Köln, Bonn und Düsseldorf wollen weitere Flüchtlinge aufnehmen – AfD fordert: „Frau Reker, treten Sie zurück!“

Kölns OB Henriette Reker (Bild: shutterstock.com/Von Yulia Reznikov)
Kölns OB Henriette Reker (Bild: shutterstock.com/Von Yulia Reznikov)

Köln – Nach übereinstimmenden Medienberichten hat die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker gemeinsam mit ihren Kollegen aus Bonn und Düsseldorf einen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben, in dem die Aufnahme weiterer Flüchtlinge angeboten wird.

Kölns Oberbürgermeister Henriette Reker (parteilos), Düsseldorfts OB Thomas Geisel (SPD) und Amtskollege Ashok Sridharan (CDU), OB von Bonn, fordern zudem, dass die Seenotrettung im Mittelmeer aus humanitären Gründen wieder ermöglicht werde. „Wir wollen ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen“, so die drei Stadtoberhäupter.

„Wir stimmen mit Ihnen überein, dass es eine europäische Lösung für die Aufnahme, die Asylverfahren sowie die Integration oder die Rückführung von Geflüchteten geben muss. Bis eine europäische Lösung mit allen Beteiligten vereinbart ist, ist es dringend geboten, die Seenotrettung im Mittelmeer wieder zu ermöglichen und die Aufnahme der geretteten Menschen zu sichern. Unsere Städte können und wollen in Not geratene Flüchtlinge aufnehmen – genauso wie andere Städte und Kommunen in Deutschland es bereits angeboten haben“, heißt es in dem Brief laut dem Kölner Anzeiger an die Kanzlerin weiter.

AfD fordert „Frau Reker, treten Sie zurück!“

Dass unsere Oberbürgermeisterin die Bodenhaftung verloren hat, war in den letzten Monaten schon nicht mehr zu übersehen, aber inzwischen muss man ihren Geisteszustand anzweifeln“, kommentierte der Kölner AfD-Ratsherr und Landtagsabgeordnete Sven Tritschler den Vorstoß.

„Wir haben hier explodierende Mieten, wir haben sexuelle Massenübergriffe, wir haben die meisten No-Go-Areas in NRW und das lässt sich leider alles auf die verfehlte Migrationspolitik von Merkel und Co. zurückführen. Und was macht das Stadtoberhaupt? Es ruft nach mehr!
Vielleicht schalten die Beamten im Rathaus mal die Klimaanlage an und erklären Frau Reker, dass sie den Kölnern verantwortlich ist und nicht den Afrikanern“, so Tritschler weiter.

In NRW leben mehr Asylbewerber und Schutzberechtigte als in ganz Italien

Neue Zahlen des UNHCR, die Ende Juni veröffentlicht wurden, ergaben, dass in Deutschland mit Abstand die meisten Schutzberechtigten und Asylbewerber. Damit liegt Deutschland unter allen EU-Ländern auf Platz eins. Allein in Nordrhein-Westfalen, wo die drei Stadtoberhäupter Reker, Geisel und Sridharan über die Köpfe der Bürger hinweg weitere Immigrantenaufnahmen zusagen, leben mehr Asylanten, als das UNHCR für ganz Italien gezählt hat.  (SB)

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