Jörg Meuthen im ARD-Sommerinterview

AFE-Sommerinterview (Bild: AfD)
AFE-Sommerinterview (Bild: AfD)

Nach langer unfreiwilliger TV-Abstinenz durfte AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen ein Sommerinterview mit ARD-Hauptstadtstudioleiterin Tina Hassel geben. Meuthen beantwortete Fragen zur NGO-Schlepperei von Immigranten nach Europa, europaweiter Zusammenarbeit rechtskonservativer Parteien, die angekündigte Revolte durch Steve Bannon in Bezug auf die EU-Wahlen oder das AfD-Rentenkonzept. Mit Video.

Trotz der zu erwartenden undemokratischen Einsprüche aus den Reihen der Konsensparteien, dass die AfD – wie alle anderen Parteien auch – ihre Positionen im“Sommerinterview“ des öffentlichen-rechtlichen ARD-Format darlegen darf, war Jörg Meuthen im Gespräche mit ARD-Hauptstadtstudioleiterin Tina Hassel.

„Ich habe Innenminister Salvini meine Gratulation ausrichten lassen“, so der Bundessprecher der Partei und Europaabgeordnete Jörg Meuthen zu Flüchtlingspolitik der italienischen Regierung. Er setze auf die EU-Ratspräsidentschaft Österreichs, das seine Amtszeit bis Ende 2018 unter das Motto „Ein Europa, das schützt“ setzt und Zentren außerhalb der EU bauen möchte. „Wir müssen unsere Außengrenzen so wirksam schützen, dass wir genau prüfen, wen wir reinlassen und wen nicht“, so Meuthen, der nochmals unterstreicht, dass nur so könne die illegale Migration gestoppt werden könne. Die selbsternannten NGO-Seenotrettern im Mittelmeer setzten falsche Anreize.

„Was wir brauchen, ist eine Kooperation mit Gleichgesinnten“, so Meuthen auf Hassels Frage nach der Bereitschaft der AfD mit „rechtspopulistischen“ Parteien über nationale Grenzen hinweg zusammen zu arbeiten. Meuthen wehrte sich gegen die Begrifflichkeit „populistisch“. Das Ziel der AfD sei eine patriotische Politik, die die nationalen Interessen wahre. Zum Vorstoß des früheren Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, der angekündigt hatte, eine Stiftung („The Movement“) gründen und damit eine rechtspopulistische Revolte vor den Wahlen zum Europaparlament im Frühjahr 2019 auslösen zu wollen, äußerte sich Meuthen nicht. Er habe hierüber keinen aktuellen Stand.

Im Thema Rentenkonzept stimme er nicht mit den Vorschlägen des thüringischen Landtagsabgeordneten Björn Höcke überein, der eine Produktivitätsrente und eine Staatsbürgerrente gefordert hatte.Der augenblickliche Stand sei ungerecht, die Zukunft der Rente sei aber „eines der schwierigsten Probleme“. In der Partei gebe es einen großen Meinungspluralismus mit vielen Vorschlägen. „Man muss sich Zeit lassen“, so Meuthen.

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