Jammern in Spanien: Mehr als 1000 „Flüchtlinge“ in zwei Tagen

screenshot Twitter
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In den letzten zwei Tagen landeten mehr als 1200 illegale Einwanderer in Spanien. Zuviel für das flüchtlingfreundliche Spanien? Nun schreit der spanische Innenminister laut nach der „europäischen Lösung“.

Das von Sozialisten regierte Spanien hat in den letzten Wochen immer wieder für „positive Flüchtling-Schlagzeilen“ gesorgt. So griff es den italienischen Innenminister Matteo Salvini scharf an, der keine NGO-„Rettungsschiffe“ mehr in seine Häfen einlaufen lassen will und nahm bereitwillig Mittelmeer-Reisende aus Afrika auf. Die freundliche Aufnahmebereitschaft spricht sich schnell herum und so ist die Route Marokko- Spanien die derzeit beliebteste für Schlepper und ihre Kunden.

751 sogenannte Flüchtlinge konnten auf ihrem Weg von Nordafrika zur spanischen Küste gestoppt worden. 709 seien in 48 Booten über die Straße von Gibraltar gefahren, die kürzeste Route von Nordafrika nach Spanien. Elf seien weiter östlich gefunden worden. Drei weitere Boote mit 31 illegalen Einwanderern hätten sich der ostspanischen Küste von Alicante genähert, berichtet die WELT. 

Inzwischen landeten die Afrikaner mit ihren Schlauchbooten sogar an beliebten Badestränden wie „Del Canuelo“ in Südspanien nahe Tarifa. Auf Fotos sieht man ein vollbesetztes Schlauchboot anlanden. Die Afrikaner springen aus dem Boot, werfen die Rettungswesen ab und rennen vorbei an sprachlosen – teils nackten –  Touristen in alle Richtungen.

Laut der IOM-Statistik hat die Zahl der illegalen Einwanderer, die auf dem Seeweg in Spanien, Italien und Griechenland seit Jahresbeginn ankamen, nun die 55.000 Grenze überschritten.

Angesicht von fast 21.000 Neubürgern in Spanien seit Jahresbeginn sieht sich Innenminister Fernando Grande-Malaska scheinbar gleich überfordert: „Das Migrationsproblem ist ein Problem Europas und erfordert eine europäische Lösung“, teilte er laut Focus am Samstag in schönstem Merkel-Sprach mit. Er kündigte auch ein neues Aufnahmelager im südspanischen Algeciras mit Platz für 600 Einwanderer an.

Unterdessen kämpft die sozialistische spanische Minderheitsregierung unter Pedro Sanchez mit ihrer ersten Regierungskrise. Sie verlor am Freitag eine Abstimmung über die Reduzierung des Haushaltsdefizits. Mehrere Unterstützer-Parteien verweigerten den Sozialisten die Gefolgschaft. Sollte es Sanchez nicht gelingen, sie wieder auf Spur zu bringen, platzt wohl der sozialistische Traum und seine Minderheitsregierung steht vor dem Aus. (MS)

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