Über das Erstarken der Rechte(n)

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Warum erstarkt europaweit die politische Rechte?

Von Ulrich F. Gerhard

Nicht schwer zu begreifen, denn auch die Geschichte folgt – entgegen allen Beteuerungen linker modernistischer Einmaligkeit – gewissen logischen Prozessen, fraktalen Vorgängen unter dem Vorzeichen der Antagonisten Yin und Yang. Das Pendel schlägt immer wieder in die andere Richtung.
Bisher hat sich die übergroße Mehrheit des – nicht nur deutschen – Volkes sich nicht um Politik gekümmert, sondern diese lieber den „Fachleuten“ in den Parlamenten des „Weiter-so-wie-bisher“ überlassen, nicht wissend, dass es sich bei einem Großteil dieser Fachleute um nichts anderes als die Sprößlinge, Nutznießer und vor allem um die Protagonisten der linksextremen „Frankfurter Schule“ handelt, um eine Gruppe von Gesellschaftsinfiltrierern, die sich daran machten, die utopischen und weltfremden Ideen der Herren Marx und Engels als „wissenschaftliche“ Erneuerung des menschlichen Zusammenlebens bekanntzumachen. Dass die Revolution der Arbeiterklasse nicht stattfand und die Weltrevolution schon gar nicht, können wir nur als Glücksfall der Geschichte bezeichnen. Und was dann 1989 geschah, war das endgültige Scheitern des bisher praktizierten Sozialismus an der Realität menschlicher Eigenschaften. (Das ist auch der Grund, warum die Linken bis heute daran arbeiten, einen neuen Menschen zu erschaffen, der zu ihrem System passt – social engineering, ein Geistesprodukt aus den Staaten, entstanden aus der Synthese von Marx und Freud.)

Die bisherige politische Abstinenz der europäischen Völker rächt sich nun. Sonst stünden wir nicht da, wo wir stehen, am steil abfallenden Abhang eines gigantischen Berges aus Schulden, ungelösten Problemen und verdrängten Fragestellungen. Und nun wacht, was bisher niemand für möglich hielt, weil die kontrollpolitischen Mechanismen perfekt erschienen, in allerletzter Sekunde das Volk doch noch auf, jetzt, wo es vielen von uns sprichwörtlich an den Kragen geht, wo eingewanderte Heerscharen von Wohlstandsbeanspruchern – die vom herrschenden System gern als schutzsuchende Fachkräfte oder vor Verfolgung Geflüchtete bezeichnet werden – ihre Beleidigungen gegen uns schreien, ihre Messer wetzen, um auf feige, widerliche – vor allem unmännliche Art – unseren Frauen aufzulauern, um sie umzubringen und ihre Männer zu Hanswürsten zu erklären, zusätzlich noch ein kostenloses Wohlleben unter den so Bekämpften erwartend.

CEUTA ist erneut ein Warnsignal in dieser Richtung. An den Grenzen Europas verbindet sich Respektlosigkeit mit Aggressivität und Frustration, mit grenzenlosem Neid und religiösen Wahnvorstellungen.

Sollten solche Signale unser Mitleid, unsere Fürsorge, unsere Verantwortung zur Folge haben oder ist dies nicht genau die falsche Logik, der sich bestimmte tonangebende Kreise in EUropa hingeben, um sich selbst zu beweisen, wie sehr grenzenlose Liebe sie umtreibt? Muss und kann hier wirklich in Europa geholfen werden oder nicht besser dort, wo der Herd des Desasters sich befindet und wo die Fehler des begeistert importierten westlichen Systems in Afrika ihre Wunden hinterließen?

Ich wage zu behaupten:

Dieser Rassenhass gegen uns Europäer wird noch zunehmen, er wird durch keine wie immer gearteten mildtätigen Gaben und Geschenke abgebaut werden und er wird auch nicht dadurch zu beschönigen sein, dass die nun ebenfalls aus dem pseudosozialistischen Winterschlaf aufgewachten linken Kulturveränderer das Wort Rassismus gern für die andere Seite benutzen und mit 1000fach aufgewärmten, aber dennoch unglaubhaften Kolonialschuldbegleichungen aufwarten.

Eine solche „koloniale“ Schuld wäre ja seit Jahrtausenden nicht nur unsere, sondern die Bürde großer Teile der Menschheit, zumindest ganz Asiens und Europas, wo sich seit je Horden von wilden Reitern, kampfeslustige Stämme und Nationen in unbekannte Gebiete aufmachten, um sie zu erobern. Denken wir nur an Dschingis Khan oder die Osmanen oder auch die Assassinen, die den Mord sprichwörtlich machten. (engl. to assassinate). Der Sieger dieser Konflikte war immer der Stärkere, das Gesetz der Natur hatte sich jedesmal durchgesetzt. Er brachte seine Religion, seine Kultur und seine Sprache, seine Soldaten, sein Wirtschaftssystem und seine Rechtsvorstellungen.

