Im Schneckentempo Richtung Abgrund

Schnecke (Foto: Von Lightspring/Shutterstock)
Schnecke (Foto: Von Lightspring/Shutterstock)

Die „Welt“ vermeldet: Radikale Forderung aus der Wissenschaft: „Verbieten Sie die Flüge innerhalb Deutschlands“, fordert Mobilitätsforscher Andreas Knie. Außerdem solle die Zahl der Flüge pro Mensch gedeckelt werden.

 Von Thomas Schlawig

 Wie üblich, zunächst eine Spurensuche. Wer verbirgt sich hinter dem Mobilitätsforscher Andreas Knie? Wikipedia weiß folgendes über ihn zu berichten:

Zunächst ist der 1960 in Siegen geborene Knie nicht nur „Mobilitätsforscher“, sondern auch Professor Doktor. Schaut man ihn sich an, weiß man woher der güne Wind weht.

Foto: Wikipedia  https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Knie_(Soziologe)

Andreas Knie studierte von 1980 bis 1986 Politologie an der Universität Marburg und der FU Berlin. Seit 1987 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, an dem er die Projektgruppe Mobilität aufbaute und leitete. 1990 promovierte er an der TU Berlin zum Dr. phil. mit dem Thema Diesel – Karriere einer Technik. 1995 folgte seine Habilitation mit dem Titel Wankel-Mut in der Autoindustrie, ebenfalls an der TU Berlin.

Von 2001 bis 2016 war Knie zudem Bereichsleiter bei der DB Rent GmbH.

2006 gründete Knie die InnoZ GmbH zur praxisnahen Untersuchung von Innovationsprozessen im Mobilitätssektor, deren Co-Geschäftsführer er ist.[1] Seit 2006 wird im InnoZ Forschungs- und Unternehmenswissen zusammengeführt.[2]

Andreas Knie ist seit 2010 Mitglied der Arbeitsgruppe Rahmenbedingungen der Nationalen Plattform Elektromobilität.[3] Zudem ist er Mitglied im Beirat für nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg.[4] Seit 2017 leitet er die Forschungsgruppe Wissenschaftspolitikim Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.[5]

Spätestens hier sollte man die Flinte wieder einmal ins Korn werfen, denn es scheint vergeudete Zeit zu sein, sich mit derartigen Deppen zu befassen. Ich würde es tun, hätte ich mich nicht der Aufklärung verschrieben um dem ahnungslosen und durch betreutes Denken in die Irre geleiteten Michel die Augen zu öffnen.

Allein die Hinweise auf seine Tätigkeiten müßten jedem ideologisch unbelasteten die Augen öffnen, treibt nämlich hier jemand sein Unwesen, der sich auf Kosten des Steuerzahlers ein gutes und (bis jetzt) sorgenfreies Leben gönnt:

  • wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, an dem er die Projektgruppe Mobilitätaufbaute und leitete
  • Bereichsleiter bei der DB RentGmbH
  • 2006 gründete Knie die InnoZ GmbHzur praxisnahen Untersuchung von Innovationsprozessen im Mobilitätssektor, deren Co-Geschäftsführer er ist
  • Andreas Knie ist seit 2010 Mitglied der Arbeitsgruppe Rahmenbedingungender Nationalen Plattform Elektromobilität
  • Mitglied im Beirat für nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg
  • Andreas Knie plädiert in zahlreichen Publikationen für eine Abkehr von einer auto-nahen Verkehrspolitik und eine Verkehrswendehin zu mehr Flexibilität öffentlicher Angebote
  • […] untersucht und unterstützt er seit den 1990er Jahren neue Nutzungsformen, wie das Car-Sharing.
  • Die finanziellen und technischen Hürden der Elektromobilitätbieten aus Knies Sicht die Chance, private und öffentliche Verkehrsmittel zu einer urbanen, postfossilen Mobilitätskultur zu verbinden
  • Die Chancen der Energiewendesieht Knie im Zusammenwirken einer CO2-Reduktion des Verkehrs und dezentraler, nutzernaher Energienetze
  • Andreas Knie tritt für eine stärkere Integration von Theorie und Praxis in den Sozialwissenschaften ein

Die Forderung des „Experten“ vom Wissenschaftszentrum Berlin an die Politik lautet aufgrund der fortschreitenden Erderwärmung: „Verbieten Sie die Flüge innerhalb Deutschlands“.

