Günther wegen Linkspartei-Vorstoß CDU-intern unter Beschuss

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Berlin – Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), stößt mit seinem Vorstoß für Koalitionen seiner Partei mit der Linkspartei auf scharfe Kritik in der CDU. Eine solche Debatte kurz vor dem Jahrestag des Mauerbaus vom 13. August 1961 loszutreten sei „geschichtsvergessen“, sagte der Bundestagsabgeordnete und frühere Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner, dem „Handelsblatt“. Die Linkspartei stehe in juristischer und historischer Kontinuität mit der SED. „Eine Partei, die sich ihrer dunklen Vergangenheit bis heute nicht glaubhaft gestellt hat, kann kein Partner der CDU sein.“

Auch der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach ging auf Distanz zu Günther. „Glaubt er, von Kiel aus den ostdeutschen CDU-Landesverbänden diesen Rat erteilen zu müssen, weil sie selber nicht in der Lage seien, richtige Koalitionsentscheidungen treffen zu können?“, sagte Bosbach dem „Handelsblatt“. Und: „Würde er selber, wenn die von ihm erwähnten Bedingungen erfüllt sind, für ein Bündnis mit der Linkspartei plädieren?“ Bosbach bezweifelte zudem den Nutzen der Debatte für seine Partei.

„Glaubt er ernsthaft, dass sie der CDU hilft?“ . Bosbach warnte in diesem Zusammenhang davor, falsche Erwartungen zu erwecken. „Mich würde wirklich interessieren, was Herr Günther ganz konkret unter der Formulierung ‚Offenheit für Koalitionen mit der Linkspartei‘ versteht“, sagte er.

„Ich hoffe nicht, dass damit gemeint ist, politische Überzeugungen der Union aufzugeben, um für die Linkspartei koalitionsfähig zu werden.“ Falls nicht, solle er sagen, wo er denn ein für Koalitionsbildungen ein „hinreichendes Maß an politischen Gemeinsamkeiten zwischen der CDU und der Linkspartei auf Länderebene“ sehe.

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12 Kommentare

  1. Was soll es, unter Merkel ist die CDU ohnehin schon links. Das fällt nicht mehr auf. skrupellos sind sie auch. Insofern..

  2. Im Moment wird der Gedanke an eine Koalition noch brüsk zurückgewiesen, auch weil Landtagswahlen anstehen. Dann kommt ein Zweiter, der den Vorschlag macht und die Zurückweisung ist schon weniger massiv, denn eigentlich hat sich die CDU schon längst mit dem Gedanken angefreundet. Beim dritten Mal stimmt man dann „zum Wohle Deutschlands und weil man Verantwortung übernehmen will“ natürlich zu. Es geht um Machterhalt, denn die CDU ist mit Deutschland noch nicht fertig. Es winkt die diktatorische Macht auf ewig, da stören frühere Überzeugungen nur.

    • Im Grunde genommen agiert die CDU doch schon mit den Linken, z.B. bei so GaGa-Gesetzen wie Gender, Invasorenaufnahme, Steuerschraube, etc.
      Und es kommt noch besser: Die kleinen Nuancen der Unterschiedlichkeit existieren für Merkel doch gar nicht mehr.

  3. Günther CDU , ist einer von dieser neuen gegenderten Männergeneration und deshalb ist er politisch ein sehr gefährlicher Mann. Verweichlichtes Mamasöhnchen, ultragrüne Ansichten und einen Merkel Ödipus Komplex. Auch trauert er Robert Habeck von den Grünen nach, was nicht normal ist ! Habeck wechselt von Schleswig-Holstein nach Berlin . Von diesem Günther Männertyp a la, nicht Fisch, nicht Fleisch, wimmelt es mittlerweile in der Politik.

  4. Günther ist ein Ziehkind der links/grünen Kanzlerin beliebig und inhaltsleer, ein weiters Fähnchen im Wind. Er rudert zurück, aber nur ein klein wenig und weils nicht gut ankam. Es wäre eigentlich nur konsequent, wenn es zu einer CDU /SED Koalition käme. Aber leider ist die Kanzlerin alles andere als konsequent.

  5. Dieser Günther sagt wenigsten ganz offen WO der Weg hingeht.

    WER vermutet dass die CDU die bessere Alternative ist sollte jetzt eines besseren belehrt worden sein.

  6. Unter Beschuss? Wohl nur deshalb, weil er ‚ausgeplaudert‘ hat, was Merkel & Konsorten mit uns vorhaben – aber so wie’s aussieht, haben 87% der Waehler nichts dagegen…

  7. „Ich hoffe nicht, dass damit gemeint ist, politische Überzeugungen der Union aufzugeben um für die Linkspartei koalitionsfähig zu werden.“

    Meint Bosbach die konservativen Überzeugungen, die die CDU mal hatte? Die sind dank der linksgrünen Merkel und dank des Heuchlers Bosbach, der diese Merkel bei jeder Wahl, zuletzt in NRW unterstützt hat, schon lange futsch. Die CDU ist schon längst zu einer linken Partei verkommen, die nicht das Geringste mehr mit der CDU früherer Tage gemein hat. Insofern ist Günther nur konsequent. CDU und Linke passen mittlerweile bestens zusammen. Wo ist der Unterschied zwischen Mauerpartei und einer CDU, die unsere Grenzen entsorgt hat und Millionen islamische Schwerverbrecher ins Land geholt hat. An der Mauer sind zwischen 1961 und 1989 mindestens 141 Menschen umgekommen, also in 28 Jahren. Wie viele Deutsche sind inzwischen in in den letzten 3 Jahren der Merkelregierung umgekommen? Rechnet man diese Zahl auf 28 Jahre hoch, wer ist dann schlimmer. Und die wirklichen schlimmen Zeiten kommen erst noch.

  8. Günther hat der cdu die Maske entrissen und was sehen wir das ungeschminkte Gesicht der neuen politischen Ausrichtung der cdu!

  9. CDU will mit den NAZIS von der SED paktieren…………Warum denn nicht? Ehrlichkeit wird belohnt………vom „verwirrten“ Wähler…..
    Asozial(isten) müssen zusammen halten…….nä…………;-)

    Aber schön der Reihe nach:
    Jetzt muss der „verwirrte oder verirrte“ Wähler erst einmal der Scharia-Partei CSU an die Macht verhelfen, um das Merkel`sche asozial(istisch)e Hochverrat- u. Umvolkungs-Regime zu stabilisieren….

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