Begriffsrätsel „Spaltung“

Foto: Collage
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Die Presse ist voll von falsch oder unklar angewendeten Begriffen. Dass dies einer politischen Absicht folgt, liegt auf der Hand. Je mehr Verwirrung geschaffen wird, desto leichter ist die Masse der Bürger zu manipulieren.

Von Ulrich F. Gerhard

Nehmen wir den Begriff der „Spaltung“.

„Rechte spalten die Gesellschaft“, „Die AfD spaltet die Gesellschaft“, „Rechtspopulisten wollen die Gesellschaft spalten“. So und ähnlich liest man jeden Tag.

Auffällig ist: Hier wird immer der Begriff „Gesellschaft“ eingesetzt, nicht der viel passendere Begriff „Volk“, welcher die Masse der in einem bestimmten, national und durch Grenzen definierten Gebiet Lebenden ursprünglich bezeichnet.

Ein Volk – besser ein Staatsvolk – ist die auf gleichen kulturellen Werten und folglich auch auf einem diese Werte verkörpernden Rechtssystem aufbauende, seit vielen Jahrhunderten gewachsene Solidargemeinschaft der Bewohner eines Staatsgebietes, welche dieses Staatsgebiet als Nation gegen das anderer Nationen abgrenzt. Dadurch erst wird letztlich die Vielfalt der Völker und Nationen auf diesem Planeten erkennbar und auch garantierbar.

Die Absicht linker Kulturmarxisten hingegen ist es nun, diese Ordnung zu zerstören, weil sie angeblich Ungerechtigkeit und Benachteiligung bestimmter Gruppen verursache. Eine Behauptung, die durch nichts bewiesen ist, sondern vielmehr auf den persönlichen Gedankengängen und auf den von der Wirklichkeit abweichenden Wunschvorstellungen ihrer Theoretiker beruht. Wer sich mit dem Lebensweg eines Karl Marx beschäftigt, wird schnell feststellen, auf welch schwankendem Untergrund sein seitenstarkes Buch über den Kapitalismus steht.

Was also steht nun in der Gefahr, gespalten zu werden? Die Nation? Das Volk? Oder die Gesellschaft?

Um etwas spalten zu wollen, so wie ein Stück Holz, bedarf es zunächst eines homogenen Ausgangsmaterials. Ist unser Volk, unsere Gesellschaft homogen? Besteht sie aus genetisch reinrassigen Mitgliedern? Nein, natürlich nicht. Über Jahrhunderte haben wechselseitige Eroberungen, kleinere oder größere Ab- und Zuwanderungen, Kriege, politische Zwangsabspaltungen,  Epidemien und Naturkatastrophen am Volk gearbeitet und modelliert, so wie Wind und Wasser am Gestein arbeiten. Diese natürliche historische „Verwitterung“ hat natürlich auch unser Volk, das deutsche, beeinflusst und nicht homogen, nicht germanisch, teutonisch oder sonst wie stammesmäßig rein erhalten können.

Mithin sind auch wir Deutschen letztlich ein heterogenes Mischvolk im großen eurasischen Völkergebiet. Süddeutsche unterscheiden sich von Norddeutschen ebenso wie Westdeutsche von Ostdeutschen. Ursprünglich germanische haben sich mit romanischen und slawischen Volksgruppen vermischt. Diese innere Vielfalt und Vermischtheit hat aber dem nationalen und kulturellen Selbstverständnis, der deutschen Identität, keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Sie blieb stabil. Demzufolge bildete sich durch den Einfluß Bismarcks auf dem Boden der deutschen Aufklärung 1871 das Zweite Deutsche Reich heraus, nachdem das Erste, das Heilige Römische Reich, untergegangen war.

Nun aber soll dieses an sich schon heterogene deutsche Volk plötzlich durch eine Spaltung bedroht sein? Eine Spaltung in was bitte? In alte germanische, romanische oder slawische Teile?  Unmöglich, kann ich nur sagen. Da ist nichts zu spalten.

Oder ist etwa eine Spaltung in linke und rechte politische Gesinnungsträger gemeint? Die hat es schon immer gegeben. Oder will man die zugewanderten türkischen, italienischen, griechischen und anderen Bevölkerungsteile, die erst seit ca. 60 Jahren hier leben, als von der Abspaltung gefährdet ansehen? Ich habe nicht den Eindruck. Die allermeisten sind integriert und sogar assimiliert, so wie es der innere Frieden ganz selbstverständlich auch erfordert.

Eine Fremdenfeindlichkeit, wie sie häufig unterstellt wird, gibt es in der BRDeutschland nicht. Auch hier wird ein Begriff falsch verwendet, denn ein Feind der sinnlosen, alle beteiligten Kulturen zerstörenden und die tragenden Sozialsysteme untergrabende Masseneinwanderung zum Zwecke ungehinderten Warenkonsums ist kein Fremdenfeind. Er isst weiterhin italienisch oder türkisch, fährt nach Spanien, in die Türkei, nach Marokko oder Thailand in den Urlaub und hat auch ausländische Freunde im Sportverein. Aber ein Feind des Kulturmarxismus darf er trotzdem sein.

Fazit:

Wer von einer Spaltung redet, um nicht zu sagen, faselt, der soll bitte erklären, was er damit meint. Ich habe den Eindruck, dass die linken Faselanten selbst nicht wissen, was sie damit meinen. Es drängt sich der Eindruck auf („wie ich selber denk und tu’ , trau ich’s andern zu“) dass sie selbst es sind, die bestimmte Teile unseres Volkes abspalten wollen, da sie ihnen in den Eroberungsfeldzügen der marxistischen Gesinnung lästig erscheinen. Die deutschen Patrioten als Sezessionsbewegung in der Menge der herrschenden Kulturmarxisten ?  Kein schlechter Gedanke. Schaumamal, was sich entwickelt…

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