Wahlkampf um Franz Josef – CSU will rechtliche Schritte gegen AfD-nahen Verein unternehmen

Strauß würde Söder eine Watsch´n geben (Bild: Screenshot)
Strauß würde Söder eine Watsch´n geben (Bild: Screenshot)

Auf einem Plakat das AfD-nahen „Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten“ ist der ehemalige CSU-Chef und bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß zu sehen. Darauf steht: „Franz Josef Strauß würde AfD wählen.“ Die CSU will nun rechtliche Schritte unternehmen. 

„Wir werden rechtlich und politisch gegen den Mißbrauch von Franz Josef Strauß durch die AfD und durch AfD-nahe Vereine vorgehen“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume laut dem Münchner Merkur. Bereits bei der vergangene Bundestagswahl war die CSU-Empörung groß, als die AfD mit dem selben Slogan warb.

„Die Reaktion der CSU ist hysterisch und peinlich“

Auch die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier äußerte sich kritisch zu der Plakatkampagne und bejammert den angeblichen Mißbrauch eines Toten durch die AfD. Diese würde diesen Missbrauch betreiben, weil „sie unter den Lebenden keine Argumente hat“, so die CSU-Europaabgeordnete Hohlmeier gegenüber der Parteizeitung Bayernkurier. „Einen Toten zu mißbrauchen, das ist das Schäbigste, was man tun kann.“ Ihr Vater hätte nie im Leben für die AfD gestimmt, so die Straußtochter.

Der Vorsitzende des „Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten“, David Bendels, reagierte gelassen auf die juristischen Drohungen der CSU. „Die Reaktion der CSU ist hysterisch und peinlich. Die Strauß-Tochter Hohlmeier verhält sich gar deppert und schizophren“, so Bendels gegenüber der Jungen Freiheit (JF).

Auf Facebook postete der Verein zudem ein weiteres Bild von Strauß und Söder, versehen mit dem Kommentar: „Strauß würde Söder eine Watsch’n geben! Deshalb AfD wählen!

Anwaltsschreiben an die CSU

Damit die CSU ihrer Drohung nachkommen, hat der „Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten“ das Vorhaben der Herren Seehofer und Blume in Form eines Anwaltsschreibens quittiert. Damit es nicht wieder -wie bei der angekündigten Verfassungsgerichtsanrufung in Sachen Grenzöffnung  – bei leeren Worten bleibt, und der Verein nicht weiter die öffentliche Drohung der CSU hinnehmen muss, wird folgende Erklärung erwartet:

CSU Erklärung erwartet (Bild: Screenshot)
CSU Erklärung erwartet (Bild: Screenshot)

 

David Bendel veröffentlicht Anwaltsschreiben auf Facebook.

CSU im Kleinkindmodus: Damit das ein für alle Mal klar ist!

Die CSU reagierte zudem auf Facebook. Dort postete sie am Dienstag ein Bild von Strauß und dem aktuellen bayerischen Ministerpräsidenten Söder (CSU) sowie der Aussage „Strauß würde Söder wählen!“ Darüber schrieb die Partei „Damit das ein für alle Mal klar ist!“ So viel zum Thema „Missbrauch eines Toten“!

Damit das klar ist! (Bild: Screenshot)
Damit das klar ist! (Bild: Screenshot)

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28 Kommentare

  1. …“Ihr Vater hätte nie im Leben für die AfD gestimmt, so die Straußtochter.“… Unter FJS wäre ein AfD nicht nötig gewesen. Übrigens Fr. Monika Hohlmeier, durch Ihr schäbiges, hinterfotziges Verhalten habe ich die CSU verlassen. Erst versuchen Kontrahenten in der CSU zu erpressen und dann sich im Austragstüber EU-Parlament alimentieren lassen.

    • “ Unter FJS wäre ein AfD nicht nötig gewesen“ … Kann dem nur zustimmen! Und FJS hätte Merkill vom Acker gejagt!

  2. DEPPERTER geht es wirklich nicht mehr #Söder u. #CSU…..;-)

    Schleicht`s euch, ihr Lederhosen-UMVOLKER….!

  3. Ich schrieb es schon mehrmals, ich vermisse die kantigen Politiker, Politiker die noch ein eigenes Profil hatten, Politiker die im BT kein Blatt vor den Mund nahmen, Politiker die eine eigene Meinung hatten und diese hartnäckig verteidigten. Diese stromlinienförmigen Klatschhasen heute sind für jeden halbwegs intellegenten Menschen eine Beleidigungdes Intellekts. Diese geschwurbelte Politikersprache, falls man die als solche bezeichnen will, ist unerträglich. Früher habe ich heimlich mit einem Kofferradio auf DW die Bundestagsdebatten verfolgt. Was für Debatten, was für begnadete Redner, FJ Strauß vs. H. Wehner, Brandt, Schmidt, Erhardt, Kisinger uva. heute? Da reden BTA wo ich nicht begreife, was wollen die eigentlich sagen? Wo ist ihr Standpunkt und nicht der seiner Partei, hat die Rede irgendeinen Inhalt? Die Hofreiterin ist eine von diesen Kandidatinnen der Rest auch nicht besser. Die AfD Redner sind auf gutem Weg müssen aber rethorisch noch bissiger werden.

