Riesiger Schwund: Deutsche Presse verliert Millionen Leser in einem Jahr

1,44 Millionen Leser haben die deutschen Tageszeitungen in einem Jahr verloren. Bei den Zeitschriften sieht es nicht besser aus. Allein der „Stern“ musste einen Reichweiten-Rekordverlust von 860.000 hinnehmen. Auch „Spiegel“ und „Bild am Sonntag“ gehören zu den großen Verlierern, wie die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse AWA jetzt herausgefunden hat.

Die Reichweite, die ausdrückt, wie viele Menschen ein Heft in die Hand nehmen, ist nicht zu verwechseln mit der Auflage. Gruner + Jahrs „Stern“ ist in dieser Kategorie von 6,81 auf 5,95 Millionen eingebrochen. Das bedeutet einen Schwund von 12,6 Prozent. Auch für die „BamS“ ist die AWA eine einzige Hiobsbotschaft: 470.000 Leser sind von Bord gegangen (- 6,9 Prozent). Und der „Spiegel“ muss ein Minus von 320.000 Kunden verkraften. Die Reichweite sank auf 5,54 Millionen. Darüber hinaus versinkt der „Focus“ immer mehr in der Bedeutungslosigkeit: 200.000 Leser kehrten ihm auf ohnehin niedrigen Niveau den Rücken. Nur noch 3,33 Millionen Menschen nehmen das einstige Marktwort-Heft in die Hand.

Die Zahlen spielen bei den Anzeigenpreisen eine entscheidende Rolle. Je weniger Menschen die Medien erreichen, desto billiger wird die Werbefläche. Insgesamt haben 155 Druckerzeugnisse Reichweite eingebüßt. Sieger sind eher unbekannte und unpolitische Titel: Das Edeka-Kundenmagazin „Mit Liebe“ gewann 260.000 und „Glamour“ 170.000 neue Leser.

Die Tageszeitungen dagegen brechen weiter auf breiter Front ein – sie verloren insgesamt 1,44 Millionen Käufer. Bei den Boulevardzeitungen lag das Minus durchschnittlich bei 13,6 Prozent und bei den Abo-Blättern bei 5,0 Prozent. Die „FAZ“ verlor mit 7,6 Prozent überdurchschnittlich viel. Sie erreicht jetzt täglich nur noch 850.000 Menschen. Der „Bild“ sagten dagegen nur 4,3 Prozent der Leser Tschüss. Das sind deutlich weniger als bei den anderen Boulevard-Titeln. Offenbar hat der Schwenk in der Flüchtlingspolitik viele Leser halten können. (WS)

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37 Kommentare

  1. Unter Markwort fand ich persönlich den Focus als eine echte Alternative zu Spiegel, Stern u.a. Heute ist er für mich nur noch ein linkes Schmierenblatt, Lichtjahre vom Anspruch seines Gründers entfernt. Das Abo habe ich vor ca. 3 Jahren beendet und meine Kommentierungen auf dessen online-Portal eingestellt. Die dortige Zensur hat dramatische Züge angenommen.

    • Ich hatte vor zig Jahren mal ein Probe-Abo vom Locus. Die Ausgaben haben derart nach Lösungsmittel gestunken, die man zwar für den Tiefdruck braucht – aber das war des Guten zuviel. Heute stinken die Locus-Artikel.

  2. Interessant wäre zu erfahren, wie das mit den Online-Ausgaben und anderen Internetmedien aussieht. Der Schwund der Druckpresse ist wohl auch einem erheblichen Teil dem Umstand geschuldet, dass immer mehr Leser auf aktuellere, günstigere und bequemere Onlineangebote zurückgreifen. Da braucht man sich nichts vorzumachen.

    • Das sind Schätzzahlen. Man hat mal vor Jahrzehnten u.A. Befragungen gemacht, wie oft ein Käufer seine Zeitung an Arbeitskollegen, Familienmitglieder usw. abgibt.
      Dann wurden Zahlen ermittelt, in wie vielen Warteräumen von Ärzten, Kanzleien, Frisören usw. die Zeitungen ausliegen und dann hochgerechnet, wie viel Prozent der Leute die ausliegenden Blätter lesen.
      Es sind Schätzzahlen. Sehr ungenau und mindestens genauso verlogen.

    • Da fragen Sie am besten die Oberbürgermeisterin von Köln, die Frau Reker.
      Die kann Ihnen das ganz genau sagen! 😉

  3. Ich lebe in Italien, frùher habe ich mit regelmàssig Fokus-Spiegel-Stern gekauft. Heute nur noch ein Klatschblatt Bild der Frau . . .

