Kardinal „Marxist“ kritisiert Rechtskurs der CSU

(Bild: Hintergrund: shutterstock.com/Durch dimbar76; Bild: Karl Marx: gemeinfrei: Bild Reihard Marx: Wolfgang Roucka; CC BY-SA 3.0)
Karl Marx und seine nützlichen Idioten (Bild: Hintergrund: shutterstock.com/

Wenn der „Marxist“ die Faust ballt und von der Kanzel kommunistische Parolen predigt, kommt das dabei heraus: Kardinal Reinhard Marx hat die CSU vor einem fortschreitenden Rechtskurs gewarnt. „Zu meinen, wir wandern am besten alle nach rechts, weil der Zeitgeist nach rechts wandert – das halte ich für eine falsche Einschätzung“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz der „Zeit“. Eine Partei, die sich für das C im Namen entschieden habe, gehe eine Verpflichtung ein, mahnte Marx.

„Nationalist sein und katholisch sein, das geht nicht.“ Marx beklagte außerdem die Wortwahl einiger Politiker. „Dass weite Teile der Gesellschaft verbal radikaler werden, sehe ich mit Sorge“, so der enge Vertraute des Papstes.

In dem Zusammenhang kritisierte er sowohl CSU-Chef Horst Seehofer als auch den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Dass Bundesinnenminister Seehofer seinen 69. Geburtstag mit 69 Abschiebungen am selben Tag in Verbindung gebracht hatte, nannte der Kardinal „höchst unangemessen“. Dies habe „zu Recht viele empört“.

Mit Verständnislosigkeit reagierte Marx auch auf Söders Vokabel eines Asyltourismus: „Das klingt, als wären da Leute unterwegs in den Ferien“, so Marx. Viele riskierten aber ihr Leben, „viele sterben auf dem Weg“. (Quelle: dts)

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