Sibel Schick: Männer sind Arschlöcher

Misspiggy-Magazin: Männer sind Arschlöcher. (Foto: Screenshot Youtube)

Sibel Schick, von einer attraktiven jungen Frau kaum zu unterscheiden, wurde 1985 in der Türkei geboren und kam 2009 nach Deutschland. Weil man es hierzulande schick findet, darf die 33-Jährige im Miss pigg …  puss … y-Magazin auch ein selbstgemachtes Gedicht voll der Vrouwenpower veröffentlichen.  „Männer sind Arschlöcher“, heißt es. Der Anschiß.

Von Max Erdinger

Sibel, hier her! Was soll denn das da heißen?

Der eine ist schön, der andere heiß,
Auch der Süßeste davon beißt.
Denn es ist ein strukturelles Problem,
Dass Männer Arschlöcher sind.

Woher weißt du denn das?  Du wirst doch wohl nicht in der Gegend herum … äh … flirten? ? Und wenn doch: Wieso flirtest du eigentlich mit Arschlöchern?

Ich kenne Männer, die sind voll okay,
Aber auch die können so nerven, ey.

Ay-ey-ey … wenn die mal nicht vorher schon von dir genervt gewesen sind, Sibel.

Der eine lügt, der andere ist laut,

Das ist deswegen so, weil du die Wahrheit nicht vertragen kannst und stressig wirst, wenn sie der Eine dir erzählt, während der Andere laut lacht.

Gibt nicht mal zu, wenn er Scheiße baut.

Kann bloß deine blöden Kommentare nicht leiden. Das ist alles. Auf zur nächsten Strophe.

Die Dichterschickse …

Ich habe Kumpels, verliebt war ich auch mal.
Wenn du mich fragst, mach ich’s noch mal.
Auch der Netteste profitiert vom Arschlochsein,
Und setzt sich nicht gegen das Patriarchat ein.

Ah, du bist mit deiner persönlichen Profitsituation unzufrieden. Na sag´s doch gleich, statt hier umständlich Dichtmasse zu verschmieren. Das haben Frauen oft. Das ist kein spezielles Dichterinnenproblem. Beruhige dich.

Süße nette Männer, die mir zuhören,
Nicken brav zu und sagen: „Ich würd gern lernen.“

Das tut mir leid, Sibel, daß du noch keine richtigen Männer kennengelernt hast. Wie´s wohl kommt? Die würden so etwas Dummes nämlich nie sagen, glaub´mir. Ich könnte dein Vater sein, der für dich zuständige Patriarch, wenn deine Mutter die Schwägerin meiner Schwester geworden wäre. Patriarchen versuchen immer, das Beste aus den Köpfen ihrer Töchter zu machen.

Mach doch weiter, es dauert nicht lange,
Bis er sagt: „Du gibst zu viel Kante.“

Er ist eben Optimist und hat damit gerechnet, daß du verstehst, was er meint. Deswegen hat er es vorläufig nur gesagt.

Fühlt sich ein Mann von dir bedroht,
Spricht er dir die Erfahrung ab.
Wer von meiner Existenz beleidigt wird,
Dem klatsch ich gern eine rein.

Ich würde auch erst einmal davon ausgehen, daß du noch nicht viele Messerkämpfe gewonnen hast. Und Messer müsste schon sein, damit sich ein richtiger Mann von dir bedroht fühlt. Sibel, mein Kind, nun hör´einmal zu: Du sollst nicht nach Männern schlagen. Du könntest dir wehtun dabei. Das kann doch niemand wollen, oder? Zuletzt gäbe es noch Dichtungspause. Und das wäre erst ein kultureller Ausfall …

Einzelne Männer sind schon ganz okay,
In Gruppen wird’s schwierig.

Ja, wenn du nicht so ein Naturtalent bist, dann probier´s halt erst mal mit zwei oder drei von den Arschlöchern. Haben schon andere gelernt. Klügere z.B. …

Denn es hat System und Struktur,
Dass Männer Arschlöcher sind.

Wollen mal so sagen, Sibel: Es hat System und Struktur, daß sie welche haben. Du könntest aber mal einen hübschen Besinnungsaufsatz schreiben bis morgen, Thema: „Strukturelles Arschlochsprofit-Defizit: Brauchen wir die Arschlöcherquote für Frauen?“

Du sagst: „Nicht alle Männer sind gleich.“
Ich sage: „Ist das nicht irrelevant vielleicht?“
Denn es ist ein strukturelles Problem,
Und ja, es ist kein individuelles Problem,
Und nein, es geht nicht um Ausnahmen,
Denn es ist ein weltweites Phänomen,
Dass Männer Arschlöcher sind.

Ich verrate dir mal was, Sibeldichtungs-Schickse: Wenn du auf alles verzichten müsstest, was die weltweiten Arschlöcher erfunden haben, damit du im Internet hundsmiserable Gedichte über Männer veröffentlichen – und außerdem auch noch ein Foto von dir herzeigen kannst, dann wärst du jetzt nicht im Misspiggy … egal jetzt … magazin, sondern ganz woanders. Du wärst vermutlich noch nicht mal entdeckt worden in der Höhle, in der du müffelnd, mit zotteligen, fettigen Haaren im Finstern hocken würdest, um – selbst vom Grottenolm völlig unbemerkt – über die Arschlöcher dieser Welt abzulästern, die mehr vom Leben profitieren als du. Und das Schlimmste: Kein Forscher würde dich je entdecken wollen. Wenn dich einer zufällig entdeckt, dann würde er das der Weltöffentlichkeit schamvoll verschweigen. Du könntest ja noch nicht mal deinen Namen schreiben!

Nein, Sibel, du mußt schon zufrieden sein mit den Arschlöchern. Bedenke doch: Bereits in der Heiligen Schrift steht, daß Frauen aus den Rippen von Männern gemacht werden. Eva war die erste getunte Rippe. Und mit den Rippen ist es wie mit dem Beton. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Mehr als ein gelungenes Rippentuning ist aber keinesfalls drin.

 

 

 

 

 

 

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