Bayerische SPD ehrt NGO-Schlepper-Kapitän mit Europapreis

Spitzenkandidatin der Bayern-SPD: Natascha Kohnen (Bild: Pressebild)
SPD Bayern: Vom Wähler schwerst maulschelliert (Bild: Pressebild)

Bayern – Claus-Peter Reisch, Kapitän des NGO-Schiffes „Life-Line“, wird gerade auf Malta der Prozess gemacht. Weil er seine 91-jährige Mutter besuchen wollte, wurde ihm Hafturlaub erteilt. Diesen nutzt er nun, um den niegel-nagel-neuen „Europapreis“ der bayerischen SPD entgegen zu nehmen.

Wenige Tage, bevor Reisch die Rückreise nach Malta antreten wird, präsentiert die bayerische SPD ein Spektakel der besonderen Art. Für seine angebliche „Rettungsaktion von Flüchtlingen“ unmittelbar vor der libyschen Küste – andere bewerten dies als „Schlepperei“ – wird der selbsternannte „Seenotretter-Kapitän“ mit dem sozialdemokratischen Europapreis ausgezeichnet, berichtet die Bayern-SPD auf ihrer Homepage.

Und – welch ein Zufall – der Preis werde zum ersten Mal vergeben, so ein Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. „Den haben wir in diesem Jahr ins Leben gerufen“, so die bayerische SPD, die die mit 2500 Euro dotierte Ehrung  in den kommenden Jahren wieder verleihen will.

Natascha Kohnen, Spitzenkandidatin der SPD zur bayerischen Landtagswahl, scheint ihre grottenschlechten Umfragewerte wenig zu kümmern. Im Brustton der sozialdemokratischen Überzeugung twittert Kohnen zur Verleihung eines SPD-Ordens an Schlepper :

Loading...