Salvini will die vor der libyschen Küste „geretteten“ Aquarius-Flüchtlinge wieder nicht aufnehmen

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Die Reaktion auf die erneute Schlepperei der „Aquarius“ ließ nicht lange auf sich warten: Sie „wird sicher nicht in einem italienischen Hafen anlegen“, sagte Italiens Innenminister Matteo Salvini. Wie Jouwatch berichtete, hat das NGO-Schiff 141 Migranten vor der Küste Libyens aufgenommen und will sie nach Europa bringen.

Die Organisationen „Ärzte ohne Grenzen“ und „SOS Mediterranee“ hatten nach ihrer Abfahrt von Marseille angekündigt, in der von der libyschen Küstenwache beobachteten Rettungszone bleiben zu wollen, um Ausschau nach „Flüchtlingen“ zu halten. Dann nahm die Besatzung vor der Hafenstadt Suwara zunächst 25 Migranten auf, kurz darauf dann weitere 116 .

Schon bei ihrer letzten Schlepper-Mission hatte die italienische Regierung der „Aquarius“ untersagt, mit Hunderten Afrikanern in einen Hafen des Landes einzulaufen. Sie fuhr letztlich ins spanische Valencia und lieferte ihre Fracht bei der neuen sozialistischen Regierung, ab die sie großteils mit Bussen weiter Richtung Deutschland schickte.

Mittlerweile fängt die libysche Küstenwache viele Bootsflüchtlinge in ihren Hoheitsgewässern ab und bringt sie zurück ins Land. Das will die „Aquarius“ offenbar verhindern. Sie kreuzt in einer Region, die Libyen kürzlich als eigene Such- und Rettungszone ausgerufen hatte und in der es für die Koordination von Rettungen zuständig ist und will die Afrikaner nach Europa bringen. Salvini will diese Pläne durchkreuzen, wie er in einem Radio-Interview sagte. Ob die NGO nun gleich Spanien ansteuert, ist noch unklar.  (WS)

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