Träume sind Schäume: Was der besoffene Juncker mit Frauenrechten zu tun hat

Screenshot: Facebook

Dass Deutschland nicht schon wieder Fußballweltmeister geworden ist, ist kein Drama. Dass Deutsche die Weltmeister der Realitätsverdrängung bleiben wollen, ist hingegen eines.

Von Max Erdinger

Ramin Peymani hat zu den jüngsten Ausfallerscheinungen Jean Claude Junckers beim NATO-Gipfel in Brüssel Kluges geschrieben (ganzer Artikel hier).

Heute macht ein Video im Netz die Runde, in dem ein offensichtlich volltrunkener EU-Kommissionspräsident beim NATO-Gipfel lachend durch die Gegend torkelt, nicht mehr in der Lage, sich ohne fremde Hilfe auf den Beinen zu halten. Ähnliche Videos von ihm gibt es seit vielen Jahren. In manchem klatscht er Staatsgästen zur Begrüßung auf den Hintern, schlägt Männern gegen die Brust, umarmt Gäste fast bis zur Besinnungslosigkeit oder knutscht sie gegen ihren Willen unzählige Male ab. Allesamt Handlungen, die nicht nur gegen jedes Protokoll und gegen jeden Anstand verstoßen, sondern offenkundig von einer fehlenden Kontrolle über das eigene Tun zeugen. Man braucht keinen Mediziner, um schon beim Anblick der vielen Videomitschnitte offizieller Anlässe zu erkennen, dass hier ein jeweils stark alkoholisierter Mensch sein Unwesen treibt.

Was mich erschüttert, ist die Tatsache, dass es heute eine Reihe von Beobachtern gibt, die vor allzu schnellen Schlüssen warnen. Es könnte sich ja um eine Nervenkrankheit handeln, Parkinson vielleicht, oder gar einen Tumor. Vielleicht auch nur eine vorübergehende Gleichgewichtsstörung. Hat der arme Herr Juncker vielleicht etwas Falsches gegessen und fühlt sich nicht gut? Die „Erklärungen“ für den grinsenden, torkelnden Mann sind vielfältig. Was sie alle eint, ist das naive Wohlwollen, mit dem man einem offensichtlich volltrunkenen Mann die Segnung des Restzweifels zukommen lässt und sich empört gegen die „Ferndiagnose“ Alkoholismus verwahrt.“

Damit trifft Peymani einen Punkt, der auch in anderen Zusammenhängen festzustellen ist: Das krampfhafte – um nicht zu sagen „krankhafte“ – Nicht-sehen-wollen dessen, was ist. Willfährige Ignoranz. Die ist inzwischen ein regelrechtes Merkmal deutscher Medienberichterstattung – und massenhaftes Wesensmerkmal des deutschen Meinungsinhabers. Vergewaltiger, Messerstecher, Brutalo-Gangs und andere importierte „Realitäten“ werden systematisch euphemistisch verbrämt, auf dass nur ja keiner sehen soll, was tatsächlich ist. „Südländisch aussehend“, „Männergruppe“, „Männer“ heißen diese Individuen in der medialen Berichterstattung.

Dass es generelle Unterschiede gibt, wird ebenso systematisch geleugnet. Thüringer, Bayern, Hessen und Friesen sind längst passé. Das sind jetzt „die Menschen in Thüringen“, die „Menschen in Hessen“ usw. Überall sind nur noch irgendwelche „die Menschen“ unterwegs. Dass sich Deutsche so widerspruchslos dieses ubiquitäre „die Menschen“ bieten lassen, ist verräterisch. Es belegt jene willfährige Ignoranz. Niemand wehrt sich dagegen, dass er Binsenweisheiten aufgetischt bekommt. Welche Menschen genau? – Niemand scheint es mehr wissen zu wollen, aber alle könnten es besser wissen. Im Mittelmeer werden „Menschen gerettet“ – ach? Welche Menschen werden dort gerettet? Wo kommen sie her, wo wollen sie hin? Warum werden sie bis nach Europa verbracht, obwohl doch die rettende Küste Afrikas so viel näher wäre? – Alles egal. Es werden „Menschen gerettet“ – edel genug. Eigenartig ist, dass immer noch von Schleppern die Rede ist – und nicht von „schleppenden Menschen“. Wie’s wohl kommt?

Dieses notorisch vorgetragene „die Menschen“ ist nichts weiter als ein Synonym für „das generelle Mündel“. In dem Zusammenhang fällt auf, dass nie und nirgends von „die bösen Menschen“ die Rede ist. Böse Menschen sind das geblieben, was sie immer gewesen sind: Schlepper zum Beispiel.

