„Purer Rassismus“: Die neuen Vorwürfe des Bin-Laden-Leibwächters und die Mainstream-Medien

Ex-Bin-Laden-Bodyguard Sami A. Screenshot: YouTube

Der als islamischer Gefährder eingestufte Sami A. heult sich heute in der „Bild“-Zeitung aus, und die anderen Medien drucken seine „Rassismus“-Vorwürfe unkritisch nach. Offenbar sollen mit diesem öffentlichen Druck künftig sogar Abschiebungen von Terrorverdächtigen unmöglich gemacht werden.

„Bild“-Reporter reisten eigens nach Tunesien, um mit dem angeblichen Seehofer-Opfer sprechen zu können. Über dessen Anwalt Seif Eddine Makhlouf konnten sie Fragen ausrichten, die der Mann, dem nun in seiner Heimat ein Prozess wegen Terrorverdachts gemacht werden soll, wie gewünscht beantwortete: Seine Abschiebung sei „purer Rassismus“. Die Wahrheit: Seit zwölf Jahren soll der Hass-Prediger ausgewiesen werden – konnte das mit juristischen Mitteln aber immer wieder verhindern.

Nun, da es tatsächlich so weit kam, toben Grüne, Linke und SPD – und der Medien-Mainstream macht sich zu ihrem Sprachrohr. So steht der Vorwurf im Raum, die deutsche Polizei haben den Salafisten „entführt“. Sami A. zu „Bild“: „Um drei Uhr früh haben sie mich einfach mitgenommen“, sagte er. „Ich habe der Polizei gesagt: Das geht so nicht, ein Gericht hat meine Abschiebung untersagt! Aber sie haben gesagt, dass das von ganz oben kommt und ich nichts dagegen tun könne.“

„Ganz oben“ – das ist hier die zuständige Ausländer-Behörde Nordrhein-Westfalens, die seine Abschiebung verfügt hat. „Sie kamen nachts um drei“ – so beginnen auch die tatsächlichen Horrorgeschichten über Gestapo und Stasi. Dass diese Analogie gemeint ist, ist nicht schwer zu verstehen.

Der arme Sami A darf weiter munter klagen: Er habe nicht einmal mehr seinen Anwalt sehen dürfen. Außerdem hätten die Beamten verhindert, dass er seine Frau und Kinder kontaktieren konnte. Er sei von der Polizei einfach „in ein Privatflugzeug gepackt“ worden.

Und dann wird es besonders grotesk: „Ich hätte nie gedacht, dass das in einem Rechtsstaat möglich ist“, sagte er. Ein „Gefährder“, der gegen den Rechtsstaat arbeitet, darf so etwas behaupten – und kein Journalist widerspricht. Völlig unkritisch machen sich die angeblich kritischen Medien die absurden Vorwürfe eines Terrorverdächtigen zu eigen. Kritik kennen sie nur, wenn es um Befürworter von Abschiebungen geht.

Die Mitleidstour hat damit aber noch kein Ende. Er verstehe nicht, wie ein Land wie Deutschland so gegen ihn vorgehen könne. „Es ist purer Rassismus, dass ich aus Deutschland abgeschoben wurde“, sagt er. „Weil der Innenminister mich nicht länger im Land haben wollte“, ergänzt er. Daher würde einfach behauptet, er sei Extremist. A. kündigte an, dafür zu kämpfen, zurück nach Deutschland kommen zu dürfen, um bei seiner Familie zu sein. Die Unterstüzung der Presse dürfte ihm dabei sicher sein. (WS)

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