EIL: Nächstes Gericht entscheidet: Bin-Laden-Leibwächter muss zurück nach Deutschland

Ex-Bin-Laden-Bodyguard Sami A. Screenshot: YouTube

Nun hat auch das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden, dass Sami A. nach Deutschland zurückgeholt werden muss. Die Stadt Bochum ist mit einer Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen gescheitert.

Der islamische Gefährder war am 13. Juli in sein Heimatland Tunesien abgeschoben worden. Allerdings hatte das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Tag zuvor eine Abschiebung noch untersagt. Diesen Beschluss hatte das BAMF allerdings erst erreicht, als Sami A. bereits im Flugzeug saß. Begründung: Der frühere Al-Quaida-Mann könnte in Tunesien gefoltert werden.

Doch dem ist ganz offenbar nicht so: Sami A. wurde für die Dauer der gegen ihn gerichteten Terror-Ermittlungen in Tunesien sogar auf freien Fuß gesetzt. Nach eigenen Angaben wurde er auch nicht gefoltert. Lediglich der Pass wurde ihm entzogen, damit ihm in dem nordafrikansichen Land der Prozess gemacht werden kann, ohne dass er flieht.

Das ficht die Richter nicht an. Sie verlangen, dass der als gefährlich eingestufte Mann sofort zurückgebracht wird. Deutschland dürfte das einzige Land der Welt sein, dass einen Islamisten aus dem Osama-bin-Laden-Umfeld unbedingt im Land haben will. (WS)

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