Ein Moslem ist genervt: „Ich habe dieses Rassismus-Geschwafel satt!“

von A.R. Göhring und B. Hoe

© jouwatch

Die mutmaßlich von einem Ghostwriter auf englisch verfasste Nachricht des türkischen Fußballers Mesut Özil, der seinen Kritikern als Motivation „Rassismus“ vorwirft, hat die Ablehnung des Diktatorenverehrers in Deutschland noch erheblich verschärft. Zusätzlich reagieren immer mehr Menschen genervt auf die Rassismus-Dauerkeule, die stets dann geschwungen wird, wenn man politische Gegner mundtot machen will. Vor kurzem machte ein Text von Suhail Abdellawi* in den sozialen Medien Furore, der das Thema „Rassismus“ aus der Sicht eines Migranten beleuchtet. Abdellawi stammt aus Marokko und verbrachte den allergrößten Teil seines Lebens in Württemberg.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

Wir publizieren die Stellungnahme hier mit Einverständnis des Autors:

So Leute, ich habe dieses Rassismus- und Immigranten-Geschwafel so langsam satt und es geht mir auf den Keks!
Fakt ist, ich lebe seit 1970 hier. Es war für mich Neuland und ich fragte mich damals, „Wer ist eigentlich hier der Alien: ich oder die Ureinwohner?“
Doch innerhalb kürzester Zeit durfte ich erfahren, wie freundlich und nett man mich aufgenommen hat. Ich wiederum kapierte ganz schnell, wie der Hase hier läuft; und ohne eine gesunde Anpassung würde ich auf der Strecke bleiben.
Ich lernte die Sprache und den Umgang mit dieser Kultur, ich entdeckte sehr viele positive Dinge aber auch genauso negative, da schenkten sich beide Kulturen nicht viel.
Ich begann, mir aus beiden Kulturen das für mich Positive rauszupicken und warf alles Negative über Bord. Es entstand dabei etwas Wunderbares, sprich eine dritte Kultur, die aus beiden resultierte.
Das ist zwischenzeitlich 48 Jahre her. In all den Jahren verspürte ich keinen Hass, keine Ablehnung und auch keinen Rassismus (Arschlöcher gibt es natürlich immer; und das auf beiden Seiten), aber ich musste mich ebenso wie jeder andere durchbeißen um etwas zu erreichen!
Ich bin dankbar und voller Stolz für die Chancen und Möglichkeiten, die ich hier bekommen habe und sage nur „Jeder ist seines Glückes Schmied.“
Und all den Losern, egal wo sie auch herstammen, ob Inländer oder Ausländer, die für ihre Unfähigkeiten immer einen Schuldigen suchen müssen und mit der „Nazi“- oder „Immigranten und Flüchtlings“ – Keule schwingen, gebe ich einen Rat:
„Schau in den Spiegel und beginne mit der Veränderung an dir selbst, wenn du die Welt positiv verändern willst!“

Es ist nicht mehr mein Deutschland, das ich kennenlernen und schätzen durfte!

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