Schlägerei am Rathaus: Augenzeuge: „Das war Krieg. Unna hat seine Unschuld verloren.“

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Polizei im Einsatz (Bild: shutterstock.com)

Die Migrantengewalt hat längst die Provinz erreicht, das belegen die täglichen Polizeimeldungen und das belegt vor allen dieser Bericht aus Unna

Teil I

Von Rundblick Unna

Mitnichten bloß „Scharmützel“ zwischen 5 bis 8 Personen, keineswegs nur ein paar blaue Augen und Platzwunden. Statt dessen spielte sich am Mittwochabend am Unnaer Rathausplatz eine Massenschlägerei unter Einsatz vielfältiger Waffen und mit erschreckendem Gewaltpotenzial ab, erzählte uns am Samstagmittag eine Augenzeugin aus Unna.

Sie war am besagten Abend im Restaurant Alimentari zu Gast und sah alles von der ersten Minute an mit an.

Die Schilderung der 31-jährigen Unnaerin weicht derart krass von der Darstellung der Polizeileitstelle vom Freitagabend ab (Bericht HIER), dass wir die Zeugin – die aus naheliegenden Gründen anonym bleiben möchte – hier jetzt erzählen lassen, wie sie diesen Abend vor dem Unnaer Rathaus erlebt hat.

„Ich war im Alimentari am Rathausplatz und habe miterlebt, was passiert ist. Ich wunderte mich dann am nächsten Tag schon, dass nirgends darüber berichtet wurde.

Als ich dann gestern Abend bei Ihnen die Darstellung der Polizei las, konnte ich es erst gar nicht glauben. Ich war fassungslos. Das darf so nicht stehen bleiben. Diese Schilderung entspricht absolut nicht dem, was ich und die anderen Zeugen an diesem Abend selbst erlebt haben.

Es waren definitiv nicht fünf bis acht Personen. Es waren mehr, deutlich mehr. So ca. 20, 30 Männer hatten sich versammelt.

Einige sind natürlich verschwunden, als der erste Streifenwagen eintraf, aber nur fünf bis acht Leute – wie behauptet wurde – sind es definitiv nicht gewesen.

Von Alimentari aus hat man ja einen guten Überblick über den gesamten Platz. Wir sahen, wie sich an jeder Ecke geprügelt wurde. Vor P&C, am Trittbrett, am Kirchplatz wurde sich geprügelt. Es wurde sich am Brunnen geprügelt, vier schlugen sich vor der Kirche.

Ein junger Mann lag blutverschmiert vor Alimentari. Er wurde mit Stühlen notdürftig abgeschirmt.

Es kamen Beteiligte, die Wasser brauchten. Einer, der wohl aus Bönen kam, ging später irgendwann in Richtung Bahnhof zurück. Wir haben ihn angesprochen und vorsichtig gefragt, ob sie ihre Meinungsverschiedenheiten denn jetzt ausgetragen hätten. Seine Antwort war: „Nein. Das hat noch ein Nachspiel. Man geht nicht mit 15 Leuten auf vier von uns los.“

Das hat mir mit am meisten Angst gemacht. Es wirkte so, als wollten sie zurückkehren, mit Verstärkung.

Ich habe den Wirt von Alimentari darum gebeten, mich nach Hause zu fahren, da ich wirklich Angst hatte, noch einmal allein an diesem Abend durch die Stadt zu gehen.

Es waren drei Rettungswagen vor Ort. Auch dies passt nicht ganz zur Darstellung der Polizei, das wären nur Scharmützel gewesen. Wir haben uns aus Angst im Laden eingeschlossen. Dort hielten sich zu dieser Zeit auch Kinder auf.

Zur Frage, mit was diese Männer losgedroschen haben: Ich habe Gürtel gesehen, kettenähnliche Gegenstände – ich kenne mich mit Waffen nicht so aus -, am Brunnen hatte einer etwas in der Hand, das wie ein Messer aussah, ob ein Butterflymesser oder ein Küchenmesser, das weiß ich nicht.