„Die Menschen“ ist noch nicht so lange das allgegenwärtige sprachliche Surrogat für die unterschiedlichsten Landsleute samt ihren verschiedenen Interessen und Kulturen. Einen Realisten, einen, der willens ist, Unterschiede sowohl noch zu erkennen als auch zu benennen, bringt dieses „die Menschen“ auf die Palme. Es handelt sich um einen Nullinformationsbegriff, auch um einen Schutzschild, hinter dem sich richtig böse Menschen mit ihren egalitaristischen Absichten verstecken. Man greife nur einen derjenigen verbal an – etwa mit einem Meinungsartikel – , der „Menschen rettet“, und man befindet sich sofort in einer äußerst fragwürdigen Position. Man attackiert nämlich das „menschliche Handeln“ eines „Menschenretters“, der wegen seines „menschlichen Gewissens“ aus „menschlichen Motiven“ heraus agiert.

„Die Menschen“ verwandelt die Schädeldecke in einen Klodeckel und „kreiert“ am Hinterkopf ein Scharnier, mittels welchem sich die Schädeldecke hochklappen lässt, damit der linke Egalitarist den „die Menschen“ kräftig ins Hirn scheißen kann.

Und ins Hirn geschissen worden muss einem wohl sein, der sich nicht daran stößt, dass es angesichts der „die Menschen“ doch immer noch „die Frauen“ gibt, für die bei aller Menschlichkeit die Menschenrechte nicht ausreichen. Weswegen sie zu den Menschenrechten obendrein auch noch die Frauenrechte brauchen. Was sind aber Frauenrechte genau? – Dreimal dürfen wir raten. Eine „menschliche Errungenschaft“ sind sie. Sie wurden auch nicht einfach aus dem Blauen heraus erfunden, sondern sie wurden „erkämpft“. Von kämpfenden Frauen nämlich. Kämpfende Frauen sind ja schon knorke, wenn sie für „die Menschen“ kämpfen. Aber zu wahren Heldinnen werden sie, wenn sie für „die Frauen“ (eine anscheinend wie die andere) kämpfen. Nur, wenn sie bei der Bundeswehr sind und dort kämpfen sollen, dann finden das alle „die Menschen“ und „die Frauen“ voll scheiße. Weswegen „die kämpfenden Frauen für die speziellen Rechte ihrer Geschlechtsgenossinnen“ voll dafür sind, dass kämpfende Frauen überall kämpfen außer bei der Bundeswehr. Sie sollen bloß so dabei sein. Damit sie in Friedenszeiten eben mit dabei sind. Weil sie so gleichberechtigt sind, wahrscheinlich, was wiederum „schön menschlich“ wäre.

Die alles überspannende Grundillusion, der sich „die Menschen“ in Deutschland hingeben, ist die, dass Geschlechtsunterschiede bedeutungslos seien, weil sie „die Menschen“ nur in eine „Geschlechterrolle“ hineinzwängen, in der sie angeblich nichts verloren haben. Geschlecht sei „sozial konstruiert“ heißt es. Realiter ist es genau andersherum. Dass Geschlecht „sozial konstruiert“ sei, ist eine Lügenkonstruktion. Das könnte man, so man wollte – und der Wille resp. Nichtwille des Menschen ist bekanntlich sein Himmelreich – den Lügenkonstrukteuren um die Ohren hauen. Sie selbst sind es schließlich, die noch nie gegen die Behauptung aufgestanden sind, es gebe sowohl einen Gleichheits- als auch einen Differenzfeminismus. Das ist nämlich die Masche, aus der die „Frauenrechte“ gestrickt sind: Das jeweils Vorteilhafte aus zwei verschiedenen Welten für die „besseren Menschen“ (Frauen) zu saugen. Dieses müssen sie dürfen, weil sie den Männern gleich sind – und jenes brauchen sie nicht zu müssen, weil sie ganz andere „die Menschen“ sind als die Männer, die im Zweifelsfall gern auch „die Unmenschen“ sein dürfen. Frauen kann sich doch hierzulande gar niemand mehr als „Unmenschen“ vorstellen! Sie sind Frauen! Hallelujah! Und sollte jemals das unpassende Malheur passieren, dass eine von ihnen „unmenschlich“ geworden ist und beispielsweise ihr Kleinkind zuhause verhungern und verdursten ließ, weil sie zwei Wochen lang auf einer Endlosparty herumgekugelt ist, dann wurde das Kleinkind eben indirektes Opfer der direkten Frauenbenachteiligung, aus welchselbiger die Unselige sich lediglich befreien wollte, indem sie sich feiernd gegen ihre „Geschlechterrolle“ auflehnte, freilich, ohne dass ihr das eigene Revoluzzertum dabei bewusst geworden wäre.

