Österreich: Schluss mit dem Schächten in Hinterhöfen

Schächten im Hinterhof (Foto: Von Michal Pesata/Shutterstock)
Schächten im Hinterhof (Foto: Von Michal Pesata/Shutterstock)
Mit den grausamen Hinterhof-Schlachtungen ist in unserem Nachbarland in Zukunft vorbei. Ab dem 15. August greift ein Erlass des österreichischen Sozialministeriums, mit dem dem Tierleid bei illegalen Schlachtungen ein Ende gesetzt werden soll.
In Österreich werden, so lauten die Schätzungen von Experten, jedes Jahr rund 25.000 Schafe an nicht dafür zugelassenen Orten zu Tode gequält. Also in irgendeinem Hinterhof oder in der Badewanne geschlachtet. Möglich ist dies, weil die derzeitigen Kontrollen in Österreich sehr leicht zu umgehen sind. Ein neuer Erlass des Sozialministeriums, der rechtzeitig vor dem islamischen Opferfest in Kraft tritt, soll den archaischen islamischen Ritualen nun ein Ende bereiten.
Wie die Krone berichtet, habe die bisherige Regelung Ausnahmen bei der Kontrolle vorgesehen. Und zwar dann, wenn das Tier kurz vor der Schlachtung pro forma an jene Person weitergereicht wird, die auch das Fleisch erhalten soll. Laut Datenbank gibt es einen Betrieb, der im Jahr 2017 auf diese Art und Weise 3000 Schafe vermarktete – und so die Untersuchungspflicht umging.
Damit ist nun Schluss. Alle Betriebe, die im vergangenen Jahr mehr als 100 Tiere im Rahmen der Ausnahme vermarktet haben, werden genau unter die Lupe genommen. In Zukunft soll die Ausnahme nun wirklich nur noch für den Eigenbedarf gelten.
Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) teilt auf seiner Facebookseite mit, dass es ihm wichtig sei, das Tierleid bei illegalen Schlachtungen bzw. Schächtungen zu verhindern. Derartige Praktiken würden jeglichen Standards in Österreich widersprechen. Rituelle, ordnungsgemäß durchgeführte Schächtungen etwa in koscheren Schlachtbetrieben sind weiter erlaubt.
In Deutschland echauffiert sich der Mainstream aktuell über die AfD-Kampagne „Mähtoo“ (Jouwatch berichtete). (SB)

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