  4. Der Trend ist ein Trend … noch nicht genug nach unten gesunken,
    noch zu viele Lügen im Umlauf …
    Und diese antrainierte Autoritätshörigkeit ist das eigentliche Problem,
    viele glauben ja diesen „Experten“ – wobei das EX – wie ausradieren
    verstanden werden sollte! Wir bräuchten einen guten Fakeltläufer
    wie bei Olympia, der diese Botschaft ins Land trägt,
    Wahrheit bald ausgestorben – mit ihnen das Deutsche Volk,
    welches bald auf die Liste der bedrohten Arten – gesetzt wird!

  5. Wer liest schon gern Propaganda und Hofberichterstattung aus Berlin?
    Wirkliche Informationen bieten die MSM’s auch nicht mehr.

  6. Ich sehe 2 Gründe für den Rückgang.
    1. Das Lesen kommt immer mehr aus der Mode. Smartphone und Internet liefern schnelle
    kurze Informationen. Längere Artikel lesen und dann auch noch verstehen fällt den Leuten
    zunehmend schwer.
    2. Eine Zeitung gibt eine Sicht der Dinge wider. Ob der Leser das als Wahrheit empfindet oder
    nicht kann kaum jemand beurteilen weil die Vergleiche fehlen. Und erfährt man durch
    diverse andere Quellen, die Mehrheit der Informationen sind Lügen und Verar…..
    Wer gibt dafür noch freiwillig Geld aus.

  7. Wr will denn nur nach links versiffte und/oder gesponserte Presse lesen. Sie wird gespickt von unserer Regierung. Damit muss sie leben. Die Geister die man nicht mir haben will, wirft man aus den Foren raus. Damit ist sicher, dass sie ihre Presseerzeugnisse auch nicht kaufen. Pech gehabt. Welt z. B. war vor Jahren meine Zeitung. Jeden Morgen zum Fühstück las ich die ersten Nachrichten Politik/Wirtschaft. Alls sie den Walzer jedoch links herum tanzten, habe ich das Abo gekündigt, denn ich sponsere keine roten Rattenfänger. Forum auch nur noch gesiebt. Die meisten fallen durch. Na ja.

  8. Merkel braucht die Leser um ihre Lügen zu verbreiten. In den Bibliotheken lagen einst immer nur ein Exemplar von Spiegel, Focus etc. aus. Jetzt liegen von den früher gern gelesenen jeweils 5 stück oder mehr da. Die kaufen scheinbar so viele, um den Umsatz zu steigern. Sind ja auch staatlich.

  9. Brummbär feixt: ….

    „Dit is zu wenich,….dit is zu wenich,…dit is imma noch zu wenich……..

  10. Oh, das tut mir aber sehr leid. Ich schlage eine sofortige Zwangsumlage auf jeden Haushalt von 20 Euro pro Monat vor.

  11. Warum soll man auch noch Geld für Blättchen ausgeben, die unbeirrbar das Gegenteil von dem propagieren, was man auf der Straße ganz umsonst sieht (Jedenfalls, wenn man nicht beklaut oder gar gemessert wird)?

  12. Ich habe mir mal den „Spaß“ gemacht und die Onlineausgabe (identisch mit der Druckausgabe) meiner lokalen Tageszeitung (deutsche Großstadt) zur Hand genommen. Da gibt es die Rubrik Polizeimeldungen. Diese sind bei vielen Lesern recht beliebt und insbesondere von regionaler Bedeutung (und genau hier sollte das Hauptaugenmerk einer lokalen Tageszeitung liegen).

    Zehn Meldungen, bunt gemischte Straftaten und sonstige Vorkommnisse. Dazu habe ich mir mal die Pressemeldungen der Polizei aufgerufen. Die sind mit wenigen Klicks schnell zu finden, alles öffentlich.

    Bei neun von den zehn Meldungen (die eine Ausnahme war ein Verkehrsunfall) wurde in den Pressemitteilungen der Polizei eine grobe Täterbeschreibung gegeben oder aber eine generelle Aussage zu den Beteiligten getroffen. In all diesen neun Fällen wurden Beschreibungen genannt, die man unter dem Euphemismus „südländisch“ (also wohl eher nicht Österreicher oder Schweizer) zusammenfassen kann.

    Und in den Artikeln der Tageszeitung? In keinem einzigen Fall wurde eine Beschreibung des Täters oder der Beteiligten angegeben. Ansonsten wurden die Pressemitteilungen der Polizei praktisch wörtlich übernommen.

    Man machte sich also die Mühe, aus einer jeden einzelnen Meldung potentiell anstößige Wörter zu entfernen, von denen man meint, Leser dürften sie nicht lesen. Nun frage ihn mich als Leser, wenn „Journalisten“ sogar Polizeimeldungen zensieren, was machen sie dann erst bei Ereignissen mit weitaus weitreichender Auswirkung. Wie sol ich als Leser auch nur das leiseste Vertrauen darin haben, dass mir diese „Journalisten“ bei anderen Meldungen die Wahrheit erzählen?

    Wenn mir nun bereits staatliche Organe mehr Wahrheit liefern, als diejenigen, die den Staat kontrollieren sollen, dann hoffe ich, dass all diese Journalisten schnellstmöglich arbeitslos werden, damit endlich die eine Chance bekommen, die ihren Beruf noch ernst nehmen.

