Hamburg baut Flüchtlingshäuser für 25.000 Euro – nun werden sie bei Ebay für 1000 Euro verschleudert

Holzhaus (Bild: shutterstock.com/Von Crisferra)
Holzhaus (Symbolbild: shutterstock.com/Von Crisferra)
Hamburg – Ende 2015 wurden auf Steuerzahlerkosten 60 Holzhäuser als Erstunterkunft für maximal 800 Hereingeflüchtete im Jenfelder Moorpark errichtet. Die Kosten pro Gebäude: 25.000 Euro. Jetzt werden die 28 Quadratmeter großen Häuser ab 1.000 Euro bei Ebay verscherbelt. 

Das Projekt hat die Stadt Hamburg – sprich den Steuerzahler – 1,8 Millionen Euro gekostet, so die Mopo. Die rundum versorgten Immigranten leben mittlerweile in Folgeunterkünften oder bereits in ebenfalls vom Steuerzahler finanzierten privaten Wohnungen. Deshalb soll der Jenfelder Moorpark, der seit einem Dreivierteljahr geschlossen ist, wieder frei zugänglich werden.

Einige der 60 Häuser wurden Schulen oder Sportvereinen angeboten und einfach verschenkt. Die restlichen Unterkünfte werden jetzt bei Ebay für 1.000 Euro verramscht.

Bislang wurde noch keine einzige der durch Steuergelder finanzierten ehemaligen Flüchtlingsunterkünfte an den Mann gebracht. Zu den Anschaffungskosten von 1.000 Euro kämen für Interessierte nämlich noch erhebliche Zusatzkosten hinzu. Mit einer Grundfläche von 5,9 mal 5 Metern können die Häuser nur mit Hilfe eines Schwertransports an einen neuen Ort verfrachtet werden, so die Mopo, was allein 5.000 Euro kostet.  Diese Kosten würden Käufer abschrecken, meint auch der „Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge“ (ZKF).

Die Frage, ob die Unterkünfte nicht anderweitig genutzt und beispielsweise als Schlafstätte für Wohnungslose vergeben werden könnten, beantwortete der ZKF so: Er würde Obdachlosen und Bedürftigen zwar gerne helfen, doch bislang habe sich keine Organisation gemeldet. Das Problem: Der Jenfelder Moorpark selbst soll nicht weiter als Standort genutzt werden, andere Flächen zu finden ist aber schwierig: Die winterbeständigen Häuser benötigen Platz, der im öffentlichen Raum kaum gegeben ist. Was für Flüchtlinge ohne Probleme durchsetzt bar ist, gilt für deutsche Obdachlose noch lange nicht. (SB)

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