Fragen verboten: Mission Lifeline droht, jouwatch zu verklagen

Ist das der umstrittene Kapitän der "Lifeline"? (Foto: Defend Malta)

Der umstrittene Kapitän der Dresdner NGO „Mission Lifeline“ Claus-Peter Reisch ist zum zweiten Mal aus Malta nach Bayern zurückkehrt, angeblich um seine 92-jährige Mutter zu besuchen. Der AfD-Abgeordnete Petr Bystron bezweifelt diese Geschichte, sieht dahinter eine reine Medien-Inszenierung. Maltesische Bürger erheben derweil schwere Vorwürfe gegen den Kapitän der „Lifeline“.

Von Collin McMahon

Beim Einlaufen im Hafen von Valletta am 28.6. wurde die „Lifeline“ mit 234 Migranten an Bord von einem Protest der „Maltesichen Patriotischen Bewegung“ begrüßt (jouwatch berichtete). Eines der Besatzungsmitglieder zeigte daraufhin den Einheimischen den erhobenen Mittelfinger, eine Geste, die im Mittelmeerraum und vor allem in Italien als extreme Beleidigung gilt. Italienische Tageszeitungen wie Il Giornale berichteten entrüstet darüber.

Defend Malta veröffentlichte nun auf Facebook, der Urheber der Geste sei niemand anderes als der Befehlshaber der „Lifeline“ selber, Claus-Peter Reisch, dessen Kapitänszulassung nun in Malta verhandelt wird. Der Vorsitzende von „Mission Lifeline“, Axel Steier, wollte dies auf wiederholte Anfrage von jouwatch nicht widerlegen.

Wenn man die mediale Darstellung von Claus-Peter Reisch in den deutschen Medien verfolgte, müsste man glauben, er sei eine Art Heiliger. Die Bayern-SPD verlieh Reisch einen Europa-Preis, den er am 27.7. von der Landtagsfraktion entgegenahm.

 

Bei seiner Rückkehr zum Prozess nach Malta am 30.7. präsentierte Reisch diese Urkunde sogleich dem Gericht, wie die Times of Malta berichtete. Reisch durfte Malta sofort wieder Richtung Deutschland verlassen, der Prozess wird am 23.8. fortgesetzt.

Der AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss Petr Bystron erhebt dagegen schwere Vorwürfe gegenüber Reisch. „Angeblich ist er am 16.7. nach München gereist, um seine schwer kranke Mutter zu besuchen“, so Bystron gegenüber jouwatch. „Aber anstatt gleich nach Landsberg zu seiner Mutter zu reisen, gab er erst mal Interviews und fuhr ins Studio des Bayerischen Rundfunks, wo er ohne lästige kritische Fragen Propaganda für seinen Schlepperverein machen durfte.“ Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk Maltas PBS berichtete über Bystrons Vorwürfe.

„Noch abscheulicher wurde die Instrumentalisierung, als Reisch von der Bayern-SPD auf Steuerzahlerkosten für seine vermutlich illegalen Aktivitäten geehrt wurde,“ so Bystron, der am 5.6. im Namen der AfD-Fraktion Strafanzeige gegen Mission Lifeline und sechs andere deutsche „Seerettungs-NGOs“ aufgrund „Einschleusens von Ausländern“ nach §96 und §97 Aufenthaltsgesetz gestellt hat.

jouwatch schrieb an Mission Lifeline in Dresden und fragte nach, warum Reisch am 16.7. nicht sofort zu seiner Mutter gefahren war, wenn ihr Gesundheitszustand so besorgniserregend war; und wie oft Reisch in der Vergangenheit Landurlaub genommen hatte, um seine Mutter zu besuchen.

Axel Steier von Mission Lifeline wollte aber nicht per E-Mail antworten, sondern verlangte eine Postanschrift des jouwatch-Autoren. Da Mission Lifeline anscheinend eng mit der Dresdner Antifa-Szene vernetzt ist, die auch mal PEGIDA-Demonstraten und Polizisten angegriffen und ihre Autos abgefackelt haben, erschien diese ungewöhnliche Forderung nicht ganz ungefährlich.