Auch der kolonisierende Westen – im Gefolge der frühen Seefahrer – beutete aus, er versklavte, er zog Nutzen, aber er ordnete auch, verwaltete und verbesserte Vorhandenes. Und er war mitnichten der Erfinder der Sklaverei, die es heute noch gibt. Und eines wollen wir nicht vergessen… er schaffte im pazifischen Raum sowie in Afrika den Kannibalismus ab, weil er das Christentum als Religion der Nächstenliebe verbreitete. Überdies verbreitet dieser Westen seit einigen Jahrzehnten auch die Menschenrechte als universal verfügbare Rechtsnorm und versucht steuernd dort einzugreifen, wo dies nicht gelingt. Er versucht in Gestalt der Vereinigten Staaten seit etlichen Jahren auch, die Demokratie und die grenzüberschreitende Wirtschaftsweise einzuführen, wenn auch nicht ganz ohne militärische Gewaltanwendung. Nordafrika, der Nahe Osten und die Ukraine sind die Orte des Geschehens.

Das ist alles weiterhin Kolonialismus pur, Ableger- und Stützpunktbildung auf fremdem Terrain, Ausdehnung des eigenen Einflussbereiches.

Leider sind diese Prozesse sehr unvollkommen und unausgewogen entwickelt, sonst hätten sie jetzt nicht das zur Folge, was wir Massenmigration nennen. Es fehlt die vorausplanende lange Sicht. Man überlässt das Ganze leider dem freien Spiel der Marktkräfte und der politisch regional Tonangebenden, bei denen dann erneut wieder der Stärkere siegt. Die Rückbindung der vom Westen Eroberten in das westliche System fehlt. Man glaubt, man bringe ein Geschenk und erwartet den Selbstläufer. Fehlanzeige. Die enge zwischenstaatliche Kooperation zwischen dem Kolonisierten und dem Kolonisierer fehlt. Ständige enge Zusammenarbeit auf der politischen und der Ebene der beteiligten Privatunternehmen fehlt, die Kontrolle der Projekte der Entwicklungsgelder bis zum letzten afrikanischen Dorf, die Überwachung der sozialen Entwicklung bis zur letzten Frau, die über Geburtenregelung instruiert wird, bis zum letzten Mann, der dort für eine Ausbildung vorgesehen ist. Das geht nicht alles ganz freiwillig. Hier muss staatliche Autorität greifen.

Regelmäßig schlägt westliche Hilfe aber bisher in alte Stammestraditionen um, regelmäßig wird vorn etwas aufgebaut, was hinten wieder demontiert wird, um sich einen persönlichen Vorteil zu sichern. Die Wirtschaft wird in Afrika nicht in erster Linie über den Markt sondern über persönliche Beziehungen geregelt. Man kennt sich, man hilft sich – oder auch nicht. Natürlicher Sozialismus sozusagen. Der Respekt vor diesen afrikanischen Traditionen lässt den Eurpäer oder Amerikaner jedes mal zurückzucken, auch wenn er es besser weiß oder besser kann.

Ist hier falsches, von Linken anerzogenes Schuldbewußtsein unter uns Westlern im Spiel? Zu vermuten wäre es. Denn der Verzicht auf weiße Ausbeutung wird die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen nicht abschaffen, im Gegenteil. Die Devise lautet: Jeder nutzt die menschlichen Ressourcen, so gut er kann und solange sich der Ausgebeutete das gefallen lässt. Das gilt auch und besonders für die großen internationalen Unternehmen. Und hier in Deutschland wird gerade der zu teure deutsche Facharbeiter gegen den billigen Angelernten aus Fremdland ausgetauscht. Kein Thema der Linken, versteht sich, aber eines von Mercedes, Bosch, Otto  und vielen anderen.

Die „Hauptschuld“ der Weißen liegt wohl darin, dass sie den Afrikanern und Asiaten die Errungenschaften der Zivilisation brachten. Nur damit richtig umzugehen, das kann über Krieg und Frieden entscheiden.

Mit dem bei uns herrschenden Kulturmarxismus wird es nicht zu machen sein, denn dieses Projekt endet erneut in Unrecht und Ausbeutung, in Unterdrückung und Marginalisierung. Damit wir Weißen nicht die Opfer dieses bösen internationalen Spiels werden, brauchen wir Rechte und brauchen wir die Rechten. Ohne Rechte wird es nicht gehen. Da bin ich mir ganz sicher.

Der „Kampf gegen rechts“ ist längst zu einem Kampf gegen alle Rechten und gegen das Recht geworden, welche die Rechte der Europäer verteidigen. Es ist also höchste Zeit, einen „Kampf gegen links“ auszurufen, um die weitere Zerstörung der Demokratie, der Freiheit und des in Europa technisch und sozial erzeugten Wohlstands zu stoppen. Auf die Gewerkschaften und die Kräfte der (einmal sozial gedachten) Marktwirtschaft können wir uns dabei leider nicht verlassen. Sie sitzen mit im kulturmarxistischen Boot. Das macht die Rettung Europas und seiner Nationalstaaten nicht leichter.

 

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