Finde den Unterschied: Deutsche Familie, die aus Seenot gerettet wurde, soll zahlen

Seenotrettung (Bild: maritimus - VORMANN JANTZEN; CC BY-SA 2.0; siehe Link)
Seenotrettung (Bild: maritimus - VORMANN JANTZENCC BY-SA 2.0; siehe Link)

Die einen – Immigranten in Heeresstärke – begeben sich sehenden Auges in Gefahr, indem sie seeuntüchtige Schlepperboote besteigen, um sich dann aus der willentlich herbeigeführten Seenot auf Kosten Dritter retten zu lassen. Für die anderen – ein Vater und seine Söhne, die in letzter Minute aus der Nordsee gerettet wurden, kann ihre Seenotrettung nun sehr teuer werden.

Ein Vater und seine beiden Söhne sind am späten Freitagabend in letzter Minute vor dem Ertrinken aus der Nordsee gerettet worden. Der 39 Jahre alte Tourist aus Bad Gandersheim und die neun und 15 Jahre alten Kinder waren im Watt bei Butjadingen wandern.

Kurz vor 23 Uhr hatte ein junger Mann mit seinen Freunden in der Nähe der Nordsee-Lagune Butjadingen Schreie im Watt gehört und die Polizei alarmiert. Feuerwehr und Rettungswagen sowie die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurden alarmiert, die bereits fünf Minuten danach sich an Bord befanden und mit dem Seenotrettungsboot ausliefen. Ein ADAC-Hubschrauber war zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort, konnte aber im überspülten Watt nicht landen. Die Seenotretter konnten sich an der Position orientieren und fanden dadurch den Vater mit seinen beiden Söhnen im Licht des Suchscheinwerfers.

Der Mann (39) stand zu diesem Zeitpunkt bis zum Hals im Wasser in der starken Flutströmung, seine beiden Kinder (9 und 15) hatte er auf den Arm genommen. „Die Panik der Kinder unbeschreiblich“, berichtete Vormann Hartmut Dierks. Um sie durch die Bergepforte an Bord zu ziehen, musste er vorsichtig an die drei heranmanövrieren. „Im Flutstrom hätte der Mann sich keine fünf Minuten länger halten können – die Rettung war in allerletzter Sekunde“, so die dramatische und schlussendlich geglückte Rettungsaktion durch die Seenotretter.

Eine Strafe drohe dem Mann nicht, wie Seenotretter und Polizei bestätigten. Es könnte aber sein, dass der Tourist die Kosten des Hubschrauber-Rettungseinsatzes zahlen müsse, hieß es laut der FAZ von der Polizei. Gerade bei Hubschraubereinsätzen bewegen sich die Kosten schnell im vierstelligen Bereich. (SB)

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