Linker FC St. Pauli wirft eigenem Sponsor „Rassismus“ vor

In diesem Stadion residiert der linke FC St. Pauli. Foto: Shutterstock

Mit Rassismusvorwürfen geht der linke Fußballverein St. Pauli auf seinen eigenen Sponsor los. Die Brauerei Astra hatte sich erlaubt, mit einer ironischen Plakatkampagne Werbung für ihr Dosenbier zu machen. Natürlich ist sie nach der Empörung sofort eingeknickt.

Auf dem Poster ist ein Inder zu sehen, der drei Büchsen Bier in der Hand hält und als Meerjungfrau verkleidet ist. Dazu der an Rosenverkäufer erinnernde Spruch: „Wolle Dose kaufen?“ Die Werbekampagne ist noch in Hamburg zu sehen.

Der in der 2. Liga kickende FC St. Pauli klagte daraufhin seinen Geldgeber an: „Astra, wir haben was dagegen! Rassismus ist nicht lustig und nicht akzeptabel.“ Peng! Dahinter folgte bei Twitter der Hashtag „neinzurassismus“. Der sogenannte Kiezklub ist für seinen Kampf gegen rechts und seine Nähe zur autonomen Szene bekannt.

Astra macht sofort einen Rückzieher – nicht etwa beim Sponsoring des FC St. Pauli, sondern bei der Kampagne: „Eines möchten wir an dieser Stelle direkt klarstellen: Fremdenfeindlichkeit ist zum Fremdschämen!“ Man habe sich „der Satire, der Überspitzung, der Überschreitung von Grenzen“ bedient, schreibt die Brauerei auf Facebook. „Trotz allem bedauern wir, wenn das ausgewählte Motiv für manche von euch die Linie einen Fußtritt zu weit überschritten und euch im Ergebnis verärgert hat. Wie durchlässig diese Grenze zum rassistischen Klischee ist, haben wir durch eure Reaktionen gemerkt.“

Und dann kommt der übliche Kniefall: „Daher entschuldigen wir uns für den Unmut, den wir mit dieser Idee bei euch verursacht haben, und stoppen die Kampagne, um intensiv an einem angemessenen neuen Motiv zu arbeiten.“ (WS)

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