Im Auftrag des Außenministeriums: BKA befreit IS-Terroristinnen aus irakischem Gefängnis

Vollverschleierung schützt nicht vor Übergriffen (Symbolfoto: Von Lizette Potgieter/Shutterstock)

Das BKA hat zwei IS-Kämpferinnen aus einem irakischen Gefängnis befreit und nach Deutschland geflogen. Die beiden Frauen gelten als so gefährlich, dass sie hier rund um die Uhr überwacht werden müssen. Der unfassbare Vorfall, der im Auftrag des von Heiko Maas (SPD) geführten Auswärtiges Amtes geschehen sein soll, geschah Ende April, wird aber erst jetzt bekannt.

Die Befreiungsaktion im nordirakischen Erbil habe zu einem „diplomatischen Zerwürfnis“ geführt, da das Auswärtige Amt die Regierung in Bagdad nicht über den spektakulären Einsatz auf ihrem Territorium informiert hatte, berichtet jetzt der Focus. Staatsschutzbeamte des BKA bekommen seit diesem Vorfall kein Visum mehr.

Zuvor durften sie einreisen, um für die Bundesanwaltschaft IS-Terroristen aus Deutschland zu vernehmen. Diese Erlaubnis hat das BKA missbraucht, um zwei „Top-Gefährderinnen“ nach Deutschland zu holen. Bagdad tobt: In einer scharfen Protestnote an das Maas-Ministerium wies die irakische Regierung daraufhin, dass gegen eine der vom BKA befreiten Frauen in Bagdad strafrechtliche Ermittlungen anhängig seien.

Die Terroristin, eine 31-Jährige aus dem baden-württembergischen Rastatt, soll in sozialen Netzwerken ein Selbstmordattentat angekündigt haben. Zudem veröffentlichte sie von ans Kreuz genagelten Menschen. Auch ihre Kampfgenossin, Sibel H. (30) aus Offenbach, gilt in Deutschland als Top-Gefährderin.

Die irakische Regierung kritisiert, dass die BKA-Beamten in ihren Visa-Anträgen falsche Angaben gemacht hätten, um ihren eigentlichen Plan zu verheimlichen. Im Auswärtigen Amt tun man überrascht: „Die ganze BKA-Aktion war dumm und dreist“, sagte ein Mitarbeiter zu dem Magazin. Aber was wohl viel schlimmer ist: „Und dann haben sie sich auch noch erwischen lassen…“ Nach Focus-Informationen hatte das Auswärtige Amt die BKA-Männer nach Erbil geschickt.

Gegen eine der IS-Terroristinnen erging Ende Juli ein Haftbefehl – da war sie bereits ein Vierteljahr in Deutschland. Begründung: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. (WS)

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