AWO schließt AfD-Mann aus, aber verurteilter Kinderschänder bleibt im Vorstand

Guido Reil. Foto: Imago

Während die Arbeiterwohlfahrt mit Guido Reil kurzen Prozess gemacht und ihn wegen seiner AfD-Mitgliedschaft aus dem Verband geworfen hat, ist die AWO mit Kinderschändern nachsichtig. In Viersen darf ein verurteilter Päderast sogar im Vorstand bleiben.

Der Mann wurde – wie erst jetzt öffentlich wurde – im Februar von einem Gericht in Mönchengladbach wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er 8000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig – der AWO-Vorstand ist nicht in Revision gegangen.

Für die AWO ist das kein Problem: Kreisgeschäftsführer Bernd Bedronka: „Er bekleidet ein Ehrenamt und ist für drei Jahre gewählt. Wir können da nichts machen.“ Und auch der Täter will nicht zurücktreten: „Warum? Ich habe den Vorstand über die Verurteilung informiert“, sagte er der „Bild“.

Bei Guido Reil lief das ganz anders. Obwohl er sein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahm, schloss ihn die AWO aus. Grund: Reil habe in Interviews und Reden „die Integrationsfähigkeit von Menschen aus dem arabischen Raum grundlegend kritisch“ gesehen.

Für einen AWO-Ausschluss reicht es also aus, wenn man das Offensichtliche feststellt. Ein Kinderschänder dagegen darf bleiben. Tolle Wohlfahrt! (WS)

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