Der Türke, der die AfD unterstützt

von A.R. Göhring und B. Hoe

© jouwatch

Das heutige Bild der Türken in Deutschland ist geprägt von sich zusehends desintegrierenden strenggläubigen Erdogan-Anhängern, die triumphale Hochzeits-Autokorsos und ihre Wohnhäuser mit der türkischen Nationalfahne schmücken, zum Großteil von Transfergeld leben und deutsche Polizisten missachten. Das ist aber nicht das ganze Bild. Hier liefern wir den „fehlenden Part“, wie ein RT-Format genannt wird. Wir sprechen mit Mesut Atalay* aus Baden-Württemberg.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert. Unser Interviewpartner erhielt bereits Morddrohungen.

Mesut, Dein Name ist türkisch. Bist Du ethnischer Türke, oder gehörst Du zu einer Minderheit in der Türkei? Es gibt ja auch Armenier oder Kurden mit türkischen Namen. Bist Du Moslem?

Ja ist mein Name ist türkisch und nein meine Familie und ich gehören keiner Minderheit an. Also weder kurdisch, armenisch oder alevitisch etc. Ja, laut Steuerbescheid bin ich Moslem aber ich habe keinen Bezug mehr dazu.

Du bist laut FB-Konto AfD-Unterstützer. Was hat Dich dazu veranlaßt? Die AfD steht doch im Ruf, ausländer- und islamfeindlich zu sein. Wie wirst Du behandelt?

Ja, ich bin Wähler. Ich versuche durch die vielen „Likes“, die ich gebe, einen maximalen Wirkungsgrad für die AfD zu erzielen. Ich habe einen Mitgliedsantrag gestellt; der wurde leider abgelehnt, weil die AfD ein strenges Screeningverfahren hat, dessen Kriterien ich nicht erfüllt habe. Es ging dabei um zwei Posts auf Facebook und meinen Youtubekanal.

Ich bin keineswegs nachtragend oder böse, obwohl es schon sehr weh getan hat, aber das heißt nicht, dass ich die AfD nicht wählen werde .Meine Interessen werden durch die AfD am besten politisch in allen anderen Bereichen vertreten.

Die AfD ist weder islamfeindlich oder ausländerfeindlich. Ich war in der Bürgersprechstunde des Abgeordneten in Nürnberg und wurde sehr freundlich empfangen. Das Gespräch war sehr lang und informativ. Ich konnte den Mitarbeitern des Abgeordneten Löcher in Bauch fragen.

Ich bin auch bei einem Stammtisch des Kreisvereins dabei gewesen. Die Mitglieder sind bei meinem Anblick nicht vor Schreck umgefallen oder sind mir an die Kehle gesprungen. Es war einfach ein geselliger Abend mit gegenseitigem Informations- und Erfahrungsaustausch.

Wie sind Deine Erfahrungen mit der Integration der Türken und Mohammedaner in Deutschland? Stimmt die Aussage von Bassam Tibi, daß 90% nicht integriert seien?

Meine Erfahrungen, tja, da muss ich zurück nach 2015 und noch weiter nach 2010; gerade als die Mauer in unseren Köpfen Löcher bekam, so daß ein Lkw hätte durchfahren können, und kritische Fragen bezüglich Erziehung im Islam, Politik und Kopftuch möglich geworden waren.

Und nun kommen Merkel und ihre Mannschaft, mauern diese Löcher zu und stellen sich wie ein Schutzschild vor den Islam. Gerade die, die bis dato unentschlossen waren, wurden in die Ecke des radikalen Islams gedrängt bzw. der Islam wurde ihnen aufgezwungen.

Allerdings nicht vom Imam der Moschee, sondern von der Kanzlerin der Flüchtlinge. Sie sind somit für immer verloren selbst wenn die Wende kommt sind sie schlichtweg nicht mehr integrierbar. Ich hab Bassam Tibis Biographie nur mal grob überflogen; in großen Teilen stimme ich ihm zu. Die 90% scheinen mir ein bisschen hochgegriffen.

 Wie stehst Du zu Merkels Politik und dem grünen Multikulturalismus und Genderismus? Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Ich denke, oben ist klar zu erkennen, wie ich zu ihrer Politik stehe. Die Grünen sind ein Fall für sich; der Hofreiter soll sich ja ganz gut mit Pflanzen auskennen. Vielleicht raucht er sie ja auch.

Nur als Beispiel: Die Grünen sind so was von planlos; es ist einfach eine chaotische Partei durchweg. Genderwahnsinn? Da hab ich keine Meinung zu; mein Gott, wen es Menschen gibt, die sich als Frau fühlen, es aber nicht sind; ist mir doch Latte, ob die auf einem Frauenparkplatz parken oder aufs Frauenklo gehen. Problematisch wird’s halt beim Frauenarzt.

Was ich mir für die Zukunft wünsche? Einen schönen Lebensabend mit meiner Frau an meiner Seite und eine sichere Zukunft für meine Töchter. Ich erwarte nicht viel, doch selbst das können mir die Altparteien nicht bieten im Gegensatz zur AfD.

 

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