lässt grüßen). Ebenfalls sei hier an die Formel 1 erinnert. Denn dort sind die „Grid Girls“ seit dieser Saison auch Geschichte. Nun stellt sich die zweite Frage: „Warum fragt eigentlich niemand die teilnehmenden Frauen?“ Die haben seit Jahren diesen Spaß FREIWILLIG mitgemacht. Die hat niemand dazu gezwungen. Deshalb auch die dritte Frage: „Weshalb sollten sie denn ihre ansehnlichen Körper nicht der Öffentlichkeit präsentieren?“ Viertens: „Werden da wieder irgendwelche herbeihalluzinierten Gefühle von irgendeinem verletzt?“  Jetzt kommt aber der entscheidende Teil des gesamten Artikels.

 (…) Mit der Sexismusdebatte habe der Beschluß „absolut gar nichts zu tun“. Ein guter Körper und ein gesunder Lebensstil gehörten auch weiterhin zu den Anforderungen. Die Schönheitskönigin solle aber vor allem eine Vorbildfunktion erfüllen. Dafür sei keine Bademode nötig. Neu ist im kommenden Jahr auch eine Interviewrunde. Darin sollen die Damen nach dem Willen des Veranstalters ihre politische Einstellung darlegen.

 Wie ein guter Körper in einem „Sommer-Outfit“ beurteilt werden soll, bedarf sicherlich noch der Klärung. Ein luftiger Poncho oder ein „knöchellanges Gewand“ plus “Kopfbedeckung“ (das in deutschen Städten immer öfter zu sehen ist) zählt doch bestimmt auch dazu. Der Knaller ist aber, dass die Mädels ihre politische Einstellung darlegen sollen.

Die Antwort entscheidet dann zu 99,99 Prozent über die Siegerin. In diesem Land lebt es sich wirklich gut und gerne.

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