Ehre verletzt: Neuestes Opfer eines Säure-Anschlags ist erst drei Jahre alt

Marilla Slominski

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Bilder von vor und nach dem Anschlag. Screenshot: YouTube

Das aktuellste Opfer einer Säure-Attacke in Großbritannien ist erst drei Jahre alt. Der kleine Junge geriet zwischen die Fronten seiner Koran-gläubigen Eltern. Das eigentliche Ziel des Angriffs war seine afghanische Mutter. Ihr Ehemann war offensichtlich auf Rachefeldzug, weil seine Frau ihn verlassen und den islamischen Schleier abgelegt hatte. 

„Was habt ihr meinem Baby angetan“, hallten die Schreie der Mutter am Samstag durch den Baumarkt im britischen Worcester. Das Kleinkind war in seinem Kinderwagen sitzend mit einer ätzenden pinkfarbenen streng riechenden Flüssigkeit übergossen und mit schweren Verletzungen im Gesicht und an den Händen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Fünf Männer seien im Zusammenhang mit dem Anschlag inzwischen verhaftet worden, berichtet MailOnline. Unter ihnen drei junge Rumänen und der Vater des Jungen, ein 39-jähriger Afghane. Ziel der Säureattacke sei wahrscheinlich die Mutter des Jungen gewesen, glauben die Ermittler.

Das Paar war vor elf Jahren vor dem Krieg in Afghanistan geflohen, hatte in Großbritannien Asyl beantragt und sich in Wolverhampton niedergelassen. Im vergangenen Jahr verließ die Frau ihren Ehemann und zog mit dendrei Kindern im Alter von zehn, acht und drei Jahren in ein Haus in Worcester.

Nachbarn berichten von zuvor heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem muslimischen Ehepaar. Die ehemals islamisch korrekt Vollverschleierte hatte sich inzwischen aus ihrem Kleidergefängnis befreit und wollte in dem kleinen Reihenhaus mit ihren Kindern ein neues Leben beginnen.

Es wird vermutet, dass der afghanische Ehemann ihren Aufenthaltsort durch ein Foto in einer Lokalzeitung herausbekam. Auf ihm war eines der drei Kinder bei einer örtlichen Veranstaltung abgebildet worden. Die Attentäter sollen die Frau daraufhin beobachtet und bis in das Einkaufszentrum Home Bargains verfolgt haben.

Man nimmt an, dass die Attacke der „ungehorsamen“ Frau galt und der Junge nur aus Versehen zum Opfer wurde. Er sei einfach nur „im Weg“ gewesen. Die Frau und ihre Kinder sollen inzwischen an einen sicheren, von der Polizei bewachten geheimen Ort gebracht worden sein – aus Sorge, dass sie noch einmal angegriffen werden könnten. (MS)

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