Ein vollständig gespaltenes Land: Auch der Journalismus ist in der Asylpolitik zerstritten

Foto: Collage
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Der Bundeskanzlerin muss man nicht nur vorwerfen mit ihrer völlig irren Asylpolitik die Zukunft Deutschlands zu gefährden. Wie kein anderer Regierungschef vor ihr spaltet die Kanzlerin den Staat. Der Riss durch die Gesellschaft reicht dabei inzwischen von der Justiz bis quer durch den Journalismus. Die Redaktionen werden nur noch durch das rigorose Diktat aus den Chefetagen unter Kontrolle gehalten.

Von Walter Ehret

Das jüngste Beispiel dieses Zerwürfnisses lieferte nun die Zeit ab. Die politische Korrespondentin Mariam Lau, erstellte am 11. Juli, im Auftrag ihrer Redaktion einen pro und contra Beitrag zur Flüchtlingsrettung im Mittelmeer [1]. Obwohl dieser Beitrag moderat verfasst war, brach vor allem unter den linksliberalen Leserkreisen ein Sturm der Empörung los.

Die Folge: Die Chefredaktion knickte angesichts ohnehin seit langem dramatisch sinkender Leserzahlen vor dem Protest ein und warf ihre Angestellte, die tatsächlich im direkten Auftrag ihrer Redaktion handelte, dem linken Mob zum Fraß vor.

Und das ist kein Einzelfall. Jeder konnte es in der Auseinandersetzung zwischen Seehofer und der Kanzlerin in den Gazetten verfolgen. Sogar bei ARD und ZDF wurde zu diesem Zeitpunkt über die Notwendigkeit des Rücktritts der Kanzlerin, zur besten Sendezeit, diskutiert. Ein unerhörter Vorgang bei den Linentreuen vom Propagandasprech 1 und 2.

Jetzt rebellierte die Welt-Redaktion

Doch das Vorgehen der Zeit-Chefredaktion gegen die eigene Redaktion und eine schuldlose Angestellte, die nichts anderes als den Redaktionsauftrag durchführte, wurde nun sogar der WELT zu viel. In einem, in diesen Tage hoch gefährlichen Klima für abweichlerische Journalisten, veröffentlichte das Haus Springer am Donnerstag einen geharnischten Artikel zum Vorgehen der Zeit [2]. Dafür muss man der WELT tatsächlich einmal Respekt zollen, auch wenn sie ihr Werk wohlweislich unter der Rubrik „Meinung“ firmieren lässt.

Man darf deshalb ohne Übertreibung feststellen: Der deutsche Journalismus funktioniert eben nur noch im Sinne der Machthaber, weil aus den höchsten Etagen heraus ein strenges Regime der Angst regiert. Wer nicht mitzieht, verliert seinen Job, und landet auf der offiziell nicht existierenden schwarzen Liste der Medienwelt.

Jedenfalls hat kein anderer Fall der Vergangenheit besser aufgezeigt, was die Bundeskanzlerin mit ihrer uneinsichtigen Verbocktheit in unserer Gesellschaft anrichtet. Aus der einfachen Asyl-Sachfrage, die man politisch diskutieren und korrigieren kann, wurde durch den Merkel-Wahnsinn eine fundamentale Glaubensfrage, die das Potenzial hat, das Land in einen „Religionskrieg“ pro und kontra Asyl zu führen.

Über diesen Streit droht nicht nur die gesamte politische Landschaft Deutschlands zu zerbrechen, sondern durch das Volk selbst, wie durch seine Institutionen, wird sich über Jahrzehnte ein unüberwindbarer Graben ziehen. Das Land wie der Journalismus wird langfristig in zwei unversöhnliche Lager geteilt. Die Demokratie und das Staatsgefüge werden schwer beschädigt.

Selbst wenn man der Kanzlerin nichts anderes als das anlasten könnte, müsste sie bereits für diese Untat aus dem Amt entfernt werden. Angela Merkel ist für Deutschland unbestreitbar in jeder Hinsicht untragbar geworden.
Quellen:
[2] Die Welt – Wie die „Zeit“-Chefredaktion der Meinungsfreiheit einen Bärendienst erweist :
https://www.welt.de/…/Hamburger-Liberalitaet-Wie-die-Zeit-C…

[1] Die Zeit – Seenotrettung – Oder soll man es lassen?:
https://www.zeit.de/…/seenotrettung-fluechtlinge-privat-mit…

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