EKD und Vatikan wollen ins Schleppergeschäft einsteigen

Präses Manfred Rekowski (Bild: Pressefoto EDK Rheinland)
Präses Manfred Rekowski (Bild: Pressefoto EDK Rheinland)

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) strebt eine Zusammenarbeit mit dem Vatikan zur „Reaktivierung der privaten Seenotrettung auf dem Mittelmeer“ an. Durch diese Zusammenarbeit sollen noch mehr Immigranten nach Europa gebracht werden.

„Mit unseren ökumenischen Partnern werden wir weiter überlegen, wie wir den Druck erhöhen oder kreative Lösungen finden können“, sagte der Vorsitzende der EKD-Kammer für Migration und Integration, Manfred Rekowski, dem „Kölner Stadt-Anzeiger„.

Rekowski hielt sich in dieser Woche auf Malta auf, wo die Behörden die Schiffe der selbsternannten Seenotretter „Sea Watch“ festgesetzt haben. Ebenfalls befindet sich dort das vom EKD mitfinanzierte Aufklärungsflugzeug „Moonbird“, dem keine „Luftoperationen“ über dem Mittelmeer mehr erlaubt werden.

„Wir können als EKD sicher nicht von Hannover aus unmittelbar auf das Regierungshandeln in Malta einwirken. Es geht darum, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit darauf zu lenken, wie Europa hier in skandalöser Weise Recht bricht und seine Werte verrät“, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Das geltende Flugverbot jedoch könnte nach Einschätzung Rekowskis mit Hilfe des Vatikans außer Kraft gesetzt werden. „Die ‚Moonbird‘ dürfte wieder über Seegebiet kreisen, wenn ein anderer Staat sie anfordert. Warum sollte also nicht zum Beispiel der Vatikan als völkerrechtlich souveräner Staat ein solches Ansinnen an die maltesischen Behörden stellen?“, so die Frage des Kirchenfunktionärs. (SB)

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