Zudem verlangte der grün verstrahlte Phantast wegen der fatalen Wirkung von Flugzeugabgasen auf das Klima solle man auch generell „die Zahl der Flüge pro Mensch deckeln“.

Eine Alternative wären laut Knie deutlich höhere Flugpreise. „Der Preis muss die ökologischen Kosten enthalten. Das ist das Mindeste“, sagte der Mobilitätsforscher.

Bereits am 29.01.2015 erklärte der „Mobilitätsforscher“ in zeit.de:  „Autofahren ist viel zu billig“ – Der Mobilitätsforscher Andreas Knie erklärt, warum wir bald zu viel Strom und zu viele Autos haben.

Weiterhin schwadronierte der „Experte“:

Wir haben in Deutschland so viele Autos, dass alle Einwohner auf den vorderen Sitzen Platz nehmen könnten, auch die Babys und Rentner. Und Fortschritte, beispielsweise durch sparsamere Motoren, werden durch die Leistungssteigerung der Fahrzeuge einfach zunichte gemacht. Eine mutige Bundesregierung müsste das ändern.

Es ist totaler Unsinn zu behaupten, daß Leistungssteigerungen die Fortschritte bei sparsamen Motoren zunichtemachen würden. Ich habe über vierzig Jahre in der Automobilbranche gearbeitet und weiß, daß genau das Gegenteil der Fall ist, denn trotz Leistungssteigerungen sind die Motoren dennoch immer sparsamer geworden. Trotz Leistungssteigerungen zum Beispiel durch Turbolader, konnte der Hubraum der Motoren erheblich verringert und der Kraftstoffverbrauch dadurch gesenkt werden.

Weiter behauptet der „Experte“:

Wir fordern Konzepte, die gleichzeitig für weniger Autos und für mehr Mobilität sorgen. Das wäre nicht nur gut fürs Klima. Dadurch würden auch die Städte weniger im Verkehr ersticken.

Das Mobilität, Fliegerei und Industrie, vornehmlich die Kraftwerke als Feind der Grünen das Klima schädigen, ist seit langem widerlegt. Es wird aber von „Experten“ und „Mobilitätsforschern“ wie dem Prof. Dr. Knie ignoriert, weil diese genau von dieser Panikmache ganz gut leben können.

Der „Experte“ Knie beklagt außerdem, daß wir es normal finden,  daß jeder umsonst oder für wenig Geld im öffentlichen Raum parken darf und fragt, warum bevorzugen wir Car-Sharing nicht stärker? Hier macht der „Experte“ gleich mal Werbung für sich selbst. ([…] untersucht und unterstützt er seit den 1990er Jahren neue Nutzungsformen, wie das Car-Sharing).

Statt Flächen für geteilte Autos, Radwege, Spielplätze oder Fußgänger zu nutzen, überlassen wir sie den privaten Autofahrern. Das muss sich ändern, es muss richtig viel kosten, wenn einer seine Karre irgendwo abstellt.

Ein öffentlicher Stellplatz kostet uns alle rund 10.000 Euro im Jahr. Fürs Parken müsste man also jedem Autobesitzer 27 Euro pro Tag berechnen. Denn es gibt kein Menschenrecht auf Parkplätze für umsonst. Auch nicht für Anwohner. Nur weil das in den vergangenen Jahren so war, muss es nicht so bleiben. 

