Neuer Rekordwert bei Asylanträgen türkischer Staatsbürger

Türkei (Foto: Durch NiglayNik/shutterstock)
Türkei (Foto: Durch NiglayNik/shutterstock)

Die Zahl türkischer Staatsbürger, die einen Asylantrag in Deutschland stellten, erlebte im Juli mit 1.141 Personen einen neuen Höchstwert. Seit April klettert dieser Wert immer mehr an. Zugleich stieg auch die Anerkennungsquote von acht auf derzeit 37 Prozent. Der Juli-Wert ist ein neuer Höchststand in diesem Jahr. Im Juni lag die Zahl noch bei 884 Erstanträgen.

Die Türkei liegt, wie das Magazin Freie Welt berichtet, im Ranking der Asylsuchenden in Deutschland im Monat Juli damit hinter Syrien und dem Irak auf dem dritten Platz. Zugleich ist die Anerkennungsquote von Asylanträgen von Türken nach Angaben des BAMF im Bundesschnitt von rund acht Prozent im Jahr 2016 auf 28 Prozent im Jahr 2017 gestiegen. Aktuell liegt sie sogar bei 37 Prozent. Über die jeweiligen Asylgründe wird laut des Bundesamts keine statistische Erfassung durchgeführt. Es heißt lapidar, die Fluchtursachen seien immer individuell und von Fall zu Fall verschieden.

Ein Grund liegt darin, dass die Regierung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach der Niederschlagung des Putschversuchs im Juli 2016 den Ausnahmezustand verhängt und „Säuberungen“ ausgerufen hatte. Nach mehrfacher Verlängerung und insgesamt zwei Jahren wurde der Ausnahmezustand Mitte Juli nach der Wiederwahl von Erdogan, der seitdem erhebliche Machtbefugnisse hinzu gewann, aufgehoben. (SB)

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