Wie spontan war die Anti-Abschiebungsaktion der schwedische Studentin denn wirklich?

Geschickt geplante Aktion? (Bild: Screenshot)
Geschickt geplante Aktion? (Bild: Screenshot)

Aktuell ist Partystimmung in den „Refugee-Welcome-Netzwerken“. Eine schwedische Studentin hat die Abschiebung eines Afghanen verhindert, indem sie sich weigerte, im Flugzeug Platz zu nehmen und so den Abflug blockierte. Die ganze Aktion hatte die emsige Anti-Abschiebeaktivistin mit dem Handy gefilmt. Eine perfekt inszenierte Aktion?

Dramatik baut sich auf, als sich eine schwedische Studentin am Montag 13 Minuten lang vor dem Abflug weigert, ihren Platz in der Maschine von Göteborg nach Istanbul einzunehmen. Der Grund: Im Flieger sitzt ein 52-jähriger Afghane, der zurück in sein Heimatland abgeschoben werden soll. Und das möchte die junge Altruistin namens Elin Ersson ganz spontan verhindern. Die ganze Aktion, während der sie beschimpft, bedroht und von einem der anderen Fluggäste handgreiflich angegangen wird, nimmt die Schwedin mit ihrem Handy auf. Gut vorbereitet landet diese auf ihrem Facebookaccount, immer wieder mit der Betonung, dass sie nichts Unrechtes tue: „Ich begehe hier kein Verbrechen.“

Nach einer knappen Viertelstunde und ein paar Tränchen ist der Aufstand vorbei. Um weitere Eskalationen zu vermeiden –  viele der Reisenden sind entweder aus Wut oder Verständnis aufgestanden – beugt sich die Crew dem linken Diktat und die Aktivistin wird darüber in formiert, dass der Afghane die Maschine verlassen durfte. Auch Elin kann nun nach getaner Aktion nun den Flieger verlassen.

Lob und Anerkennung erfährt die Schwedin nicht nur aus den „flüchtlingsbesoffenen“ sozialen Medien. Auch die Tagesschau heroisiert die illegal verhinderte Abschiebung durch die Studentin und schreibt: „[…] in Schweden erklären sich zunehmend auch Prominente mit Elin Ersson solidarisch und loben ihre Zivilcourage. Der Fall ist damit öffentlich und eine Abschiebung nicht mehr geräuschlos möglich“.

Indes macht sich aber Zweifel breit, ob es sich bei der Abschiebungsverhinderung um eine spontane Aktion gehandelt hat. „Die ist nur ins Flugzeug gestiegen um die Abschiebung (eigentlich einer anderen Person) zu verhindern. Man hat ihr das Ticket bezahlt und sie vorher instruiert. Diese Methode wird von Linken gerne angewendet“, so ein Kommentar. Schaut man sich auf Erssons Facebookprofil oberflächlich um, wird schnell klar, dass Abschiebungen und deren Verhinderung für die junge Dame ein tragendes Thema ist.  (SB)

Loading...