  13. Wenn ich eine Tageszeitung lese, stoße ich ständig auf dieses ständige Schlechtmachen von Putin und Trump, das ärgert mich jedes Mal. Weil es automatisch kommt, als ob diejenigen, die die Texte verfassen, entweder wirklich so denken, oder weil sie so schreiben müssen, um ihren Job nicht zu verlieren. Oder es ist eh eine dpa-Meldung, da darf man nichts anderes erwarten.
    Ich will aber absolut unideologisch und sachlich informiert werden (wie hieß es so „schön“: Obama rät, Putin droht!), und vollständig (das Weglassen von riesigen Friedensmärschen in Russland, der Lage der Weißen in Südafrika, der Entwicklung von Schweden etc.), damit ich mir ein realistisches Bild von der Weltlage machen und entsprechend handeln kann. Aber das ist ja anscheinend nicht erwünscht. Der Bürger soll ruhiggestellt bleiben durch Nichtinformation, da ist er besser händelbar.

    • Deswegen ist auch das FLUOR im Wasser, das dämpft die Lämmer,
      wurde schon von den Bolschewisten eingesetzt um die Lagergefangen
      ruhig zu stellen … deswegen geht diese Entwicklung so schleppend voran,
      vielleicht haben die auch die Dosis erhöht – ist ja eh Gift für´s Gehirn,
      das Fluor und diese Hofberichterstattung der Narren!

  14. Noch nicht einmal mit der Kneifzange würde ich diese Schundblätter anfassen, noch nicht einmal im Wartezimmer meines Arztes , geschweige dafür Geld auszugeben. Never! Aber wenn man vom Staat subventioniert wird, ist denen selbstvertändlich egal, ob sie ihre Blätter loswerden. Hauptsache die sind weiterhin Merkels Sprachrohr, dann klappt’s auch mit der Knete! DDR 2.0….

    • Ich unterhalte mich während der Wartezeit mit der Sprechstundenhilfe. Das ist meist die bessere Zeitung.

  15. unglaublich finde ich wieviele der STAATSPRESSE noch glauben schenken und dafür auch noch Geld bezahlen

  16. Die Lügenpresse und das Politikregime sind in einer gegenseitigen Abhängigkeit gefangen. Die Lügenpresse benötigt den Staat zu dessen Finanzierung, das Politikregime die Lobpreisungen durch die Lügenpresse.

    Insofern gehe ich davon aus, dass das Politikregime zugunsten der Lügenpresse aktiv wird. Ich wäre nicht erstaunt wenn man die GEZ Steuer auf die „Qualitätsmedien“ ausweitet, diese in anderer Form unterstützen wird.

    Sehr wahrscheinlich wird man nach dem Zensurgesetz für die sozialen Medien weitere Gesetze zulasten kritischer Medien verabschieden.

  17. „Riesiger Schwund: Deutsche Presse verliert Millionen Leser in einem Jahr“

    Jubilier! Die Lügenpresse pfeift auf dem letzten Loch! Mein Tag wäre komplett gerettet, wenn man das auch von den per Steuerzwang finanzierten Regierungs-Propagandasendern sagen könnte – z.B. bei GEZ-Abschaffung…

    • … die verlieren auch ihre „Zuschauer“ – mich seit ca. 15 Jahren
      aber die berechnen ja je Haushalt, die wissen warum …
      Viele – so denke ich, schauen diesen modrigen Lügenbrei eh nicht mehr! 😉
      Wären also demnach auch nur geschönte Zahlen.

    • Tja, wenn die Presse (echter Journalismus), von Presse in die Märchenbuch-Sparte abdriftet, dann ist das nun mal so. Ganz dumm sind die Leser ja auch wieder nicht!

  18. Ich sehe es mit Freude, daß der Propagandaapparat langsam in seinen eigenen Exkrementen erstickt! Weiter so, liebe Qualitätsmedien, ein kleiner Schritt für einen Reporter könnte ein großer Sprung für die Nation sein!

  19. Wie herrlich, zu lesen, dass diese Lügenblätter immer mehr eingehen. Am besten, die stellen noch Illegale ein – die machen denen noch ein Feuerchen unter dem Dach.
    Nieder mit dieser Lügenbrut – sie sollen verhungern an ihren Lügen!

  20. Ähnlich wie die Arbeitslosenzahlen bin ich mir sicher daß die Wahrheit des Leserverlustes noch deutlich heftiger ist, als offiziell zugegeben.

  21. Das liegt aber zum Teil auch am Internet!
    Heute kann man Nachrichten kostenlos im Internet herunter laden.
    Früher musste man am Kiosk dafür Geld ausgeben.

    • Niemand will für Propaganda und Hofberichterstattung aus Berlin
      Geld ausgeben. Da liegt das Problem.

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