BILD: Das widerlichste Blatt der Welt über den Brustkrebs von Asma al-Assad

https://www.youtube.com/watch?v=-Du75qd8Pgk
Asma al-Assad (Foto: Screenshot Youtube)

BILD setzt im Jahre 2018 einen neuen Rekord. Nein, es ist nicht der für die niedrigste Auflage seit über 25 Jahren. Es ist der für den niederträchtigsten Artikel seit über 25 Jahren. BILD titelte: „Darf man sich darüber freuen, daß Syriens mörderische Mutter Krebs hat?“ Verbrochen hat diesen Artikel ein gewisser Daniel Böcking. Und er bedient sich dabei einer besonders fiesen Methode: Er simuliert kritische Besinnlichkeit. Er ist schließlich „Christ“.

Von Max Erdinger

Wer ist Baschar al-Assad? – Ein freundlicher Augenarzt, syrischer Präsident, beim Volk beliebt, mit einer bezaubernden, sehr netten Frau, die Asma heißt und westliche Kleidung trägt. Die ganze Familie Assad – furchtbar nette Leute. Syrien selbst ist ein gelungenes Beispiel für das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen in einem Land des Nahen Ostens. Baschar al-Assad ist ein guter Mann.

Sie reiben sich verwundert die Augen? – Zu Recht! Das war Baschar al-Assad in der deutschen Medienberichterstattung des Jahres 2011. Doch dann geschah ein Wunder: In denselben Medien wurde Assad binnen zwei Monaten zum Schlächter von Syrien, zum blutrünstigen Diktator, der Krieg gegen sein eigenes Volk führt. Und das war dann, wie das meiste in der deutschen Lügenpresse, alles andere als die reine Wahrheit. Aber wie kam es, daß die deutsche Lügenpresse plötzlich keinen freundlichen, westlich aufgeschlossenen, herzensguten Augenarzt mit einer total netten Frau erkannte? War die Lügenpresse plötzlich ehrlich geworden, nachdem sie sich vorher so gräßlich geirrt hatte? – Nein.

Es gibt eine „verbotene Folge“ der kabarettistischen Sendung „Die Anstalt“. Sie war am 29. April 2014 im ZDF ausgestrahlt worden. In dieser Folge entlarvten Max Uthoff und Claus von Wagner die zahlreichen Verbindungen und Querverbindungen deutscher Mainstream-Printmedien in die USA und die Mitgliedschaften von deutschen Chefredakteuren in allerlei transatlantischen Clubs und Lobbyistengruppen. 2014 war Obama noch US-Präsident gewesen – und was damals seit drei Jahren als „arabischer Frühling“ durch die Gazetten der Welt geisterte, ist nichts anderes gewesen, als die US -geführte Destabilisierung einer ganzen Weltregion (plus der Ukraine). Syrien allerdings ließ sich nicht so ohne weiteres destabilisieren, weil das syrische Volk keinen Anlaß sah, sich gegen seinen beliebten Präsidenten zu erheben. Die Lebensbedingungen in Syrien waren sehr viel besser als beispielsweise in Mubaraks Ägypten, Ghadaffis Libyen oder Saddam Husseins Irak.  Assad selbst bot den Amerikanern die Stirn.

Und so wurden aus dem freundlichen, westlich sozialisierten Augenarzt aus London, dem Präsidenten Syriens und seiner bezaubernden Gattin ruckzuck der Diktator und seine mörderische Frau in den amerikahörigen deutschen Mainstream-Printmedien. Mit der Wahrheit hatte das überhaupt nichts zu tun.