Ich habe vorgestern hier im Rahmen einer Medienkritik einen Artikel des „Tagesspiegel“ in der Luft zerrissen, in welchem es um das besonders schwere Frauenleid mit dem PMDS (Dysphorisches prämenstruelles Syndrom) ging. Dass es das gibt und dass es wahrscheinlich sehr unangenehm ist, habe ich mit keiner Zeile bestritten. Aufgeregt habe ich mich über die Insinuationen einer Frau Doktor vom Zentrum für seelische Frauengesundheit an einer deutschen Universitätsklinik. Die liefen nämlich darauf hinaus, dass Frauen mit PMDS-induzierten Stimmungsschwankungen und den daraus resultierenden Handlungen nichts für ihr Tun könnten, mithin also, dass Frauen durch PMDS unzurechnungsfähig werden. Und dass man(n) das gefälligst zu verstehen und zu akzeptieren habe. Moniert habe ich, dass seltsamerweise niemand auf die Idee kommt, den Schwachsinn menstruierender Politikerinnen und Medienfrauen als PMDS-indiziertes Malheur zu interpretieren. Einige Leserinnen waren außer sich. Es folgte das übliche Gezeter. Ich sei ein Frauenhasser, ein Ignorant, meine Medienkritik sei unterirdisch usw.usf.

So lange den deutschen Traumtänzern nicht klar wird, wie fundamental wichtig die Behauptung einer Gleichheit von Männer und Frauen – und die aus dieser Behauptung resultierenden, gesellschaftspolitischen Maßnahmen – hinsichtlich des beabsichtigten Ruins eines ehemals leidlich funktionierenden Gemeinwesens sind, der hat nicht verstanden, was der Urgrund fast aller derjenigen Übel ist, mit denen unser Land geschlagen ist.

Männer spielen Fußball. Dieselbe Sportart heißt dann, wenn sie von Frauen betrieben wird, „Frauenfußball“. Männer – sofern sie nicht schon zur ständig steigenden Zahl ausgewiesener, feministisch hirnverschissener Punzenfiffis zählen – machen Politik. Frauen machen immer Frauenpolitik. Frau Merkels „Migrationspolitik“ ist, abgesehen davon, dass sie schlecht informiert gewesen sein muss, keine vernunftbasierte Politik, sondern eine gefühlsbasierte. Frau von der Leyen erlaubt sich den Frauenluxus, eine Armee als etwas anderes zu „fühlen“, als sie tatsächlich ist. Frau Nahles, Frau Roth, Frau Maischberger etc.pp. interessieren sich nicht für die Realität. Ihr Thema sind die Gefühle, welche die Realität hervorruft. Die wiederum werden unterteilt in „anständige, weil ach-so-menschliche Gefühle“ und unanständige. Dass Frauen im allgemeinen eher weniger als Männer dazu geeignet sein könnten, ein gesamtes Volk so zu vertreten, dass nicht alles chaotisch wird, wäre ein sehr „unanständiges Gefühl“.

Der Realität kommt man aber mit einer wie auch immer durchgesetzten Allgemeinmoral nicht bei. Realität ist, dass der Sieger eines Kampfes überlebt und die künftigen Regeln diktiert. Wie er den Sieg errungen hat, spielt dann keine Rolle mehr. Es ist die Unterstellung an Realitätsverdrängung nicht mehr zu überbieten, es käme bspw. bei der Integration Kulturfremder lediglich darauf an, wie „wir“ sie gestalten. Realität ist, daß Kulturfremde hierzulande ihre ganz eigenen Vorstellungen von einer Zukunft für – und in ihrer neuen Heimat haben. Es interessiert einen fundamentalistischen Moslem nicht, wie schön und „menschlich“ Frau Merkel oder Frau Roth die Realität mit ihrem Gefühl verwechseln können.

Tatsache ist, dass es Männer sein werden, die im schlimmsten Fall ein sich weiter steigerndes, frauenverursachte Chaos in unserem Land mit Gewalt und unter Verlust ihres eigenen Lebens beseitigen müssen. Und ebenso Tatsache ist, dass sich die eigentlich dafür verantwortlichen Frauen in leitenden Positionen dieses Umstandes „unbewusst bewusst“ sind.

Mit Frauenhass oder Frauenverachtung hat das alles nichts zu tun. Dass es sich darum handle, ist nur eine weitere Schutzbehauptung zur Aufrechterhaltung der selbstgerechten Eigenwahrnehmung derjenigen, die sich gern als „fortschrittlich“ und vor allem „menschlich“ begreifen wollen. Männer und Frauen sind eben nicht gleich. Die Behauptung, dass sie es wären, ist nichts weiter als ein Postulat oder die Beschreibung eines Wunsches. Der Egalitätsgedanke an sich ist schon nichts weiter als ein Hirngespinst, der sich eben in dem ubiquitären „die Menschen“ am öftesten und eindrücklichsten zeigt. Weder sind Kulturen und Ethnien gleich, noch sind Religionen gleich – und Männer und Frauen sind auch nicht gleich. Egalität ist ein Hirngespinst, für das sich Ideologen interessieren, die Realität jedoch nicht.

Die Gleichstellung von Männern und Frauen (nicht deren Gleichberechtigung!) ist der Urgrund für die dramatische Lage – und der Sargnagel Deutschlands zugleich.

Wandere aus, solange es noch geht!
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