CSU lobt NGO-Schlepper: „Die Rettung von Menschen im Mittelmeer ist geboten“

Joachim Herrmann (Bild: Stmi)
CSU-Innenminister Joachim Herrmann gibt nun den Asyl-Softi. Bild: Stmi)

München – Macht die CSU sich fit für die Koalition mit den Grünen? Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat gestern die Arbeit der NGOs gelobt, die „Flüchtlinge“ aus angeblicher Seenot retten. Es ist eine Kehrtwende der Partei um 180 Grad, nachdem Bundesinnenminister Seehofer die Retter kürzlich noch als „Kriminelle“ bezeichnet hatte.

Herrmann sagte gestern im Bayerischen Landtag: „Die Rettung von Menschen aus Not ist ein Gebot von Mitmenschlichkeit, sie ist auch bei Schiffbrüchigen im Mittelmeer geboten.“ Zugleich äußerte er sich positiv über die „ehrenamtlichen Helfer“.

Politiker von SPD und Grünen hatten in derselben Sitzung kritisiert, dass Seenotretter in der politischen Debatte kriminalisiert würden. Sie bezogen dies auch auf CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer. Statt NGOs für ihren Einsatz zu danken, habe Seehofer angekündigt, den Kapitän zur Rechenschaft zu ziehen, sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze. „Wer einen anderen Menschen rettet, ist immer ein Held“, betonte sie. Auch SPD und Freie Wähler sprachen sich dafür aus, die Seenotrettung im Mittelmeer zu verstärken. Der scharfen Kritik kam Herrmann mit seiner Aussage nun weit entgegen.

Der bayerische Innenminister sprach aber auch davon, „dass sich die in der Seenotrettung Engagierten nicht zum Werkzeug skrupelloser Schlepperbanden machen lassen“ dürften. „Es ist leider auch ein brutales Geschäft von Schleuserbanden.“ (WS)

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