Am 4. Februar 2011 riefen syrische Aktivisten vom Ausland aus über Facebook den „Tag des Zorns“ für Syrien aus, um Volksaufstände gegen Assad zu initiieren. Später stellte sich heraus, wer der Initiator dieser Facebook-Aktion nach ägyptischem Vorbild gewesen war: Fida al-din Al-Sayed Issa, der in Schweden lebte und Verbindungen zur Muslimbruderschaft unterhalten haben soll. Der arabische Sender „Al Jazeera“ sagte damals voraus, dass die Facebook-Aktion folgenlos bleiben werde und behielt recht damit. Das war ein herber Schlag für die westlichen Medien. Ihre lächerliche Erklärung: Die Syrer hätten keinen Aufstand gewagt, weil sie sich vor Assads Schergen zu sehr fürchteten. Ob das wohl die Schergen des freundlichen Augenarztes und seiner bezaubernden Frau gewesen sind?

Da nun der Versuch, das syrische Volk gegen seinen Präsidenten aufzuwiegeln, gescheitert war, mussten andere Mittel und Wege gefunden werden, um Assad loszuwerden. Der freundliche Augenarzt weigerte sich nämlich weiterhin standhaft, die Kontrolle der syrischen Notenbank dem IWF zu unterstellen – und Syrien hatte sich seine finanzielle Unabhängigkeit dem IWF gegenüber auch dadurch bewahrt, daß es keine Schulden beim IWF hatte. Assad hatte sich also gegen den IWF gestellt und sein Land gegen Einflußnahmen von außen via Wirtschaftspolitik gesichert. Außerdem verfügt Syrien – oh Zufall aber auch – über riesige Erdöl- und Erdgasvorkommen. Einzige verbleibende Möglichkeit für die NWO und ihren Anhänger Obama, die Kontrolle über Syrien dennoch zu bekommen: Krieg gegen Assad.

Das prinzipielle Problem an jedem Krieg aber: Die jeweiligen Aggressoren wollen lieber nicht als Aggressoren wahrgenommen werden. Damit sie das durchbekommen, brauchen sie die Propaganda der Medien. Und so schließt sich der Kreis: Wegen der Amerikahörigkeit der deutschen Mainstream-Printpresse – und aus keinem anderen Grund – wurde Baschar al-Assad, beileibe nicht nur in Deutschland, quasi über Nacht vom guten Mann zum Schlächter und Diktator.

Wer das alles wissen wollte, der hätte es längst wissen können. Der BILD-Leser ist das eher nicht. Dem wurde seit Jahren eingebläut, was Assad angeblich für eine Bestie sei. Nun hat Asma al-Assad also Brustkrebs, der früh erkannt worden ist. Sie befindet sich in Behandlung. Und BILD läßt  scheinheilig fragen, ob man sich darüber freuen dürfe, daß die „mörderische Mutter Syriens“ eventuell an ihrer Krankheit sterben könnte.

Asma al-Assad (42) ist das schöne, moderne und doch so heuchlerische Propaganda-Gesicht der Assads: Während ihr Mann Kinder mit Chemiewaffen vergast, zeigt sie sich mit lachenden Jungen und Mädchen auf Instagram. Sie verteidigt seinen mörderischen Krieg gegen das eigene Volk und genießt dabei ihr Luxusleben an seiner Seite, ihre eigenen drei Kinder schlafen sicher in den Bunkern ihrer Paläste.

Asma al-Assad hat tatsächlich ein schönes Gesicht. Eine heuchlerische Propagandistenfresse hingegen hat wohl Daniel Böcking, der gekaufte „Christ“ in Diensten der notorisch lügenhaften BILD. Natürlich kommt er zu dem Schluß, daß man sich über Asma al-Assads Krebserkrankung nicht freuen darf, und daß der liebe Gott die böse Frau schon richten wird am Jüngsten Tag.

Ich habe aber selbst einen guten Draht zum lieben Gott und habe ihn gefragt, ob er die bezaubernde Frau des freundlichen Augenarztes aus Damaskus tatsächlich in die Hölle schicken wird, wenn es so weit ist. Seine Antwort: „Nein. Und den Böcking von der BILD nicht sofort. Erst, nachdem er sich eine göttliche Maulschelle von mir eingefangen hat, dieses Mietmaul, dieses gräßliche.“ Was soll ich sagen? – Mit Gott zum Happy End!

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...