Der menschengemachte Makel

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Volkeswille bedeutet Demokratie (Foto: Durch NothingIsEverything/Shutterstock)

Die Alternative zum Altsystem ist die Aufrichtigkeit. Nicht irgendein Parteiprogramm, das als solches nur ein Ergebnis von Denkprozessen und Erfahrungen ist. Denn nichts ist mehr institutionalisiert in diesem Land als das Treten nach unten und Buckeln nach oben, das Schleimen und Kriechen. Das Schweigen, Jasagen und Nichtdenken. Auf allen Ebenen. Vor allem am Trog der Macht, in den Parteizentralen und Redaktionsstuben.

Von Nadine Hoffmann (P.I.NEWS)

Deutschland leidet an seiner systemischen Feigheit. Und zurecht wurde konstatiert, dass bei den Markenzeichen dieses Systems, den Altparteien, eine Negativauslese der Dummschwätzer und Feiglinge besteht. Oder wie erklärt man einen Stegner?

Überhaupt ist die SPD das geeignete Beispiel für eine Partei, bei der seit Jahren die größten A… nach oben gespült werden. Leute, die nie in ihrem Leben wirklich gearbeitet und selbst gedacht haben und, fast noch schlimmer, nicht den Hauch an Empathie für die Malocher und nicht den geringsten Ansatz zur Denkfähigkeit besitzen.

Sie schauen auf die Leistungsträger herab, die mit ihrem Einsatz den Laden am Laufen halten und einer vollkommen inkompetenten Person wie Claudia Roth, um auf die nächste überflüssige Partei zu kommen, unfreiwillig die Ferienvilla in der Türkei finanzieren. Der Schaffende und Denkende wird von einer ekelhaft arroganten Kaste tyrannisiert.

Nein, in dieser Politik findet sich kaum jemand, der den Grips und den Mut hätte, sich heutzutage noch den „Herausforderungen“ der Selbständigkeit zu stellen, ein Handwerk zu erlernen, alten Leuten den Hintern abzuwischen, eine Firma in der „echten Welt“ zu gründen oder in irgendeiner anderen Art und Weise den Lohn eigens zu erwirtschaften. Stattdessen tummeln sich in den Politikschmieden lauter Leute, die vom Staat leben und in irgendeinem Parlament ihre Eier schaukeln wollen.

Und auch hier gilt, eine echte Alternative dazu kann nur aus einer Bewegung bestehen, die rigoros solchen Karrieristen und Opportunisten nicht nur den Spiegel vorhält, sondern sie auch konsequent fernhält, die diese gefährliche Naivität gegenüber Selbstdarstellern abgelegt hat. Nur diese Radikalität sorgt dafür, dass sich ein System verändert.

Charakterschwache haben dieses Land ruiniert, nur Charakterstarke können es wieder aufbauen. Menschen, die Ehrlichkeit, wenn nötig, über die eigene Laufbahn stellen und nicht davor zurückschrecken, anderen die Meinung immer wieder ins Gesicht zu sagen, bis es quietscht. Ein alternatives System muss erstklassige Chefs haben, die wiederum erstklassiges Personal einstellen, sollte Mitglieder haben, die vom Argwohn des Denkbefreiten nicht tangiert werden, darf nicht um sich selbst kreisen. Erst dann ist es glaubwürdig.

Die große Frage ist, inwieweit in diesem sich zur eigenen Knechtschaft entschlossenen Land mit der wohl höchsten Staatsgläubigkeit noch vor Nordkorea, sich eine derart „neue“ Bewegung in der gebotenen Zeit etablieren kann, ohne, dass altpolitische Zustände nicht auch dort einkehren. Weil zu viele wegsehen oder zu wenige hinsehen. Man wird sehen.

Das Problem sind jedoch, wie man sieht, nicht nur die Funktionsträger an sich, sondern auch die, die jene in ihre Ämter gewählt haben oder sich aus Entscheidungsprozessen heraushalten. Die motzenden Nichtwähler, die lautstarken Nichtstuer und apathischen Systemstützen.

Der menschliche Makel existiert überall. Die Masse bewegt sich langsam. Während die halbe Welt über Deutschland den Kopf schüttelt, schlurft der Michel seinen all-inklusive-Drink, weil der ja nichts gekostet hat, und ist sich sicher, dass sich auch nächstes Jahr kein Illegaler jenseits der Obergrenze ins deutsche Sozialsystem setzt.

Sollten Dummheit und Feigheit menschliche Zutaten sein, dann menschelt es in Deutschland ganz gewaltig. Allen kreischenden Rassismusdebatten zum Trotz. Es menschelt jeden Tag: Wenn ein Migrant eine Jugendliche bedrängt und niemand einschreitet, wenn ein Tierschänder einen Hund tritt und keiner dazwischen geht, wenn ein Junge auf dem Schulhof gemobbt wird und alle wegsehen. Ja, dann „menschelt“ es so richtig in Deutschland, dem Land der mediengeilen Maulhelden.

Die Veränderung, die Deutschland braucht, fängt nicht erst auf Landes- oder Bundesniveau an, nicht mal auf Kommunalebene. Die rettende Alternative geht von jedem einzelnen Bürger aus, oder eben auch nicht.

Und die große Hoffnung liegt darin, dass es die Mutigen sind, die sich um die Alternative bemühen und nicht die Feiglinge, die ihrem Makel nur eine andere Verpackung geben wollen.


(Die Autorin ist Diplom-Biologin und Mitglied der AfD-Thüringen)

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