Wie das Datenschutzgesetz den Kindern die Erinnerungen raubt

Das Datenschutzgesetz tötet die Erinnerungen (Foto: Collage)

Zum Abschied aus ihrem Kita-Leben, haben Kinder in einer Kita in Hackenbroich eine Erinnerungsmappe geschenkt bekommen. Der Haken: Auf Fotos, die die Kleinen zeigen, sind die Gesichter sämtlicher Kinder geschwärzt – den neuen Datenschutzregeln sei Dank.

Nur noch sie selbst sind auf den Fotos zu erkennen: „Alle anderen Gesichter wurden mit blauer Farbe unkenntlich gemacht“, bedauert die Mutter eines Sohnes in RPonline. „Das hat leider Null Erinnerungswert“, so Alexandra Bochem. Ob beim Spielen, bei Geburtstagsfeiern, zu St.Martin und anderen anlassen, überall tummeln sich Kinder, „ohne Gesicht“.

Es sei schade, dass diese Art der Erinnerungsmappe „zu Unruhe“ und Klagen unter den Eltern geführt habe, erklärt der verantwortliche Pfarrer Peter Stelten von St. Michael Dormagen-Süd. Doch leider würden die Vorschriften immer strikter, da habe man auf Nummer sicher gehen wollen.

Ob mit einer Einverständniserklärung der Eltern nicht doch weiter Gruppenfotos und Szenen aus dem Kita-Alltag als Erinnerung gezeigt werden dürfen, wolle Pfarrer Stelten noch klären. Für die Veröffentlichung der Namen von Kommunionkinder im Pfarrbrief lasse sich die Gemeinde eine solche Erklärung unterschreiben – nur dann werden die Namen auch veröffentlicht. „So etwas kann ich mir auch für die Fotos vorstellen“, sagt Pfarrer Stelten, der jedoch sagt, dass er zu wenig Mitarbeiter für diesen neuen Verwaltungsakt habe. (MS)

screenshot Twitter
screenshot Twitter

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...