Zur Herkunft der Männer würde ich bzw. kann ich sagen, dass es junge Südländer waren,  Araber, Marokkaner, Syrer…

Was mich erschreckt, ist, dass so etwas nicht bekannt gemacht wird. Und richtig fassungslos bin ich nach wie vor darüber, wie verharmlosend die Unnaer Polizei den Vorfall auf Nachfrage der Presse dargestellt hat. Das entspricht wirklich nicht im Entferntesten dem, was ich selbst vor Ort gesehen und miterlebt habe.

Ich bin froh, dass ich mir auf diesem Weg Luft verschaffen konnte, denn Vorfälle solcher Art müssen öffentlich werden. Ich hoffe, dass sich noch weitere Zeugen dieses Abends melden und erzählen, was sich wirklich zugetragen hat.“

  • Name und Kontaktdaten der Leserin sind der Redaktion bekannt.

Teil II

„Das war Krieg. Das hätte Tote gegeben. Die Darstellung der Polizei ist eine Farce.“

Ein weiterer Augenzeuge der Schlägerei vom Mittwochabend auf dem Rathausplatz (Bericht HIER) hat am Montagmittag gegenüber Rundblick die Schilderungen einer Leserin nicht nur bestätigt – er entwirft ein regelrechtes Schreckensszenario jenes Abends, das in dem Fazit gipfelt: „Das war eine Schlacht, die mit Toten hätte enden können. Unna hat am Mittwochabend seine Unschuld verloren.“

Zugleich bekamen wir auf Nachfrage zwei Statements der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Unna.

Auf unsere telefonische Bitte, den Abend aus Sicht der Polizei noch einmal zusammenzufassen, schickte uns Polizeisprecherin Ute Hellmann zunächst folgende Mail:

„Am Mittwoch, 01.08.2018, gegen 21:30 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis über eine Schlägerei auf dem Rathausplatz in Unna.

Als die die eingesetzten Beamten wenige Minuten später am Einsatzort ankamen, trafen sie jeweils vier Personen aus zwei Gruppen an.

Die Personalien der Personen wurden festgestellt und die Personen durchsucht.

Zwei Personen aus der einen und drei Personen aus der anderen Gruppe wiesen leichte Verletzungen auf. Nach Befragung von Zeugen hatten mehrere Personen die Örtlichkeit bereits vor Eintreffen der Polizei verlassen.

Nach Abschluss der Maßnahmen wurde gegen die übrigen Beteiligten vor Ort ein Platzverweis ausgesprochen, der auch von allen befolgt wurde.“

Wir baten um Beantwortung weiterer fünf Punkte:

1. Warum berichtete die Polizei nicht initiativ über diesen Vorfall, der in der Innenstadt für ziemliches Aufsehen sorgte?

2. Ist die Darstellung verschiedener Augenzeugen richtig, dass es sich bei den jungen Männern um Südländer handelte?

3. Gab es unter den Beteiligen polizeibekannte Personen?

4. Handelte es sich bei den beiden Gruppen um Lager unterschiedlicher Nationalitäten und/oder Wohnorte (z.B. Bönen-Unna)?

5. Wären aus Sicht der Polizei noch weitere Zeugenaussagen hilfreich bzw. sollen sich noch weitere Zeugen melden?

Daraufhin mailte uns die Polizeisprecherin folgende Antwort zu:

„Zu den Personalien der Beteiligten kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:

·         drei 19jährige aus Afghanistan , wohnhaft in Unna

·         ein 18jähriger aus dem Iran, wohnhaft in Unna

·         ein 18jähriger aus dem Irak, wohnhaft in Unna

·         zwei 18jährige aus Syrien, wohnhaft in Unna

·         ein 21 jähriger ungeklärter Staatsangehörigkeit, wohnhaft in Holzwickede.“

Jetzt lassen wir einen weiteren Augenzeugen zu Wort kommen, der sich bei der Lektüre unserer beiden Berichte vom Wochenende „maßlos darüber aufregte“, wie die Polizei hier Wahrheiten vertusche.

