Der nächste Brandbrief: 70 Prozent ausländische Schüler bringen Lehrer ans Limit

Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock
Muslime in deutschen Schulen. (Symbolfoto: Durch Tolga Sezgin/Shutterstock)

Halle (Saale) – Die Sekundarschule Kastanienallee ist am Ende. Die Lehrerschaft kann nicht mehr. Mit mehr als 70 Prozent ausländische Schüler ist kein Unterricht mehr an der weiterführenden Schule mehr möglich. Deshalb erhielten nun die Eltern, das Landesschulamt und der Ministerpräsidenten Reiner Haseloff (CDU) einen Brandbrief, die bereits in unzähligen Ausführungen an Verantwortliche dieses Chaos verschickt wurden. 

Im Kern geht es um einen, nach Auffassung der Pädagogen, viel zu hohen Anteil ausländischer Schüler, um daraus resultierende Sprachprobleme und eine Überlastung der Lehrer. Der Brief ist schon der zweite dieser Art und eine Reaktion auf ein Schreiben Haseloffs aus dem März 2018, berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

Faktische Analphabeten und Schulverweigerer

Von 397 Schülern besitzen 277 einen Migrationshintergrund, heißt es in dem Brandbrief. Die meisten dieser Schüler seien sogenannte Flüchtlingskinder, deren Mehrzahl nicht einmal die eigene Muttersprache in Wort und Schrift beherrschen würden. Hinzu kämen Traumatas. Das ganze werde noch dadurch verschärft, dass aus dieser Gruppe immer mehr Schulverweigerer erwachsen würden.

Die Lehrerschaft sei am Ende. „Wir wissen nicht, wie lange diese Situation noch beherrschbar bleibt“, schreiben die Lehrer in dem Brief, der nach MZ-Informationen nicht mit der Schulleitung abgestimmt worden sein soll.

Dem zuständigen CDU-Minister Reiner Haseloff, der bereits im März ein ähnliches Schreiben erhalten hatte, machen die Pädagogen schwere Vorwürfe: „Wir fühlen uns nicht nur verraten und verkauft, sondern auch ausgenutzt und allein gelassen.“ Haseloffs Antworten würden nicht helfen, weil sie nur Hinweise zur Arbeitsoptimierung beinhalten würden, die schon längst ausgeschöpft seien. Stattdessen fordern die Briefschreiber, dass die Klassengröße für fünf Jahre auf 22 Schüler herabgesetzt wird, sowie die Zuweisung von mehr Lehrern und mehr Zeit für die Sonderaufgaben.

Umverteilung: Das  migrantische Problem weiterschieben

Dem Chaos, das auf den Schultern der einheimischen Kinder und auf Kosten der Steuerzahler ausgetragen wird, solle auch damit begegnet werden, dass ausländische Schüler an andere Schulen verteilt werden, insofern der Schulweg zumutbar sei.

Umverteilungsmaßnahmen seien jedoch laut MZ bereits erfolgt, auch hier sei man bereits am Limit. Zudem habe das Bildungsministerium bereits darauf verwiesen, dass man bereits vor zwei Jahren 50 Stellen für Sprachlehrer besetzt habe und Schüler mit Migrationshintergrund zu Beginn ihrer Schulzeit mit besonderem Stundenkontingent gefördert habe. Dringend nötig seien Neubauten, so das Fazit.

Ungeachtet dieser zielsicher auf ein Chaos zulaufenden Situation erklären die Oberbürgermeister von Köln, Bonn und Düsseldorf und aktuell auch Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), noch mehr Flüchtlinge aufnehmen zu wollen (Jouwatch berichtete). (SB)

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