Studentenparlament: Männer-Redeverbot, wenn keine Frau mehr sprechen will

Mann, halt den Mund (Bild: Von TunedIn by Westend61/shutterstock.com)
Mann, halt den Mund (Bild: Von TunedIn by Westend61/shutterstock.com)

Das Studentenparlament der Berliner Humboldt-Universität hat eine neue Regel aufgestellt. Sie nennt sich „harte Quotierung“ und bedeutet, dass jede Debatte beendet wird, wenn sich Männer zu Wort melden, aber keine Frauen.

Dass die Zeiten der weltweit bewunderten deutschen universitären Bildung bereits lange zurückliegen und der destruktive linke Zeitgeist sich wie ein faulendes Tuch über die deutsche Bildungslandschaft gelegt hat, zeigt sich sowohl bei Gender-Studiengängen, wie auch an den sogenannten Studierendengremien, die durch ihre links- bis linksextremistische Gesinnung den Universitätsbetrieb lahmlegen.

An der einst renommierten Berliner Humboldt-Universität hat sich das Studentenparlament etwas ganz Besonders ausgedacht. Es nennt sich „harte Quotierung“ und bedeutet, dass jede Debatte beendet wird, wenn sich nur noch Männer zu Wort melden, aber keine Frauen. Diese Regel soll für angebliche Gleichberechtigung, also dafür, dass Männer in einer Besprechung nicht mehr reden als Frauen. Die Quotierung der Rednerliste ist eine alte Erfindung der Grünen, wie Gunnar Schupelius in der B.Z. schreibt. Allerdings steigert die „Studierenden“-Idee diese Praxis noch dadurch, den Männern Redeverbot zu erteilen, wenn keine Frau mehr sprechen will.

Da der irrsinnige Gendermainstreaming-Aspekt – der davon ausgeht, dass das Geschlecht wechselbar wie eine alte Unterhose ist – im Beschluss ebenfalls aufzutauchen hat, wird klar, in welcher linken Gedankenwelt die „Studierenden“ mittlerweile herumirren: „Eine sich weiblich identifizierende Person“ soll auf der Rednerliste vor die erste „sich männlich identifizierende Person“ gezogen werden, sofern davor nicht bereits eine „sich weiblich identifizierende Person“ steht. Stehen nur noch drei „sich männlich identifizierende Personen“ auf der Redeliste, wird die Debatte beendet.

Normal wäre, dass die Universitätsleitung soviel ausgemachten Blödsinn einfach untersagt und zu einem – seit langem nicht mehr vorhandenen – geregelten Studienalltag übergeht. Stattdessen verlangt das Studienparlament eine „rechtliche Prüfung“. Die zuständige Senatsverwaltung für Wissenschaft, die vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) geführt wird, teilte Anfang Juli mit, der Senat erwarte, dass die Präsidentin der Humboldt-Universität den Beschluss für unwirksam erklärt. Das ist bisher noch nicht geschehen.

Wie Schupelius richtig erkennt, ist der Beschluss des mehr als überflüssigen Studentenparlaments ein Ausdruck der Unbildung und Verblendung und folgt einer radikalen Ideologie. Ein solch ausgemachter links-feministischer Unfug wie der Beschluss zur „harten Quotierung“ kommt zustande, wenn intellektuelle Opposition fehlt und Ideologen ihre Ideen ungehindert platzieren können. Nicht bekämpfte Absurditäten von heute sind die akzeptierten Parolen von morgen. Nirgends kann das besser beobachtet werden als an staatlichen Universitäten, die zu linken Kaderschmieden verkommen sind. (SB)

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