Lega gibt den Söder: In öffentlichen Gebäuden sollen Kreuze hängen

Kruzifix (Bild: shutterstock.com)
Kruzifix (Bild: shutterstock.com)

Italien – Italiens zweitstärkste Partei – die Lega – bringt einen Gesetzesentwurf ein, nachdem in allen öffentlichen Gebäuden ein Kruzifix aufgehängt werden soll.

Am Dienstag hat die Lega in Rom eine Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem in allen öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Universitätsaulen, Büroräumen, Flughäfen, Bahnhöfen und Häfen ein Kreuz – oder genauer gesagt ein Kruzifix (Kreuz mit Corpus) – aufgehängt werden soll. Das Kreuz sei das Zeichen der christlichen Zivilisation und Kultur, in seiner Geschichte verwurzelt, und gilt als universaler Wert; unabhängig von einem religiösen Bekenntnis, so das Argument der Befürworter des neuen Gesetzesentwurfes.

Für die Geschichte und Tradition unserer Völker sei es unannehmbar, dass ein verbreiteter Säkularismus die republikanische Verfassung im Sinne einer jakobinischen Verpflichtung zur Entfernung des Kreuzes auslegen würde. Im Gegenteil bleibt das Kreuz für Tausende von Bürgern, Familien und Arbeitern das Symbol der Geschichte eines ganzen Volkes, so Italiens Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini.

Wie die Freie Welt berichtet, besagt der Gesetzesentwurf: „Die Löschung der religiösen Symbole, die unsere Gemeinschaft kennzeichnen, bedeutet, die Prinzipien infrage zu stellen, auf denen unsere Identität basiert. Minderheiten zu respektieren bedeutet nicht, auf die Symbole unserer Geschichte, Kultur und Tradition zu verzichten.“ Verstöße gegen die Kreuz-Vorschrift würden mit Geldstrafen von 500 bis 1000 Euro geahndet werden. (SB)

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