Poggenburg beklagt „Lagerdenken“ in der AfD

Foto: André Poggenburg (über dts Nachrichtenagentur)

Magdeburg  – Der frühere sachsen-anhaltinische AfD-Landesvorsitzende Andre Poggenburg warnt nach seinem Rückzug aus der Sprecherfunktion des rechten Parteiflügels vor einer Verselbständigung dieser AfD-Strömung. Es gebe dort „organisatorische Veränderungen wie die Gründung eines `Flügel-Vereins`, welcher ich aus vielerlei Gründen sehr skeptisch gegenüberstehe“, sagte Poggenburg der „Welt“ (Samstagausgabe) und fügte hinzu: „Lange Zeit galt für uns, der Flügel bleibt einfach eine Gemeinschaft und ein Netzwerk Gleichgesinnter, aber ohne Satzung und Statuten. Ich möchte keine `Partei in der Partei`.“

Der frühere AfD-Parteichef in Sachsen-Anhalt hatte sich vor einer Woche auf internen Druck aus der Führung des Flügels zurückgezogen. Einziger offizieller Sprecher der rechtsnationalistischen Parteiströmung ist seither der Thüringer Partei- und Fraktionschef Björn Höcke. Poggenburg beklagte zudem negative personelle Veränderungen im AfD-Flügel: Die „Zusammensetzung der Leitung“ und des „inneren Kerns des Flügels“ habe sich im vergangenen Jahr verändert, „verbunden mit Einflussnahme völlig neuer Beteiligter und großer Vertrauenseinbuße auf dieser Ebene“, sagte Poggenburg.

„Diese Veränderungen möchte ich mit meinem Namen nicht länger quittieren, das ist einfach eine grundlegende Sache der eigenen Überzeugung und Glaubwürdigkeit.“ Poggenburg beklagte weiterhin, dass in der Partei „das Denken in verschiedenen Flügeln und Lagern bei manchem Vertreter destruktiv überhand nahm“. (dts)

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7 Kommentare

  1. Selbstdarsteller, Karrieristen, Parteischädlinge und notorische Quertreiber, die sich nicht der SACHE unterordnen, MÜSSEN von der AfD schnellstens und gnadenlos rausgeschmissen werden.

    Die Zeit drängt.

    MfG
    R. K.

  2. Ich kann der AfD nur empfehlen Kurs zu halten und dazu klare Forderungen in die Öffentlichleit zu transportieren. Es darf keine schrittweisen Verwässerungen im Sinne des herrschenden Parteienkartells geben. Ausschließlich das Wohl des deutschen Volkes muss im Mittelpunkt stehen. Das schließt eine Ablehnung der neoliberalen Vorstellungen zur Sozialpolitik genauso ein, wie eine ganz konsequent ablehnende Haltung zur weiteren Aufnahme und sozialen Versorgung von Völkerwanderern. Die Forderung nach einer eigenen Verfassung muss endlich breit öffentlich gemacht und begründet werden. All diejenigen in der AfD, die dafür stehen, verdienen die uneingeschränkte Unterstützung. Wer in der Führung der AfD gegen die Interessen der Mitglieder handelt, gehört nicht dorthin.

  3. Ich will mein Land zurück! Und ich habe die AfD gewählt damit sie dies umzusetzt . Die ganze Lagerdenkenscheisse , die sich erst nach der Wahl wie die Seuche ausgebreitet hat, geht mir auf die Nerven , auch die Profilneurosen einiger Abgeordneter. Insofern unterscheidet sich die AfD nicht mehr von den Altparteien. Und das bereits nach einem Jahr. Auch die AfD kannste in die Tonne kloppen…..

  4. Die Menschen kommen über ihren kleinen Horizont nicht hinaus. Lager, Flügel, Mitte, rechts, links, Schubladendenken, Vorurteile, all das ist destruktiv und kontraproduktiv. In DE mehr als beliebt, daran ist schon Arminius gescheitert und die Handvoll bedeutender Deutscher, die etwas verändert haben, nach ihm.

  5. Ich sehe Höcke eher zum linken Teil der AfD zugehörig. Er ist ein national Sozialer, definitiv kein Wirtschaftsliberaler wie die Meuthen, Weidel, v. Storch Fraktion. Der Flügel ist wichtig für die Bindung der Arbeiterschaft an die Partei.

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