Eine kleine Nachhilfe für den „Experten“. Parkplätze sind nicht umsonst und es kostet jetzt schon richtig viel Geld, wenn einer seine Karre irgendwo abstellt. Parkplätze sind einst für viel Geld gebaut worden. Dieses Geld hat nicht etwa der Staat in seiner unendlichen Güte zur Verfügung gestellt, sondern der Steuerzahler, also derjenige, der „Experten“ wie Knie finanziert, daß sie ihren geistigen Müll über ihm ausschütten können. Und das alles, obwohl der Staat im Jahr 2013 47 Milliarden an Kfz.- und Mineralölsteuer kassiert hat und lediglich 5 Milliarden für Straßen – und Parkplätze – bereitgestellt hat, die der Autofahrer finanziert. 42 Milliarden sind zweckentfremdet worden. Es ist also nicht so, daß der Autofahrer Straßen und Parkplätze kostenlos benutzt, sondern es sind beispielsweise Radfahrer, die diese Straßen kostenlos benutzen und den Autofahrer zum Dank vorsätzlich behindern.

Der „Experte“ stellt fest, die Leute sind nicht blöd. Sie hängen auch längst nicht mehr so am Auto wie früher, als Statussymbol hat es ausgedient. Die Leute wollen mobil sein. Wir müssen ihnen nur Möglichkeiten bieten, auch ohne eigene Kiste überall gut hinzukommen.

Genau das ist der Knackpunkt. Das Auto bietet als einziges Fortbewegungsmittel eine uneingeschränkte Mobilität. Das haben sogar „Politiker“ erkannt und daher nutzen sie es ebenfalls  als Fortbewegungsmittel. Und sie nutzen dazu nicht etwa das „umweltfreundliche“ Elektroauto, sondern eben den  Mercedes S500 E-Hybrid. Für den NRW-„Umweltminister“ namens Christina Schulze Föcking war nämlich der 100.000 Euro teure „Tesla“  nicht alltagstauglich, worauf sie ihn gegen den besagten Mercedes tauschen ließ.

Aber weiter mit dem geistigen Unrat des Prof. Dr. Knie:

Wir müssten die bestehende Flotte besser nutzen, indem mehr Menschen sich Autos teilen und die Verkehrsmittel besser miteinander vernetzt werden. Und mehr Menschen sollten Bahn fahren. Heute nutzen sie für Fernreisen nur zu etwa zehn Prozent die Bahn. Das kann man leicht auf 25 Prozent steigern. Die Bahn könnte im Fernverkehr viel mehr Menschen transportieren.

Eine deutsche Durchschnittsfamilie denkt selten an den Zug, wenn sie eine Reise plant. Bahnfahren gilt als kompliziert. Das beginnt schon mit der Parkplatzsuche vor dem Bahnhof. Die Preisstruktur ist schwierig, die Ticketautomaten sind es auch. Langsam wird das ja verändert, aber da könnte noch viel mehr passieren. Smartphones und Apps können helfen, verschiedene Verkehrsmittel besser zu vernetzen. Sie würden dann ganz einfach auf ihrem Telefon sehen, wie sie am besten von A nach B kommen. Mal mit dem Wagen bis zum nächsten Bahnhof. Mal mit S-Bahn und Mietwagen, mal mit dem Zug oder dem Bus.

Ich wüßte nicht, weshalb ich ein Auto teuer finanzieren und es mit andern teilen sollte? Diese Forderung kann nur einem kranken Hirn entspringen. Niemand käme auf die Idee seine Wohnung oder gar seine Unterhose mit vollkommen fremden Leuten zu teilen. Warum sollte ich ein unbequemes, unsicheres und unpünktliches Verkehrsmittel nutzen, wenn ich ein Auto einst teuer bezahlt habe? Das die Bahn unpünktlich ist, kann niemand bestreiten. Es sorgt unter den Nutzern (Berufstätige) – die ihre Tickets ebenfalls teuer bezahlt haben – täglich für Unmut. Unbequem ist die Bahn deshalb, weil sie mich nicht von Tür zu Tür bringt und ich am Ende in einem Backofen sitzen muß weil die Klimaanlage streikt. Weshalb sollte ich diesen eklatanten Nachteil gegenüber dem Auto in Kauf nehmen. Das tun nur ideologisch verstrahlte gutmenschliche Weltenretter. Sollen sie, ich werde es nicht tun. Zum Schluß das Thema Sicherheit. Wie oft werden Bahnreisende überfallen, ausgeraubt oder gar vergewaltigt? Passiert im eigenen Auto nicht.

