Südkoreaner wollen keine Muslime im Land

Protest in Südkorea gegen islamische Immigranten (Symbolbild: shutterstock.com/Von rotsukhon lam)
Protest in Südkorea gegen islamische Immigranten (Symbolbild: shutterstock.com/Von rotsukhon lam)

Südkorea – Auf der koreanischen Halbinsel regt sich enormer Widerstand. Bereits mehr als eine halbe Million Bürger haben eine Petition gegen die Aufnahme islamischer Immigranten unterzeichnet. Südkorea dürfe unter der muslimischen Einwanderung nicht leiden, wie die Länder in Europa. 

Im Juni kamen rund Tausend islamische Immigranten aus dem Jemen auf der koreanischen Insel Jeju an. Dabei hätten die Muslime die Visafreiheit, die eigentlich vorgesehen war, um den Tourismus anzukurbeln, ausgenützt, um sich dort für einen Monat aufzuhalten, berichtet die Junge Freiheit (JF).

Südkorea soll unter den Einwanderern nicht leiden wie Europa

Gegen diese Vorgänge demonstrierten nun südkoreanische Bürger in der Hauptstadt Seoul.  In Sprechchören und auf Plakaten forderten sie „Korea first“, „Wir wollen Sicherheit“ und „Verbietet die keine-Visa-Politik“. Von Organisatoren der Demonstration wurde geltend gemacht, dass die Regierung Koreaner bevorzugt behandelt. „Wir sind nicht gegen alle Flüchtlinge. Aber wir sollten keine Ausländer akzeptieren, die versuchen, ihre wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen.“ Südkorea dürfe nicht so unter den Einwanderern leiden wie Länder in Europa.

Aktuell leben rund 200.000 Muslime in Südkorea. Die ersten Rechtgläubigen kamen im Koreakrieg mit der amerikanischen Militär. Ende der sechziger Jahre waren dann koreanische Firmen im Nahen Osten tätigt. Während dieser Zeit genehmigte die damalige koreanische Regierung den Bau von, durch Saudiarabien und andere islamische Länder finanzierte Moscheen im noch armen Südkorea.

Islamisierung auch auf der koreanischen Halbinsel

Die Situation änderte sich jedoch Ende der neunziger Jahre, als auch in Korea die Islamisierung einsetzte, indem Arbeiter aus den muslimischen Ländern einzuwandern begannen. Sie kamen aus Pakistan, Bangladesh, Sri Lanka, Indonesien, Ägypten, dem Irak, Tadschikistan und Turkmenistan. Durch Eheschließung und erhöhte muslimische Geburtenrate hat die Zahl der Muslime auch auf der Halbinsel rasant zugenommen zugenommen. Heute leben 143 500 eingewanderte Muslime in Korea, die ungefähr 10 Prozent der Migranten ausmachen. Zählt man noch illegale Migranten und die etwa 35 000 koreanischen Muslime dazu, sind es insgesamt rund  200.000 Personen, die sich zum Islam bekennen.

Gegen die Islamisierung des Landes formiert sich nun zunehmend Widerstand. Aktiv hier protestantische Gruppen, die vor der „Islamisierung Koreas“ warnen. So besitzt The Council of Presbyterian Churches in Korea eine Abteilung, die Islamkritiker schult. Gegenwärtig versuchen diese Gruppen ein Regierungsvorhaben zu verhindern: Im Süden Koreas will die Regierung ein „Food-Cluster“ errichten, zu dem auch ein Halal-Food-Zentrum gehören soll. Da heute bereits einige koreanische Unternehmen Lebensmittel in die muslimischen Länder exportieren, will die Regierung hier Investitionen fördern, berichtete die NZZ. Der Widerstand, gerade mit Blick auf Europa und die verheerenden Folgen einer unkontrollierten muslimischen Einwanderung, formiert sich zunehmend. (SB)

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