  4. Hmm… da muss ich jetzt mal als ehemaliger Strauß Wähler ausholen. Ich stamme aus Norddeutschland, klassische SPD Familie.Als Kind habe ich Wahlzettel von Strauß ins Klo geschmissen und drauf geschissen (im Wahrsten Sinne des Wortes). Später dann Sinneswandels etc.
    Ich kenne(kannte) persönlich Menschen aus Strauß Umfeld. Er hätte den Typen erschossen!

  5. Oho, ich hätte da noch einen schönen Vorschlag für ein weiteres Plakat:

    Franz Josef Strauß würde Seehofer Testikelprothesen schenken – und anschließend in die AfD eintreten!

    Mit freundlichem Gruße

    Marc Abramowicz

  6. Anscheinend hat hier niemand bemerkt, dass man viel laienhafter eine Unterlassungserklärung nicht gar einfordern kann. Zwar ist es möglich und mag auch bei Androhung einer sog. „negativen Feststellungsklage“ angeraten sein, die Gegenseite aufzufordern, sich eines (angeblichen) Rechts nicht weiter zu berühmen, aber zu fordern, auf ein Recht zu verzichten, heißt anzuerkennen, dass es tatsächlich besteht. Auweia, entweder ein fake oder ein absoluter Winkeladvokat, der da am Werke war.

  7. Autsch, die Reaktion zeigt, das Plakat hat die CSU an einer ganz empfindlichen Stelle getroffen.
    Verständlich, nach Strauß hat sich die CSU nicht mehr mit Ruhm bekleckert. Zuerst kam Amigo Streibl, dann mit Stoiber schon der erste von Merkel’s Bettvorlegern…

  8. Das ist Verzweiflung pur. Die CSU weiß selber das unter FJS dieses ganze Affentheater nicht statt gefunden hätte. Der hätte Mutti kräftig in den … getreten. Er hätte auch in der eigenen Partei aufgeräumt.

  9. Unter Strauß wäre eine AfD gar nicht erst nötig gewesen und entstanden,sie ist ein Kind der Politik der „C“-Parteien.Merkel würde zu Hause für ihren Herrn Sauer Kartoffelsuppe kochen und Streuselkuchen backen. Diese unsägliche Person würde unter Strauß niemand in Deutschland kennen ! Bayern und Hessen im Oktober AfD wählen !

  10. Ich würde da sogar noch weiter gehen…..unter Strauss hätten es die heutigen CSU-„Würdenträger“ niemals in ihre Ämter geschafft ….Strauss hätte es auch niemals zugelassen,das es überhaupt eine Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt…..in so fern hat die AFD recht mit ihrer Aussage.

  11. Von wegen wählen… Strauß würde Söder QUÄLEN. Strauß hat selten ein Blatt vor den Mund genommen und in der eigenen Partei immer Klartext gesprochen: Da gab es einige, die er als ehrlose Lumpen bezeichnet hat. Bei Söder bin ich mir nicht sicher. Ich denke, der wäre für Strauß nicht satisfaktionsfähig gewesen – der evangelische Shrek aus Nürnberg…

  12. Ich habe vor rund 40 Jahren Wahlkampf mit Franz-Josef Strauss gemacht.
    Schon damals wurden unsere Autos mit FJS-Aufkleber zerkratzt und Stände angegriffen.
    Da war eben die CSU, wie die AfD konservativ-liberal und patriotisch.
    Die Angreifer waren immer die Antifanten.
    Nach dem Tod von Strauß fing der Linksruck an und ich trat aus der CSU aus.

    • Weil es so HERRLICH ist! FJS sprach:

      Was wir in diesem Land brauchen (!!), sind mutige Bürger, die die ROTEN RATTEN dorthin jagen, wo sie hingehören – in ihre LÖCHER.

      So wie ein Hund unfähig ist, sich einen Wurstvorrat anzulegen, sind die Sozialdemokraten unfähig, Geldvorräte anzulegen.

      Politik wird mit dem Kopf, nicht mit dem Kehlkopf gemacht.

      „Ich will lieber ein kalter Krieger sein, als ein warmer Bruder“.

    • Danke, das war vor rund 40 Jahren meine Motivation.
      Denke ich heute an die Unionisten, dann fällt mir nur noch Widerstand
      gegen dieses falsche „Label“ ein. 🙂

    • Eines meiner Lieblingszitate von FJS:
      „Irren ist menschlich – sich ständig irren ist sozialdemokratisch“.
      Muahaha – so genial pointiert mit Humor auf den Punkt gebracht!

  13. Hallo „CSU“. Googelt mal „Streisand-Effekt“. Ach – nein – tut es nicht.
    AfD bedankt sich.

  14. Peinlich dieser Kleinhirn-Modus der CSU. Nee, FJS hätte nicht AfD gewählt, er hätte sie gegründet, und Typen wie Söder wären maximal Hausmeister geworden mit befristeten Vertrag…

  15. Der FJS, hätte erst mal in den eigenen Reihen aufgeräumt und so einigen in den Allerwertesten getreten, dass sie zuküftig nur noch Schuhspitzen geschissen hätten!

    So weit wäre es mit der CSU unter ihm niemals gekommen!

  16. Wäre Strauß noch da, dann hätten wir keine 12 Jahre Merkel gehabt. Und ich bezweifle, dass
    AFD überhaupt nötig gewesen wäre.

    • Eben! Strauß hätte die AfD nicht gewählt, weil die CSU ihren Prinzipien treu geblieben wäre und damit die AfD, die heute Strauß´s Politik macht, nicht nötig gewesen wäre.

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