Windkraft: Rettet den Wald vor geldgeilen „Ökos“!

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Das Regierungspräsidium Kassel im schwarz-grün regierten Hessen hat den Reinhardswald Windkraftlobbyisten zum Fraß vorgeworfen. Das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands gilt als der Märchenwald der Gebrüder Grimm. Heute noch ist er eine traumhafte Gegend mit knorrigen, uralten Baumriesen, seltenen Tieren und sagenhaften Burgen. Mit dem Urwald Sababurg beherbergt der Reinhardswald das älteste Naturschutzgebiet des Landes. An den Weserhängen bieten alte Laubbäume wertvolle Lebensräume für geschützte Arten in einem einzigartigen Naturwald. Für regionalen Naturschutz interessieren sich heutige Grüne aber nicht mehr sonderlich.

Von Max Erdinger

Grüne retten heute nichts weniger als die Welt – und zwar in jeder Hinsicht. Deswegen ist das Metier heutiger Grüner nicht mehr der regionale Naturschutz, sondern der globale Umweltschutz. So wenig sie sich ihren eigenen, alteingesessenen  Landsleuten verpflichtet fühlen, so wenig Mitgefühl haben sie auch mit der Heimat ihrer Landsleute. Geschweige denn, dass sie einen Pfifferling auf den Lebensraum von Fledermaus und Rotmilan gäben. Gerade der Reinhardswald mit seinem uralten Baumbestand und dem hohen Anteil an Totholz ist deren Siedlungsgebiet.

Hunderttausende von Fledermäusen sterben jedes Jahr durch den Sog der Windräder. Sie werden zwar nicht erschlagen oder zerhäckselt von den Rotoren wie die Greifvögel und die Störche, aber ihre Lungen platzen durch den Unterdruck. Die größten Bestände des in Europa selten gewordenen Rotmilans gibt es noch im Reinhardswald. Die häufigste Todesursache des seltenen Raubvogels: Windkraftanlagen. Ausgerechnet dort also, wo er lebt, sollen nun die grünen Windmonster errichtet werden, jedes von ihnen bis zu 200 Meter hoch.

Es soll auch eine wundervolle deutsche Landschaft entstellt werden. Man wird diese Windräder von überall sehen können, denn sie müssen auf den Höhen des Reinhardswaldes stehen. Dort gibt es im windarmen Hessen noch am ehesten die Luftbewegung, die sie brauchen, um Geld aus den Taschen des Steuerzahlers und Stromverbrauchers zu saugen und in diejenigen der Windkraftbetreiber zu pusten.

Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Grüne, sagte 2015 großspurig zu: „Bedeutende Erholungsgebiete und Wälder in Hessen kommen für die Windenergienutzung nicht infrage.“  Das scheint ihn heute nicht mehr zu interessieren. Für den Reinhardswald, der prädestiniert gewesen wäre als riesiges Waldschutzgebiet, und der deshalb in den entsprechenden Planungen an erster Stelle stand, sind nun sieben Standorte für Windparks vorgesehen, jeder davon groß genug für die Errichtung von 20 der völlig überflüssigen Vogelkiller.

Die sog. graue Energie, also das, was an Energie insgesamt aufgewendet werden muss, bis ein Windrad endlich mitten im Wald steht und sein erstes Kilowatt abliefert, macht die Windenergie in Gegenden wie dem Reinhardswald zum energetischen Nullsummenspiel. Realiter werden sie errichtet als Machtinsignien einer komplett durchgeknallten, sich ökologistisch gerierenden Gutmenschenkaste. Moderne Gesslerhüte sind das. Es müssen Waldflächen gerodet werden als Standorte für die Windräder. Noch größere müssen gerodet werden für die Standorte der gigantischen Kräne, mit denen Windräder errichtet werden. Schwerlastfähige Trassen müssen angelegt werden, damit Tieflader die gigantischen Einzelteile der Windmonster an ihren späteren Montage- und Standort bringen können. Versorgungswege für die spätere Anfahrt zur Wartung der wolkenkratzerhohen Scheußlichkeiten müssen angelegt und instand gehalten werden – usw.usf.

Windkraftanlagen haben keinen Nutzen, welcher den Aufwand rechtfertigen würde, mit dem sie errichtet werden. Außer natürlich für ihre Hersteller. Die wiederum haben einen guten Draht zur Politik und umgekehrt. Das nützt beiden Seiten, denn vor die Genehmigung eines Windparks hat der Herr das Gutachten gestellt – dessen Erstellung  praktischerweise von den Windkraftbetreibern selbst erledigt wird –  und den Behörden dann als Entscheidungsgrundlage dient. Mitarbeiter der Genehmigungsbehörden wiederum halten vorher hoch dotierte Vorträge bei der Windlobby. Thema eines solchen Vortrags ist – kein Witz – gewesen: „Praxistipps zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.“

Und, oh Wunder, die Familie des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) hat in einen Windpark investiert, wie „Welt+“ weiß. Die frühere rheinland-pfälzische Ministerin Eveline Lemke, Grüne, war mit ihrem Bundesland Vorreiter bei der Verspargelung des Südens der Republik. Seit 2017 sitzt sie im Aufsichtsrat von ABO-Wind.

Allein fünf kleinere Naturschutzverbände laufen Sturm gegen die Schändung des Reinhardswaldes. Ihr Sturmlauf ist einer gegen die Wand. Die großen Naturschutz-Dachverbände wie Nabu oder BUND halten fein säuberlich den Mund und tun so, als seien sie inexistent. Es scheint zu gelten: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, außerdem wäscht eine Hand schon immer die andere – und Geld stinkt nicht.

Am Beispiel Reinhardswald zeigt sich: Der ökologistischen Vetternwirtschaft mit ihrer Kungelei von „Öko-Industrie“ und Politik muss der Garaus gemacht werden. Da scheint sich ein regelrechtes Geschwür etabliert zu haben zum Schaden von Mensch, Flora und Fauna.

 

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