Der langjährige Unnaer ist regelmäßiger Besucher der Innenstadt und war an jenem Abend auf dem Rathausplatz Augenzeuge von jenem Moment an, in dem die schweren Auseinandersetzungen begannen. Auch er möchte, wie die Zeugin aus dem Alimentari, zu seinem eigenen Schutz und dem seiner Familie nicht namentlich genannt werden.

Der Rathausplatz am Abend. (Archivbild RBU)

Das sah und erlebte dieser Zeuge:

„Die Darstellung der Polizei ist eine absolute Farce. So eine Massenschlägerei mitten in der Stadt derart zu verharmlosen – es ist eine Sauerei, was hier abläuft. Die Schilderung der Zeugin im Rundblick vom Wochenende entspricht mit jedem Wort den Tatsachen. Ich würde höchstens sagen, dass es noch schlimmer war.

Wir haben hier eine Schlacht erlebt. Das war Krieg. Mitten in Unna. Unna hat am Mittwochabend seine Unschuld verloren.

Die Schlägereien fingen gegen 20.30 Uhr an. Die prügelten sich überall, wie von der anderen Zeugin beschrieben. An jeder Ecke, mit brutalster Gewalt.

Es waren 50 bis 70 Leute. Hier von „Jugendlichen aus dem Großraum Unna“ zu sprechen wie die Polizei ist eine bodenlose Frechheit. Das waren keine Jugendlichen! Das waren alles Männer um die 20,  und es war kein einziger Deutscher darunter zu sehen. Alles Syrer, Araber, Türken, Albaner… auch junge Damen, die rumgekreischt haben und das Ganze noch befeuerten.

Als es losging, wurde sofort die Polizei gerufen. Es dauerte bestimmt 15, 20 Minuten, bis die kam. Sie kam zunächst mit EINEM Einsatzwagen. Die haben den gesehen, haben gelacht und sich weitergeprügelt.

Das sind absolut respektlose Personen gegenüber der Obrigkeit. Die haben sich geprügelt wie die Kesselflicker, mit Messern, Schlagketten, Gürteln, einfach das volle Programm und grenzenlos brutal. Das war der Horror an sich.

Vor dem Alimentari lag ja dieser blutende Mann, von dem Ihre Zeugin berichtete. Ich habe ihn auch gesehen, wie er da lag. Wenn der nicht mit Stühlen abgeschirmt worden wäre, hätten die ihn totgeschlagen. Ich bin mir sicher, dass es Tote gegeben hätte an diesem Abend.

Es dauerte gut eine Stunde, bis es vorbei war. Da war dann auch Polizeiverstärkung eingetroffen. Dazu waren drei große RTW da plus Notarztwagen. Ich frage mich, wieso das von der Polizei mit keinem Wort erwähnt wird!

Meine Frage ist sowieso: Warum nimmt man keine Hundertschaft? Oder kann man hier inzwischen tun und lassen, was man will?

Ich habe übrigens schon um 17.30 Uhr das erste Mal die Polizei angerufen, weil ich einen Mann um die 20 sah mit einem völlig entstellten Gesicht. Er ging mit 6, 7 anderen zum Bahnhof runter. Dieser Typ war blutgetränkt. Ich bat die Polizei, sie solle bitte zum Bahnhof fahren, da käme noch was nach. Es kam kein einziger Polizeiwagen.

Ich erwarte von der Stadtverwaltung und von unserem Herrn Bürgermeister eine Stellungnahme zu diesem Horror. Unna hat am Mittwochabend seine Unschuld verloren.“

  • Name und Anschrift des Zeugen sind der Redaktion bekannt.

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