„Mission Lifeline läuft Montags in regelmäßigen Abständen gegen PEGIDA auf“, sagte eine Dresdnerin gegenüber jouwatch am 29.6.2018. „Gern in einer Reihe mit dem schwarzen Block der Antifa. Am Montag hat man die so nah rangelassen, das einem ihr Deutschlandhass schon gewaltig auf die Nerven ging.“

Stattdessen gaben wir Mission Lifeline also unsere Redaktionsadresse. Daraufhin wollte Steier eine Kopie des Personalausweises des Autoren haben, eine gänzlich abwegige Forderung bei solchen Presseanfragen. Auf Rückfrage erklärte Steier, er habe die Absicht „rechtliche Schritte gegen Sie (zu) verfolgen“, obwohl der jouwatch-Autor ihm nur die Gelegenheit geben wollte, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Da es in diesem Land (noch) Presse- und Meinungsfreiheit gibt, gibt diese aggressive Antwort wohl eher Aufschluss über den Gemütszustand der Macher hinter „Mission Lifeline“.

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29 Kommentare

  1. Wurde denn schon geprüft, ob Lifeline SPENDENBETRUG begangen hat, indem sie für Rettungsmissionen sammelten, aber mit den Spendengeldern ein Vergnügungsschiff unterhalten wurde?

  2. Fein! So demontiert man sich selbst. Lebt seine Mutter überhaupt noch? Nur mit der AntiFa im Rücken läßt sich alles gut mit Schmutz bestücken….

    Wer solcherart Vorschub leistet das Schleppernetz zu unterstützen macht sich mitschuldig! Diese Schlauchboote haben keine gesetzlich vorgeschriebenen Seenotrettungsmittel an Bord und werden VORSÄTZLICH so zu Wasser gelassen! Sie sind damit Unterstützer von vorsätzlichem Mord denn ohne sie würden diese Schlepperverbrecher kein Geld mehr einkassieren können und ohne diese Pseudo-Helfer gäbe es auch keine Ertrinkenden mehr im Mittelmeer und keine falschen Asylbeantragungen auf Daueralimentierung!

    • Kann gut sein, dass der Typ mit gefälschtem Pass unterwegs ist.
      Die Schlepper und Schleuser wie Reisch nutzen alle Tricks um
      ihrem mafiösem Geschäft nachzugehen.

  3. Den lifeline-Schleppern geht die Muffe in Hochfrequenz! Herrlich. Die haben eine Mordsangst, als das entlarvt zu werden, was sie wirklich sind! Und an der Spitze dieser Kapitän mit Schlauchbootzulassung, der aussieht wie der Wirt einer schmierigen Kaschemme, morgens um 4:30 Uhr nach einer Flasche Wodka.

  4. „Auf Rückfrage erklärte Steier, er habe die Absicht „rechtliche Schritte gegen Sie (zu) verfolgen“, obwohl der jouwatch-Autor ihm nur die Gelegenheit geben wollte, sich zu den Vorwürfen zu äußern…“

    Einschüchterungen, denen hoffentlich kein Gericht folgen wird. Diese Leute können ihr Unrecht nicht nur nicht einsehen, sie versuchen Kritiker mit allen Mitteln zum Verstummen zu bringen. Ich frage mich täglich, weshalb es nötig war die DDR in so vielen Bereichen zu übertreffen.

  5. Mit „rechtlichen Schritten“ drohen nur aufgeblasene Dummköpfe die meinen., daß sie damit ihr Gegenüber einschüchtern könnten, weil sich das irgendwie wichtig anhört . Aber wenn man da mal nachfragt, was genau sie damit meinen, kommt, wenn überhaupt, regelmäßig nur Gestammel.

    • Doppelmoral… Das „System“ verabscheuen und gleichzeitig nach ihm rufen, wenn das ideologische „Weltbild“ wackelt oder einen Kratzer bekommt. #läuft #IntegritätIstSchonWasFeines

  6. Ich hätte U-Boot-Kapitän werden und mir Putin zum Freund nehmen sollen! Der hätte mir dann bestimmt so ein Teil zur Verfügung gestellt um NGO-Schiffchen näher zu begutachten und bei Bedarf zu „restaurieren“… :-)))

    • Ich würde mir ja was sehr orginelles vorstellen, Putin verkündet als Gegenleistung zur Aufhebung der Sanktionen, das er uns alle Neubürger inkl. der Altfälle aus dem Libanon abnimmt und sie in Sibirien neu ansiedelt, Haus bauen etc. aber in Eigenregie, ebenso wie Verpflegung.. Bin mal gespannt, wieviel da noch kommen würden, wenn sie wissen, dass sie zukünftig bei Wladi landen und Extrawürste wie Halal oder Beschwerden grundsätzlich ignoriert oder sanktioniert werden und Vergehen Scharia-Konform bestraft werden.

  7. Bleibt nur zu hoffen, dass das maltesische Gericht ein saftiges Urteil spricht und nicht vorm linksversifften europäischen Druck, einknickt.