Der „Experte“ hat sogar eine Erklärung wenn es um überteuerte Bahntickets geht (Preis/Leistung).

Die Leute vergleichen den Preis eines Bahntickets mit den Benzinkosten eines ohnehin vorhandenen Autos. Also nicht die echten Kosten. Um da mitzuhalten, müssten die Preise für die öffentlichen Verkehrsmittel nach einer vergleichbaren Logik aufgebaut werden. Das, was der Kunde vergleicht, die Einzelfahrt, muss günstiger werden. Außerdem, Autofahren ist viel zu billig – auch weil ökologische Kosten nicht vollständig berechnet werden. Ich würde ein deutliches CO2-Limit einführen: Kein Motor darf mehr als 50 Gramm pro Kilometer vom Jahr 2025 an produzieren. Das wäre ein Verbrauch von gut 2 Litern pro 100 Kilometer. Würden dann Millionen Menschen ihr Alltagsverhalten ändern?

Selbst wenn der öffentliche Nahverkehr und die Bahn kostenlos wären, würde ich sie nicht nutzen. Wie oben schon erwähnt sind sie unpünktlich, unsicher und unbequem. Zum Auto werden sie niemals eine brauchbare Alternative sein. Wenn der Prof. Dr. meint, man müsse einen Verbrauch von 2l/100 km anstreben, kann ich nur sagen, daß das Flugzeug diesem Ziel sehr nahe kommt und es jährlich verbessert.

Die Lufthansa Group hat einen neuen Treibstoffeffizienzrekord aufgestellt: Die Flugzeuge der Passagierflotten benötigten 2017 durchschnittlich nur 3,68 Liter Kerosin, um einen Fluggast 100 Kilometer weit zu befördern (2016: 3,85 l/100pkm). Dies entspricht einer Verbesserung von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Lufthansa Group hat damit das Airline-Branchenziel der jährlichen Effizienzsteigerung um 1,5 Prozent mehr als erfüllt. Dazu haben alle Fluggesellschaften des Konzerns beigetragen.

Der „Experte meint weiterhin, je teurer das Autofahren würde, desto seltener wäre es das erste Verkehrsmittel der Wahl. Viele Menschen spüren doch schon heute, dass die vielen Autos nicht wirklich gut sind.

Allerdings sind es nicht die vielen Autos, sondern die fehlende und ausreichende Infrastruktur. Würden nicht 42 Milliarden aus Kfz.-und Mineralölsteuer zweckentfremdet, sondern dafür eingesetzt wofür sie gedacht sind, gäbe es eine derartig unsinnige Diskussion überhaupt nicht. Zudem frage ich mich, wie man die Steuermilliarden ersetzen will wenn man den Individualverkehr einschränken will? Wovon soll dann das Millionen-Heer von nutzlosen Leuten wie den „Experten“ Prof. Dr. Knie finanziert werden?

Zum Schluß der Beweis, daß der „Experte“ Knie wohl nicht ganz richtig tickt. Er behauptet tatsächlich, daß wir nicht nur zu viele Autos haben, sondern auch bald zu viel Strom. Nämlich dann, wenn alle Windräder arbeiten und die Sonne scheint. Das ist schon für sich genommen schon eine gewagte These, denn im Januar 2017 schrammte die deutsche Energieversorgung knapp am Black Out vorbei.

Nun ist der Prof. Dr. auch noch der Meinung, der zu viel produzierte Strom ließe sich in den Batterien der Elektroautos speichern und später wieder ins Netz einspeisen. Noch sei es Utopie, aber es wird Dienstleister geben, die diese Vernetzung organisieren. Donnerwetter,  da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. Da wäre der „Experte“ Prof. Dr. Knie ganz nahe dran das Perpetuum Mobile funktionstüchtig zu machen. Meines Wissens ist verbrauchte Energie in der Tat verbraucht und was nicht mehr vorhanden ist, läßt sich auch nicht mehr ins Netz einspeisen. Aber wer weiß.

„Experten sind Leute, die andere daran hindern, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen“  Hannes Messemer (1924-1991)

 

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