Anzeige wegen eines Fotos: Jetzt ist sogar Barbara Schöneberger Opfer von Internet-Blockwarten

Dieses Bild von Barbara Schöneberger rief die Internet-Blockwarte auf den Plan. Foto: Screenshot Instagram

Der deutsche Internet-Denunziant schlägt wieder zu. Diesmal trifft es die Moderatorin Barbara Schöneberger. Weil sie auf Instagram ein vermeintliches Selfie aus dem Auto postete, schalteten mehrere Follower die Polizei ein. Denn: Handy am Steuer ist ja verboten. Die Polizei prüfte aufwendig den Fall.

Es geht um ein Foto, das die die 44-Jährige mit wehenden Haaren, herausgesteckter Zunge und Sonnenbrille im Wagen zeigt. In der Spiegelung ihrer Brillengläser wollen Follower erkennen, dass die Moderatorin Auto fährt, während sie ihr Handy in der linken Hand hält, um das Selfie zu machen. Sie postete das Bild mit dem Wort „Hilfe!“ Ob es sich überhaupt, um ein Selfie handelt oder nicht von einer auf dem Armaturenbrett installierten Dashcam aufgenommen wurde, ist zudem ungeklärt.

Belanglose Selbstdarstellung – ein humoristisches Häppchen für Fans, um sie bei Laune zu halten. Doch viele User haben eben keinen Humor. Sie schickten das Foto zur Polizei und kommentierten u.a. „Handy am Steuer, das gibt Ärger“. Dabei markierte der Follower gleich mehrere Polizeiinspektionen. Eine Frau schrieb: „Das Selfie werde ich mal an die Polizei senden, ist bestimmt interessant für die. Seitlich kann man sehen, du fährst. Unmöglich.“

Die Blockwartmentalität mancher Menschen kennt offenbar keine Grenzen. Die Erfahrung müssen auch Konservative machen, wenn sie bei Twitter oder Facebook ihre Meinung posten. Tausendfach werden sie gemeldet und zum Teil sogar gesperrt.

Die Münchner Polizei hat das angebliche Selfie inzwischen geprüft und gab bekannt, dass es sich womöglich um eine Fotomontage handele. Der Straßenhintergrund passe demnach nicht zu dem Bild, das sich in der Sonnenbrille der Moderatorin spiegele. Eine Strafe habe Barbara Schöneberger nicht zu erwarten, da unklar sei, ob das Selfie tatsächlich während der Fahrt gemacht worden sei. Außerdem sei weder ein genauer Tatort noch Tatzeit auszumachen, so der Polizeisprecher, berichtet die tz.

Inzwischen legte Barbara Schöneberger nach und postete erneut ein Bild aus einem – diesmal anderen – Auto. „Bewegen sich die Bäume im Hintergrund?“, fragte sie provokativ. Würden sie es tun, hätte sie ja wieder während der Fahrt fotografiert… Noch ist nicht bekannt, ob auch dieses Foto von der Polizei geprüft werden muss, weil die Denunzianten die Beamten erneut mit Anzeigen bombardieren. (WS)

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