  8. Hoffentlich spricht das maltesische Gericht Recht,und entzieht Reisch die Lizenz. Oder noch besser: ab in den maltesischen Knast mit dem mutmaßlichen Kriminellen.

  9. Liebe Youwatch-Redaktion,
    der selbsternannte Retter Reisch hat nur einen amtl. Sportbootführerschein, kein
    Kapitänspatent.

    Nach Seerecht ist zu prüfen, ob er gewerblichen Transport von Mannschaft und
    Passagiere überhaupt durchführen durfte.
    Lifeline ist wie das gesamte System vor dem Zerfall und schlägt blind um sich.

  10. Die Lifeline will niemanden verklagen, die wollen nur nicht antworten. Das hat dann ja auch geklappt. wenn die hätten Klagen wollen, worauf eigentlich?, dann Bedarf es keiner Kopie eines Ausweises. Nach Erstattung der Strafanzeige wäre die Polizei/Staatsanwaltschaft am Zug und die würden die Personalien wenn überhaupt ermitteln.

    Aber die Methode ist lustig, vielleicht sollte man wenn man keine Antwort auf Anfragen haben will immer mit drunter schreiben man erwartet die Kopie des Ausweises zwecks Erstattung einer Anzeige. Dann ist schnell Ruhe im Karton und man wird nicht mehr belästigt, denn einige „Mitarbeiter“ von Politikern können recht lästig werden und spammen einen mit Antworten voll ohne die Anfrage zu beantworten.

    • …“ohne die Fragen zu beantworten“

      Das machen doch auch die Politiker selbst ,
      sie labern uns zu,ohne etwas zu sagen.

  11. Klar will der keine Auskunft geben über seinen Menschenhandel. Das macht keiner solcher Verbrecher. Der einzige Unterschied zwischen ihm und den anderen Verbrechern ist, dass er von den naziähnlichen Parteien SPD,LINKE und SPD hofiert wird. So als ob die Mafia schon ganz offizell regiert

  12. Der hat ja sowas von ein Ding an der Waffel,und all seine Hippie dippi links Faschisten ebenso!Ausweis Kopie und dann auch noch von der BRD GmbH oder was!

  13. Kriminelle Schlepperkönige und Vaterlandsverräter haben es selten gern, wenn man ihnen auf die Käsefüße tritt……noch dazu, wenn selbige links-grün-versifft sind…..;-)

  14. Ich hoffe sehr,daß der Schleuser seine Freizeit Boot Lizenz in Malta verliert,und er in zukunft nur noch in der Badewanne planschen darf!dort kann er denn seine quietsche Entchen retten!

  15. der typ hat NULL recht eine kopie eines „personal-ausweises“ zu verlangen (zumal jener nicht mal als DOKUMENT international anerkannt ist. das ist aber ein anderes thema).
    ein postadresse/email-adresse ist voellig ausreichend fuer seine
    geplanten „rechtlichen schritte“…. welche er sich sonstwohin klemmen kann….
    das ist ja derart laecherlich….OMG….

    ein zahnloser „tiger“, haette ich beinahe geschrieben…nun, man muss ja nicht gerade eine maus zu einem elefanten machen…. 😀

    ps: hat er eigentlich die lizenz um in internationalen gewaessern rumzuschippern?

    • Wenn die Berichterstattung stimmt- nein
      Er darf lediglich im Küstengewässer rumschwimmen, keine Hochseelizens
      Und das Boot als Sportboot deklariert

    • Das Gericht in Malta hat verkündet, der gute Herr Reisch habe nur eine Lizenz für das Führen eines Schiffes in Küstengewässern innerhalb eines Bereichs von 30
      Seemeilen. Das umfasst keine Schleppertätigkeiten von Libyen nach Italien, würde ich sagen.

      Ob er es zu mehr nicht gebracht hat? Ich stelle mir das so ungefähr vor, wenn man Rettungsschwimmer werden möchte und nur das Seepferdchen-Abzeichen schafft.

      Von einem Europa-Preis der SPD habe ich noch nie etwas gehört. Wurde der extra für Herr Reisch geschaffen? Ein Zettel mit Wappen, einer Ehrung und seinem Namen. Null Bedeutung und sofort wieder eingestampft, der tolle Europa-Preis.

  16. jetzt dürfen Deutsche schon Kopien von ihren PA mitführen, um diese gegebenfalls Andershandelnde auszuhändigen? Die Forderung ist schon abartig. Ist doch Amtsanmaßung. Wird die geahndet?

    • Entschuldige bitte, denn ich kann die Intention deiner Meinung verstehen, aber das ist nicht feige, sondern Dunning-Kruger. LG

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