Mieter werden von „Nachbarskindern“ terrorisiert

Jugendgang (Symbilbild: shuttterstock.com/Von Syda Productions)
Jugendgang (Symbilbild: shuttterstock.com/Von Syda Productions)

Berlin – Die Mieter eines Plattenbaus werden von „Jugendlichen“ aus der Nachbarschaft terrorisiert und fürchten mittlerweile um ihr Leben. Realität im Merkel-Jahr 2018 für jene, die hier schon länger leben.

Es klingt unglaublich, was eine ältere Bewohnerin des Plattenbaus in Berlin-Hellersdorf der B.Z. berichtet: Mitte Juni brach das letzte Feuer im 70 Einheiten zählenden Ein-Appartement-Haus aus. Im sechsten Stock sollen Jugendliche im Alter zwischen 13 und 14 Jahre in die Wohnung der Seniorin eingedrungen und dort die Einrichtung angezündet haben. Das Appartement brannte vollständig aus. Umliegende Wohnungen wurden durch übergreifendes Feuer und Löscharbeiten zerstört. Verletzt wurde niemand. „Die Jugendlichen terrorisieren uns jetzt schon seit zwei Jahren”, so eine 63-jährige Mieterin. „Ich will einfach nur noch raus aus diesem Haus.”

Die Polizei bestätigte gegenüber der Zeitung, dass sich „zum Teil straffällige Jugendliche im Bereich des Hauses und der Umgebung aufhalten und teilweise ältere Bewohner drangsalieren“ würden. Im Fall des letzten Feuers wurde ein 14-Jähriger festgenommen und in eine sozialpsychologische Betreuung verbracht, hieß es weiter. Jedoch sei der Terror für die Bewohner mit der Festnahme des jugendlichen Straftäters nicht vorbei. Nachdem Mitglieder der Jugendgang immer wieder ins Haus eindringen, wurde vor kurzem einer 72-jährigen Anwohnerin gedroht, man werde ihr in den Kopf schießen.

Die Vermieterin der Appartementanlage, die Deutsche Wohnen, wurde von den verängstigten Bewohnern bereits mehrfach um Hilfe gebeten. Das Unternehmen habe laut B.Z. seinen Sicherheitsdienst deshalb beauftragt, verstärkt Streife an dem Plattenbau in der Glauchauer Straße zu gehen. Die Polizei würde präventive Einsätze fahren. (SB)

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